Apple-Geschichte: Steve Jobs und die beseelten Apple-Produkte

Derzeit machen die Techniker im GRAVIS Technikcenter alte Apple-Geräte wieder flott. Und mit alt sind solche Geräte wie Apple I und II, der Newton und der Apple-Drucker Stylewriter gemeint. Der Autor hat sich dieses kleine Museeum angesehen und nimmt euch gern mit auf eine Reise zu den Anfängen von Apple.

Eigentlich sollte dieser Beitrag mit einem Augenzwinkern von einer Zeit berichten, als aus den form- und seelenlosen Geräten benutzerfreundliche Stilikonen mit Seele wurden, an die sich viele der jüngeren Apple-Fans gar nicht erinnern können.

Aufgrund der jüngsten Ereignisse fliegen meine Gedanken nun auch zu dem Mann, der Vater dieser Geräte ist. Steve Jobs soll einmal gegenüber dem Frog-Design-Gründer Hartmut Esslinger gesagt haben: Dass das iPhone so schön sei, liege daran, dass der Anwender “die Seele spüren könnte, wenn er es in Händen hält”.

Ja, Apple-Geräte haben eine Seele – da war sich Steve Jobs sicher. Und mal ehrlich, wer von euch glaubt nicht, das ein Sturz oder womöglich ein heißer Kaffee die innewohnende Schönheit eures iPhones, iPads und Macs verletzen kann?

Und wenn man sich unsere Apple vernarrten GRAVIS Techniker ansieht, die mit viel Hingabe den alten Macs den Susumi-Ton wieder entlocken und den Newton auf Hochglanz polieren und auf einem Podest platzieren, dann will man daran glauben, dass die Geräte eine Seele haben.

Auch ich muss gestehen, dass mir einige dieser beseelten Geräte bislang nicht bekannt waren. Wer von euch kennt das Apple Duo Dock, mit dem aus einem PowerBook Duo ein vollwertiger Desktop-Rechner wird oder weiß, dass Apple auch mal eigene Drucker gebaut hat?

Und überhaupt: Wenn sich heute jemand beschwert, dass sein MacBook zu schwer sei, dann hat dieser Nörgler wohl noch nie einen Macintosh Portable getragen. Der Einstiegspreis für Letzteren lag übrigens bei 6500 US-Dollar.

Bei der Erwähnung des Newton dürften Apple-Veteranen darauf verweisen, dass bei der Entwicklung des Geräts Steve Jobs seine Hände nicht im Spiel hatte. Tatsächlich präsentierte Apple den Newton 1993 – zu einer Zeit, als Jobs nicht bei Apple war. Dennoch mag ich auch dem Newton seine eigene Seele zugestehen.

Auch wenn man sich über die Schönheit von Macintosh Portable und Macintosh II noch streiten kann, spätestens beim Cube dürften auch Design-Liebhaber eingestehen, dass die Welt zuvor kaum einen schöneren Desktop-Rechner gesehen hat. Schon gut – die schmucken farbigen iMac-Modelle gab es früher.

Per Fotostrecke lade ich euch auf eine Reise ein und vielleicht entdeckt der ein oder andere von euch etwas Altbekanntes. Mein erster Mac-Kontakt war bei GRAVIS ein Mac mini mit Core Solo Prozessor. Wie sah euer erster Kontakt aus?

Wer sich für die Apple-Produkte und ihre Geschichte interessiert, der findet viele Informationen in der kostenlosen Anwendung Mactracker. Ein Blick lohnt sich sicher.

Was einem iPhone im Alltag so alles passieren kann, haben in “Aus dem Leben eines iPhone 4: Weggefährte, Sandsack und Technikcenter-Patient” nachlesen. Und wer wissen möchte, wie GRAVIS Techniker verletzte Macs und iPhones pflegen, der sollte sich die Gravity-Folge aus dem Technikcenter ansehen.

Bild: “Steve Jobs on the cover of April 1993 UnixWorld”, Bill Bradford. Some rights reserved. Flickr.

Eine Antwort auf Apple-Geschichte: Steve Jobs und die beseelten Apple-Produkte

  1. Anna sagt:

    Unglaublich, wie die ersten Computer damals aussahen. Damals hätte niemand für möglich gehalten, was ein PC heute kann. Wer weiß, was in Zukunft noch alles kommt! Eine informative und anschauliche Infografik über Apple und die Geschichte des Unternehmens haben wir hier zusammengestellt:
    http://www.nwzonline.de/index_aktuelles_spezial_infografik.php?grafik=steve-jobs

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