AirDrop: So funktioniert Apples Datenübertragung

Mit AirDrop klappt der Dateiaustausch zwischen iPhone, iPad und Mac fast magisch und ganz ohne Internet.

Um einem anderen Smartphone-Nutzer ein Bild, einen Kontakt oder eine Webseite zu schicken, kann man sich mit Nachrichten-Apps wie iMessage, Threema oder Signal behelfen. Allerdings ist dieser Übertragungsweg oft eingeschränkt, weil die Dateien zu groß oder die Internetverbindung zu langsam ist. Zudem geht der Versand auf Kosten eures Datenvolumens, wenn ihr nicht im WLAN unterwegs seid. Befindet ihr euch aber beide im gleichen Raum, gibt es mit AirDrop eine elegantere Lösung. Dabei werden Daten direkt zwischen Sender und Empfänger ausgetauscht. Das schont euer Datenvolumen, geht schneller und erlaubt auch den Versand großer Dateien wie Videos. Wie’s funktioniert? Um Kontakt mit dem jeweils anderen iPhone, iPad oder Mac aufzunehmen, verwendet iOS Bluetooth. Die Übertragung im Anschluss läuft dann allerdings über den deutlich leistungsfähigeren WLAN-Kanal.

AirDrop

Voraussetzungen für AirDrop

Um AirDrop von iOS zu iOS zu verwenden braucht ihr mindestens iOS 7. Das wird auf den folgenden Geräten und allen Nachfolgern unterstützt:

  • iPhone 4
  • iPod Touch der 5. Generation
  • iPad 2

Der drahtlose Dateiaustausch von Mac zu Mac benötigt OS X 10.7 „Lion“ oder neuer sowie mindestens einen der folgenden Rechner:

  • MacBook Pro von Ende 2008 (außer MacBook Pro (17″, Ende 2008))
  • MacBook Air von Ende 2010
  • MacBook von Ende 2008 (außer weißes MacBook (Ende 2008))
  • iMac von Anfang 2009
  • Mac mini von Mitte 2010
  • Mac Pro von Anfang 2009 mit AirPort Extreme-Karte oder Mitte 2010
  • iMac Pro

Der Dateiaustausch zwischen Macs und iOS-Geräten funktioniert auf Macs aus dem Jahr 2012 oder neuer (ausgenommen Mac Pro von Mitte 2012), sofern auf diesen OS X 10.10 „Yosemite“ oder neuer läuft.

AirDrop-Empfang einschalten

In der Grundeinstellung ist der Empfang von Dateien über AirDrop deaktiviert. Um diesen auf dem Mac einzuschalten öffnet ihr einfach den Finder und klickt links in der Seitenleiste auf AirDrop. Auf dem iPhone oder iPad öffnet ihr das Kontrollzentrum, tippt etwas länger oder mit einem Force Touch auf das Widget oben links und dann auf AirDrop.

Sowohl auf dem Mac als auch auf dem iPhone unterscheidet AirDrop beim Empfang zwischen Jedem und Kontakt. Dabei handelt es sich um ein Sicherheitsmerkmal. Bei der Einstellung Kontakte muss der Empfänger euch mit eurer Apple ID im Adressbuch hinterlegt haben, damit der Empfang funktioniert. Tipp: Schaltet AirDrop am besten nur bei Bedarf ein und stellt den Empfang auf Jeden ein. Dann klappt die Verbindung schneller.

Daten verschicken

AirDrop funktioniert über das Teilen-Menü, das ihr in vielen Anwendungen auf dem Mac oder unter iOS findet. Um AirDrop zu starten, müsst ihr lediglich das Teilen-Menü aufrufen und kurz warten. Im Finder auf dem Mac ist die AirDrop-Funktion auch im Rechtsklick-Menü hinterlegt. Erscheint der Empfänger nicht auf eurem Gerät, überprüft ob auf beiden Geräten WLAN und Bluetooth aktiviert sind. Auch ein geringerer Abstand kann helfen. AirDrop funktioniert bis etwa neun Meter. Außerdem darf der Persönliche Hotspot in den Einstellungen nicht aktiv sein.

AirDrop

Daten empfangen

Auf dem Mac erscheint, sobald euch jemand eine Datei schickt, oben rechts eine Mitteilung, mit der ihr die Datei entweder speichert oder diese mit dem jeweiligen Programm öffnet. Ein Bild öffnet ihr so beispielsweise direkt in der Fotos-App. Auf dem iPhone oder iPad öffnet sich die zugehörige App automatisch – Fotos für Bilder, Safari für eine Webadresse oder die Kontakte-App bei einer digitalen Visitenkarte. Erkennt iOS das Dateiformat nicht, speichert ihr die Datei in der Dateien-App.