Nocheinmalmehrkönner: Bessere Fotos, Action-Videos und schnelle Hilfe beim neuen iPhone 14 und iPhone 14 Pro

Passend zum neuen iOS 16 hat Apple neue iPhone-Modelle präsentiert. Der Fokus beim diesjährigen Line-up liegt auf dem Thema Sicherheit und verbesserten Kameras. Und beim iPhone 14 Pro gibt’s noch eine ganz besonders spannende Neuerung.

Vom etwas handlicheren 5,4-Zoll-Format (14 cm) scheint sich Apple langsam zu verabschieden. Das iPhone 13 mini und das iPhone SE sind zwar weiterhin erhältlich, beim neuen iPhone 14 verzichtet Cupertino hingegen auf eine kompakte Version. Dafür bekommt das Apple-Smartphone in die andere Richtung Zuwachs: Neben dem klassischen 6,1-Zoll-Format bietet Apple mit dem iPhone 14 Plus nun auch eine größere 6,7-Zoll-Variante an. Dank des größeren Displays und einem deutlichen Plus an Akkulaufzeit eignet sich das iPhone 14 Plus perfekt für Streaming, Spiele sowie Foto- und Videoaufnahmen.

Pastel statt Vollton: Die Saison 2022/2023 kommt gedeckt daher (Bild: Apple)

iPhone 14: Engine für bessere Bilder

Schaut man auf die technischen Details, scheint es auf den ersten Blick bei der Kameratechnik nur geringfügige Verbesserungen zu geben: Apple setzt weiterhin auf zwei 12-Megapixel-Kameras für Normal- und Ultraweitwinkelaufnahmen. Die etwas größere Blende (ƒ/1.5 statt ƒ/1.6) und größere Pixel im Bildsensor sorgen allerdings für mehr Licht auf dem Sensor und ermöglicht so bessere Aufnahmen bei Dunkelheit, beziehungsweise mehr Schärfe bei Bewegung. Doch nackten Zahlen täuschen.

Bessere Farben und Details: Mehr Licht auf dem Sensor macht’s möglich. (Bild: Apple)

Denn unter der Haube zeigt Apple einmal mehr seine größte Stärke: das perfekt abgestimmte Zusammenspiel aus Hard- und Software. Mit der Photonic Engine, einem neuen Modul im Chipsatz der neuen iPhone-Generation, analysiert und verbessert iOS in Sekundenbruchteilen eure Aufnahmen. Das sorgt nicht nur für mehr Details, feinere Texturen und kräftigere Farben, sondern verbessert Fotos bei schlechten Lichtverhältnissen merklich. Außerdem sind mehr Bildinformationen enthalten – wichtig für die Nachbearbeitung am Rechner.

Holt mehr raus: Die Photonic Engine bei schlechten Lichtverhältniisen. (Bild: Apple)

Zudem hält der neue Action-Modus für Videoaufnahmen Einzug. Dabei handelt es sich um eine Art digitalen Gimbal. Der Action-Modus sorgt für flüssigere Videos bei starker Bewegung – beispielsweise beim Laufen oder im Auto auf Kopfsteinpflaster. Der Clou: der aufgezeichnete Bereich ist größer als das angezeigte Video. Durch den Puffer am Rand kann iOS das Motiv mittig halten. Bewegungen werden also softwareseitig kompensiert. Im Resultat wirken Videos deutlich professioneller.

Filmen wie ein Profi: Der Action-Modus lässt Videos ruhiger und flüssiger wirken. (Bild: Apple)

Unfallerkennung und Satelliten-Notruf

Zu den weiteren Neuerungen im Innenleben der neuen iPhone-Modelle zählen ein verbesserter Beschleunigungs- und Gyrosensor, der g-Kräfte bis zu 256g erfasst. Kombiniert mit weiteren Daten wie Druck, Geräuschen und Tempoänderungen sind die neuen iPhones in der Lage, schwere Autounfälle zu erkennen. Eine automatische Notruffunktion alarmiert – sofern ihr den Notruf nicht abbrecht – automatisch die Einsatzkräfte. Das funktioniert auch mit der Apple Watch.

Für Abenteuer abseits der Straße in Gegenden ohne Mobilfunkempfang bieten die neuen iPhones ein weiteres praktisches Sicherheitsfeature: Notruf SOS über Satellit. Der „Ruf“ erfolgt hier aber nicht per Anruf, sondern als Nachricht. Und da bei einem Notfall jede Sekunde zählt, stellt das iPhone ein paar Fragen, um die Situation einzuschätzen. Die Antworten wählt ihr – ohne viel Tippen – per Multiple Choice. Dann zeigt iOS eine Animation, mit der ihr das iPhone in Richtung des aktuell vorbeifliegenden Satelliten richtet. Anschließend übermittelt Apple eure Antworten sowie die aktuelle GPS-Position an die lokalen Einsatzkräfte. Notruf SOS über Satellit gibt’s vorerst nur in den USA und in Kanada. In den ersten zwei Jahren ist der Service kostenlos, Angaben zu den Folgekosten macht Apple bisher nicht.

Schnelle Hilfe: Automatische Unfallerkennung und Satelliten-Notruf-Funktion (Bild: Apple/Montage)

Nur fürs iPhone 14 Pro und iPhone 14 Pro Max

Das Display mit ProMotion-Technologie, das noch flüssigere Animationen zeigt, war schon beim iPhone 13 nur den „Pro“-Modellen vorbehalten. Dabei stellt das OLED-Display Inhalte mit bis zu 120 Bilder pro Sekunde an. Diese Exklusivität behält Apple auch beim iPhone 14 Pro bei. Zum Extrem nach oben gibt’s in diesem Jahr auch ein Extrem nach unten: Verschiedene energiesparende Technologien, darunter eine Bildwiederholrate von 1 Hertz sorgen dafür, dass wichtige Informationen wie Zeit, Widgets oder Mitteilungen immer sichtbar sind – auch im Standby-Modus. Gleichzeitig leuchtet das Display im Freien mit einer Spitzenhelligkeit von bis zu 2.000 Nits. Im Vergleich zum iPhone 13 Pro entspricht das fast einer Verdopplung.

Always-On: Das Display zeigt zeigt alle wichtigen Informationen rund um die Uhr. (Video: Apple)

iPhone 14 Pro: Kamera der nächsten Generation

Der Zusatz „Pro“ trifft beim iPhone 14 Pro vor allem auf die Hauptkamera zu. Statt bisher 12 Megapixel verfügen die neuen iPhones über satte 48 Megapixel. Für Fotoaufnahmen kombiniert der Sensor je vier Pixel zu einem großen Quadpixel. Die Auflösung liegt dadurch zwar wieder bei „nur“ 12 Megapixel, dafür sind deutlich mehr Details auch bei wenig Licht möglich. Außerdem ermöglicht der riesige Sensor eine noch bessere Bildstabilisierung bei Videos – in Kombination mit dem Action-Modus eine potente Kombination für 4K-HDR-Videos in Profiqualität! Wie beim iPhone 14 sorgt die Photonic Engine im Hintergrund zusätzlich für enorme Verbesserungen der Bilder.

Näher dran: Der 48-Megapixel-Sensor ermöglicht einen starken Zoom. (Bild: Apple/Montage)

One more thing: Dynamic Island

Anders als beim iPhone 14 klebt der „Notch“ – jene Fläche die Kamera, Lautsprecher, FaceID und Lidar-Sensor enthält – nicht mehr am oberen Rand des Displays, sondern schwebt frei im sogenannten Pillen-Design auf dem Display. Das gibt’s zwar auch schon bei anderen Herstellern, Apple nutzt das neue Design jedoch auf eine ganz besonders clevere Art und Weise. Wichtige Hinweise, Mitteilungen, Aktivitäten und mehr erscheinen als „Dynamic Island“ aus dem Notch heraus. So bleiben beispielsweise laufende Hintergrundaktivitäten wie die Kartennavigation oder Anrufe als Pop-up sichtbar, nehmen aber weniger Platz in Beschlag als bisher. Durch Tippen und Halten erhaltet ihr Zugriff auf weitere Steuerelemente.

Willkommen auf Dynamic Island! Das clevere Design hält wichtige Informationen im Sichtfeld. (Bild: Apple)

Preise und Verfügbarkeit

Das iPhone 14 gibt's in den Farben Mitternacht, Blau, Polarstern, Violett und PRODUCT(RED) – oder einfacher gesagt Schwarz, Hellblau, Silber, Pastel-Lila und Rot. Die Preise liegen zwischen 999 Euro für das iPhone 14 mit 128 Gigabyte Speciher und 1.539 Euro für das iPhone 14 Plus mit 512 Gigabyte. Das iPhone 14 Pro und iPhone 14 Pro liefert Apple in den Farben Dunkellila, Silber, Gold und (Space) Schwarz zwischen 1.299 Euro für das iPhone 14 Pro mit 128 Gigabyte und 2.099 für das iPhone 14 Pro Max mit 1 Terabyte Speicher. Die Vorbestellung aller Modelle ist ab dem 9. September möglich, die Auslieferung erfolgt eine Woche später ab dem 16. September.

iOS 16 erscheint am 12. September

Wer dieses Jahr seinem bestehenden iPhone treu bleibt, kann sich ab dem 12. September auch über viele neue Funktionen freuen. Dann nämlich erscheint iOS 16 für das iPhone SE der 2. Generation, iPhone 8 und neuere Geräte. Wichtigste Neuerung ist der komplett überarbeitete Sperrbildschirm, den ihr nicht nur mit 3D-Effekten, anderen Schriften, Farben und verschiedenen Fotos und Stilen anpasst, sondern auch mit Widgets nach eurem Geschmack personalisiert. Welche genialen Neuerungen iOS 16 noch enthält, erfahrt ihr hier.

Étienne

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