Webseiten sind für viele Menschen die erste Anlaufstelle, wenn es um Nachrichten, Rezepte, Ratgeber und mehr geht. Mit ein paar Tricks können diese Seiten aber ohne den Einsatz eines Werbeblockers werbefrei angesehen werden.

Wer einen Werbeblocker verwendet, bekommt meist den Hinweis angezeigt, diesen bitte zu deaktivieren oder eine Ausnahme hinzuzufügen. Der Grund: Nur wenn die Anzeige nicht blockiert und tatsächlich vom Browser geladen wird, zählt dieser Aufruf in die Statistik des Anbieters. Je besser die Statistik, desto höher die Einnahmen durch Werbung – in der Regel ein fairer Deal, da die Webseite an sich ja kostenlos ist. Safari auf dem iPhone und iPad sowie auf dem Mac enthalten zum Glück eine weitere Möglichkeit, Artikel ohne nervige Werbung zu lesen, während die Webseite gleichzeitig den Werbe-Klick zählt: Die Reader-Ansicht.

 

Einfach nur lesen

Die Leseansicht entfernt nicht Werbung, sondern formatiert auch den Text grundlegend neu. So könnt ihr ihn ungestört ohne Sprünge in den Absätzen, Werbung oder andere ablenkende Elemente sehen und lesen. Die Reader-Ansicht aktiviert ihr über das kleine Symbol mit den dreieinhalb Zeilen ganz links in der Adresszeile. Ganz rechts erscheint im Lesemodus ein AA. Damit gelangt ihr in die Layout-Optionen, von denen es einige gibt. Ein dunkler Hintergrund ist zum Beispiel praktisch, wenn ihr Artikel im Dunkeln lest. Je nach Geschmack ändert ihr hier außerdem die Schrift.

 

Tipp: Für ein einheitliches Bild wählt ihr am besten San Francisco. In dieser Schrift präsentiert auch iOS Inhalte wie Nachrichten, E-Mails und mehr.

 

Der Lese-Modus hat aber auch Nachteile. Zum einen funktioniert dieser nicht auf jeder Webseite und nicht bei jedem Artikel. Zum anderen übergeht der Reader-Modus manche Elemente wie interaktive Grafiken oder Bildergalerien. Beides sind aber Ausnahmen.

 

 

Besonders praktisch ist die automatische Reader-Ansicht. Ist diese aktiviert, ruft Safari alle Artikel auf einer bestimmten Webseite automatisch im Reader-Modus auf. Diese aktiviert ihr auf dem iPhone oder iPad, indem ihr das Lesemodus-Symbol gedrückt haltet. Wählt hier, ob sich dieser automatisch für alle Artikel der aufgerufenen Webseite oder grundsätzlich für alle Webseiten-Artikel aktivieren soll. Safari auf dem Mac blendet die Option nur für die aktuelle Webseite ein. Die Einstellung für alle Seiten nehmt ihr in den Einstellungen im Reiter Websites unten rechts vor. Übrigens: Auch Firefox verfügt über einen Reader-Modus. Das Symbol seht ihr ganz rechts in der Adresszeile auf dem Mac und unter iOS.

 

Tipp: Wollt ihr Artikel als PDF speichern oder drucken, lohnt sich dafür ebenfalls der Reader-Modus. Auf dem Mac klickt ihr einfach auf Safari und Drucken. Unten links im Auswahlmenü klickt ihr auf Als PDF sichern oder druckt den Artikel direkt aus. Auf dem iPhone findet ihr Drucken und PDF erstellen im Teilen-Menü in der unteren Reihe.

 

Spannende Artikel in Apps sammeln

Beim Durchforsten von Twitter, Facebook, Wikipedia und mehr stoßen wir manchmal auf spannende Links, für die aber im Moment keine Zeit ist. Die Lösung: Speichern, um die Inhalte später zu lesen. Besser als ein herkömmliches Lesezeichen ist dabei die Leseliste. Die Funktion Zur Leseliste hinzufügen findet ihr nach einem Klick auf die Teilen-Taste in Safari auf dem Mac oder unter iOS. Artikel in der Leseliste verschwinden aus dieser wieder nach dem Lesen. Außerdem speichert Safari die Artikel offline – praktisch für die nächste Bahnfahrt, wenn ihr mal wieder kein Internet habt. Ist die Verbindung nur schlecht und lädt der Link deshalb nicht, aktiviert ihr einfach kurz den Flugzeugmodus und ruft den Artikel anschließend offline in der Leseliste auf. Danach deaktiviert ihr den Flugzeugmodus wieder.

 

 

Verwendet ihr mehrere Apple-Geräte, aktiviert unbedingt in den iCloud-Einstellungen Safari. Dadurch synchronisiert der Browser eure geöffneten und gespeicherten Artikel über alle Geräte. So fügt ihr beispielsweise einen spannenden Link am Mac zur Leseliste hinzu und genießt diesen später entspannt in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit am iPhone oder iPad.

 

Eine tolle Alternative zum Safari-Lesemodus ist die kostenlose App Pocket. Dort hinterlegte Artikel stehen ebenfalls offline zum Abruf bereit und werden in einer fürs Lesen optimierten Darstellung angezeigt. Vor allem aber verfügt Pocket über einen Vorlese-Modus: Tippt einfach in einem Artikel unten rechts auf die drei Punkte und wählt Audio (TTS).