Bewegungs-Tracker im Test: Misfit Shine

Misfit Shine_HandKürzlich haben wir für euch das Jawbone UP und das Fitbit Flex getestet. Jetzt haben wir zwei Wochen lang einen neuen Bewegungs-Tracker getragen: das elegante Misfit Shine. Es hat uns überallhin begleitet. Sogar zum Schwimmen. Und es hat sich wacker geschlagen.

 

 

Das Misfit Shine ist eine kleine Aluminium-Scheibe. Es misst etwa 2,7 cm im Durchmesser und ist federleicht. Dazu werden ein Armband aus schwarzem gummierten Kunststoff und eine kleine Magnet-Spange aus demselben Material geliefert. Mit diesen beiden Hilfsmitteln lässt sich das Shine am Hand- oder Fußgelenk, am Gürtel oder am T-Shirt-Kragen tragen. Oder an der Badehose. Denn dieser Fitness-Tracker ist wasserdicht bis zu einer Tiefe von 50 Metern! Nachdem wir kürzlich das Jawbone UP und das Fitbit Flex getestet haben, interessierte uns sehr, wie sich der neueste Vertreter der Lifestyle-Armband-Spezies sich im Test schlägt.

 

Misfit Shine_ausgepackt

 

Der kleine Tracker wird weder täglich noch wöchentlich geladen. Er bezieht seine Energie aus einer Batterie, die ihr laut Hersteller etwa alle vier Monate wechselt. Er überträgt seine Daten per Bluetooth 4.0 an euer iPhone, iPad oder euren iPod touch. Das geschieht richtig schnell. Ein Web-Interface gibt es bisher nicht, daher seid ihr wirklich auf die App angewiesen, um eure Bewegungsdaten zu speichern und auszuwerten. Zu diesen Daten gehören: Schritte, zurückgelegte Strecken, verbrannte Kalorien, Aktivitätszeitraum, geschlafene Stunden und Schlafqualität. Diese Werte könnt ihr pro Tag oder im Wochenvergleich anschauen. Die App belohnt euch außerdem mit verschiedenen Badges.

Misfit Shine_Hand-VergleichAuch die Uhrzeit kann der Shine anzeigen: 12 LEDs sind Ziffernblatt-artig in der kleinen Scheibe angebracht So zeigt euch der Tracker die aktuelle Uhrzeit bis auf fünf Minuten genau an. Und im Laufe unseres Tests haben wir festgestellt: Auf Sekundenzeiger kann man eigentlich verzichten. Die grobe Anzeige des Misfit Shine gibt dem Träger ein Gefühl von „Easy Going“!

Damit das Shine eure Bewegungen besser einschätzen kann, könnt ihr ihm mitteilen, welche Aktivität ihr gerade betreibt. Diese Funktion befindet sich noch in der Beta-PhaseZur Auswahl stehen Radfahren, Schwimmen, Tennis, Basketball und Fußball. Und Schlafen. Für alle anderen Sportarten nutzt ihr einfach die Grundeinstellung.

 

 

App

Die App Shine ist schön übersichtlich und ihre Auswertungen sind nicht besonders komplex und tiefgehend. Das macht sie zu einer sehr guten App für Menschen, die eigentlich gar keine Zeit haben, sich durch aufwändige Analysen wie die des Jawbone UP zu klicken. Shine bietet einen Überblick über Punkte, Schritte, verbrauchte Kalorien und zurückgelegte Kilometer im Tages- und im Wochenvergleich. Dazu zeigt euch die App eure Schlafdauer und Schlafqualität an. Personalisieren lässt sie sich mit ein paar persönlichen Angaben und der individuellen Zielsetzung, wie viele Punkte man pro Tag erreichen will.

 

Misfit Shine App

 

Die App ist nicht perfekt für Deutschland lokalisiert. Es gibt noch einige Stellen, an denen sich die App ziemlich holprig ausdrückt. Zudem gibt es kein Web-Interface, sondern wirklich nur die App. Man kann also keine Auswertungen vom Rechner aus online einsehen. Ebenso gibt es bisher keine Möglichkeit, sich mit anderen Nutzern zu vernetzen und zu vergleichen.

 

 

 

 

Misfit Shine_amFußBesser Tracken

Das Shine zählt nicht nur Schritte. Mit seinem 3-Achsen-Accelerometer kann es verschiedene Bewegungsabläufe wie Laufen, Radfahren, Schwimmen und Tennis tracken. Laufen, Schwimmen und Radfahren haben wir getestet. Die Ergebnisse klingen plausibel, wenn man den Shine an den sich jeweils bewegenden Körperteilen trägt. Beim Radfahren maß der Tracker in unserem Test ein bisschen weniger als Google Maps. Beim Schwimmen mit dem Shine am Handgelenk waren wir mit dem Ergebnis zufrieden.

 

 

Kein Kalorienzählen

Das Misfit Shine bietet keine Möglichkeit, eingenommene Kalorien festzuhalten oder mit dem Kalorienverbrauch abzugleichen. Da diese Funktion aber auch bei anderen Trackern oft den wunden Punkt darstellt, weil die Eingabe recht aufwändig ist, werten wir dies nicht als Mangel. Das Shine hat sich auf Bewegung spezialisiert, nicht auf eine Rundum-Dokumentation unseres Lebens.

 

 

Misfit Shine App_SchlafSchlafen

Für diesen Test haben wir immer fleißig unseren Schlaf getrackt. Dazu haben wir die Möglichkeit genutzt, Schlafen als Aktivität zu hinterlegen, die durch dreimaliges Tippen auf das Shine gestartet und beendet wird. An das abendliche und morgendliche Tippen hat man sich schnell gewöhnt. Und die Ergebnisse, die sich in der App ablesen lassen, sind zugleich übersichtlich und aussagekräftig. Leichter und tiefer Schlaf werden als Balken dargestellt. Zusätzlich gibt die App unsere gesamte Schlafdauer in zwei- bis dreistündige Schlafzyklen ein. Das haben uns das Jawbone UP und das FitBit Flex so nicht aufgeschlüsselt.

 

 

Fazit

Negativ ist uns aufgefallen: Es gibt kein Web-Interface und keine Interaktion mit anderen Nutzern des Shine. Zudem ist das Shine sehr schwer zu öffnen, beim Batterie-Tausch muss man vorsichtig vorgehen, um mit dem mitgelieferten Werkzeug keine Katzer in den kleinen Alu-Diskus zu machen.

Auf der Pro-Seite des Misfit Shine vermerken wir: Es  sieht richtig gut aus. Das matte Alu mit seinen polierten Kanten, das LED-Ziffernblatt, selbst das Armband und die Magnet-Spange – alle Komponenten sind zugleich sportlich und elegant, passen an den Mann wie an die Frau. Die Uhr-Funktion ist aber nicht nur hübsch, sondern auch praktisch.

Misfit Shine_Maus-VergleichDas Shine ist robust: In unseren Testwochen ist es gegen diverse Türrahmen gestoßen (das Schicksal jedes am Handgelenk getragenen Schmuckstücks…) und hat dabei nicht den geringsten Schaden genommen. Überhaupt hat es keine Kratzer abgesehen von den kleinen, auf der Rückseite versteckten, die beim Einsetzen der Batterie entstanden sind.

Es sitzt fest im Armband, und das Armband hält fest und bequem am Hand- und Fußgelenk. Die Magnet-Spange ist stark genug, um das Shine zuverlässig am Platz zu halten, wenn man sich entscheidet, es einfach an den Hosenbund oder den Kragen zu clippen.

Insgesamt ist das Misfit Shine eine klare Empfehlung. In Aussehen und Funktionalität gefällt es uns besser als seine Branchenkollegen UP und Flex. Und zwar gerade deshalb, weil es so minimalistisch ist und sich auf wenige Punkte konzentriert. Es ist keine lange Anleitung nötig und man erhält ganz schnell per LED-Anzeige und App alle Informationen, die das Shine zu geben bereit ist.

 

 

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Kommentare (7)

    Jörg

    Ich habe das Shine seit 4 Wochen und bin absolut begeistert. Das öffnen fand ich gar nicht so schwer wie im Bericht dargestellt. Habe keinerlei Kratzer hinterlassen. Es ist zuverlässig, chick und absolut einfach zu bedienen. Deshalb finde ich es den besten Bewegungstracker der aktuell zu finden ist.

      Katrin

      Hallo Jörg,

      danke für deine Meinung zum Shine! Vielleicht haben wir uns hier mit dem Öffnen einfach ein bisschen blöd angestellt. 🙂 Wenn diese Hürde überwunden ist, dann ist der Tracker wirklich toll.

      Viele Grüße
      Katrin

    Thomas

    Habt ihr getestet, ob der Tracker tatsächlich wasserdicht ist? Bin bei solchen Angaben immer etwas skeptisch ^^

      Leonie

      Hi Thomas,

      ja der Tracker hat den Schwimmausflug tatsächlich schadlos überstanden! 😉

      Viele Grüße
      Leonie

    Barbara

    Danke für euren Test!

    Ich möchte jedoch auf folgendes hinweisen: Der Misfit ist auf keinen Fall wasserdicht bis 50 m – so wie ihr es in eurem Beitrag schreibt. „Zitat: Denn dieser Fitness-Tracker ist wasserdicht bis zu einer Tiefe von 50 Metern!“

    Ich zitiere einfach mal was ich so im Web gefunden habe:

    5 ATM (bzw. 50 m) water resistant: tauglich für „normales Schwimmen“, nicht aber für Tauchgänge, dafür ist eine 5 ATM-Armbanduhr grundsätzlich qualifiziert für alle Oberflächen-Wassersportarten: Wasserski, Segeln, Surfen,

    Misfit selbst gibt dazu folgenden Hinweis seiner Bedienungsanleitung:

    Shine is water resistant up to 5atm (50 meters, 165 feet). Suitable for dishwashing, splashing and swimming in shallow waters, not snorkeling or diving. To maintain water resistance: – Install the back cover correctly – Do not tamper with the back cover when it is still submerged in liquid – Avoid prolonged exposure to salt water or other chemicals, e.g. detergent, chlorine – Avoid moving Shine in and out of contrasting extreme atmospheres; saunas, steam rooms, hot tubs and hot showers could distort the sealing gasket – Avoid opening the back cover unnecessarily – When opening the back cover to replace the battery, avoid touching the gasket – Never leave Shine open for more than a few hours; a dry gasket will cause the seal to fail

    Also man kann sicher damit in flachem Wasser schwimmen und auch Geschirr spülen 🙂 Aber vom Tauchen – vor allem nicht 50 m tief – wird explizit abgeraten.

    Angelika Schnell

    Hallo,
    Seit 14 Tagen trage ich das Misfit Shine am Handgelenk, besonders um mein tägliches Schwimmen aufzuzeichnen . Aber irgendwas läuft falsch. Auch wenn ich zeitlich genau die Schwimmzeit speichere, zählt die App das Schwimmen nicht als Schwimmen, sondern als leichtes Gehen. Was mache ich falsch ?
    Viele Grüße
    Angelika

    marion

    das ist shade gluabe ich.