Nach einer Woche Produktfeuerwerk schloss die Unterhaltungsmesse CES in Las Vegas am Freitag, den 12. Januar, ihre Pforten. Während einige Gadgets vermutlich nie über ihren Status als Prototyp hinauskommen, sind andere Accessoires schon bald erhältlich – auch bei Gravis.

Surround-Licht mit Philips Hue

Philips gehört mit seinen Hue-Leuchtmitteln und -Lampen zu den Smart-Home-Pionieren. Die CES nutzten die Niederländer als Bühne, um neue Lampen für den Außenbereich anzukündigen. Details blieb Philips aber bisher schuldig.

 

Anders bei der größten Neuerung, die außerdem zum Nulltarif kommt: Hue Entertainment und Hue Sync. Mit Hue Entertainment, das schon jetzt in der aktuellen Version der Hue-App integriert ist, ermöglicht Philips seinen Partnern die Ansteuerung der Lampen mit besonders kurzer Verzögerungszeit. Erster Partner ist der Computerzubehörhersteller Razer, der euer Hue-System zu einem Teil eures Lieblingsspiels macht.

 

Über Computerspiele hinaus soll das für den Frühling versprochene Hue Sync gehen. Die Anwendung für Windows und macOS macht aus Hue-Lampen eine Art Ambilight und wählt die Farbe eurer Hue-Lampen passend zum Bildschirminhalt. Bei einer Explosion in einem Film geht so auch euer Wohnzimmer (optisch) in Flammen auf. Außerdem hat Philips seine Hue-App komplett überarbeitet. Die Version 3.0 verspricht uns Philips ebenfalls für den Frühling als kostenloses Update. Gut zu wissen: Alle Software-Neuerungen sind mit bestehenden Hue-Lampen kompatibel. Lediglich bei der Bridge benötigt ihr mindestens die zweite oder dritte Generation.

 

 

Smart Home auf Knopfdruck: Elgato Eve Button

Mit Avea und Eve ist Elgato im Smart Home schon jetzt eine gute Ergänzung zu Philips Hue. Da beide Systeme auf das Apple-Protokoll HomeKit setzen, sind diese sogar untereinander kompatibel. So könnt ihr zum Beispiel Szenen wie „Fernsehabend“ erstellen, bei dem das Licht gedimmt und die Heizung auf eine angenehme Temperatur gestellt wird. Damit ihr aber nicht immer euer iPhone zücken müsst, hat Elgato auf der CES eine praktische Alternative präsentiert: Den Eve Button. Der etwa Streichholzschachtel große Schalter wird ebenfalls in HomeKit eingebunden und kann entsprechend programmiert werden, beispielsweise mit der genannten Szene oder aber als einfacher Schalter, um im Bett das Licht bequem aus- und einzuschalten.

 

 

Nanoleaf: Quadratisch, praktisch, gut

Bleiben wir noch kurz beim Licht: Das modulare System Nanoleaf Aurora bekommt ihr jetzt schon in unseren Stores. Auf der CES hat der Hersteller ein ziemlich cooles Zubehör-Produkt vorgestellt: Die Nanoleaf Remote. Um eine vorher definierte Lichtstimmung zu aktivieren, dreht ihr den Dodekaeder einfach auf eine bestimmte Fläche. Auch neue Leuchten gab es in Las Vegas zu sehen. Die bisher dreieckigen Paneele ergänzen künftige quadratische Versionen. Neben der Form ist neu, dass die neuen Module berührungs- und bewegungsempfindlich sind.

 

 

Kabellose Freiheit: Jabra Elite

Der Kopfhörer-Spezialist Jabra hat mit seinem Elite 65t einen Trend der diesjährigen CES aufgegriffen: Alexa. Per Knopfdruck stellt ihr der Amazon-Assistentin Fragen oder bestellt schnell und einfach im Shop des Online-Riesen. Über die App können Eigentümer auch alternativ und je nach verwendetem Gerät Google Now oder Siri auswählen. Die Bluetooth-5.0-fähigen Kopfhörer sind nach IP55 gegen Wasser und Staub zertifiziert, verzichten aber im Vergleich zum Elite Sport auf die integrierte Herzfrequenzmessung. Dafür ist das Elite 65t mit 169,90 Euro etwas günstiger als die Sport-Version.

 

 

Daten ohne Kabel: My Passport Wireless SSD

Ebenfalls drahtlos, jedoch einem komplett anderen Zweck dient das neue drahtlose Laufwerk von Western Digital. Wobei „Laufwerk“ nicht der richtige Begriff ist, da das Gerät eine SSD ohne bewegliche Teile enthält. In Kombination mit dem Gummiüberzug sind eure Daten so besonders gut gegen Stöße geschützt und gleichzeitig dank USB 3.0 schnell verfügbar. Unterwegs könnt ihr die Daten aber auch per WLAN auslesen und schreiben. Das ist zwar etwas langsamer als über USB, da das Laufwerk aber nach dem 802.11ac-WLAN-Standard funkt, schnell genug um zum Beispiel 4K-Filme zu streamen. Ist eure Quelle eine Digitalkamera oder eine Drohne, speichert ihr die Daten unterwegs direkt über einen SD-Kartenleser.

 

 

Gemeinsame Arbeit: Seagate DJI Copilot BOSS

Der Festplatten-Hersteller und der Drohnen-Spezialist DJI haben für die Copilot BOSS ihr Wissen geteilt. Die Backup-Festplatte, die ihr per USB-C am Rechner anschließt, enthält nicht nur einen SD-Kartenslot, um Drohnenvideos unterwegs zu sichern, sondern auch einen Akku zum Wiederaufladen der Drohnenbatterie. Über eine zugehörige App könnt ihr bis zu zwei Terabyte Daten verwalten – umgerechnet 65 Stunden 4K-Videos oder mehr als 20.000 RAW-Bilder.