Cloud, drahtlos oder Kabel: Bilder vom iPhone auf Tablet und Computer kopieren

 Das iPhone macht die Bilder, auf dem Rechner werden sie nachbearbeitet. Wie aber kopiert man die Fotos?

Kompaktkameras wurden inzwischen von Smartphones abgelöst. Selbst manch ein professioneller Fotograf zieht das leicht zu handhabende iPhone der großen DSLR vor. Auch die Nachbearbeitung ist am iPhone mit wenigen Handgriffen erledigt: Lichtkorrektur, Farbanpassungen und – ein iPhone Xs oder Xr vorausgesetzt – sogar die nachträgliche Korrektur der Schärfentiefe. Für kompliziertere Überarbeitungen lohnen sich jedoch Mac- oder PC-Anwendungen wie Affinity Photo oder Adobe Photoshop.

Ab in die Cloud

Die einfachste Möglichkeit für den Datenaustausch zwischen den Geräten bietet die Cloud. Wer nur Apple-Geräte im Einsatz hat, kann iCloud und die zugehörige iCloud-Fotomediathek verwenden. Diese aktiviert ihr auf dem iPhone und iPad in den Einstellungen unter Fotos mit der Option iCloud-Fotos. Auf dem Mac findet ihr die Option in den Fotos-Einstellungen im Reiter iCloud. Ein mit dem iPhone oder iPad geschossenes Bild taucht dadurch innerhalb weniger Sekunden auf allen anderen verknüpften iPhones, iPads und Macs auf. iCloud ist bis zu fünf Gigabyte Datenvolumen kostenlos. Wer mehr Speicherplatz benötigt, zahlt für den Online-Speicher 99 Cent für 50 Gigabyte, 2,99 Euro für 200 Gigabyte oder 9,99 Euro für zwei Terabyte. Keine Sorge: Sobald ihr an ein Limit stoßt, informiert euch euer Mac, iPhone oder iPad und führt euch zum Menü für das Speicher-Upgrade. Ein Spartipp ist die seit iOS 12 verfügbare Möglichkeit, iCloud-Speicher innerhalb der Familienfreigabe mit anderen Familienmitgliedern zu teilen.

Wenn euch die automatische Verwaltung von Apples Fotos-App nicht gefällt, könnt ihr eure Bilder auch manuell über das iCloud-Drive kopieren. Markiert dazu einfach die entsprechenden Fotos, tippt auf die Teilen-Taste, wählt in der unteren Reihe In Dateien sichern und sucht euch einen geeigneten Speicherort. Legt im Zweifel vorher in der Dateien-App auf oberster Ebene einen Fotos-Ordner an. Eure Bilder synchronisieren sich jetzt in die Dateien-App auf anderen iOS-Geräten, in iCloud Drive Ordner am Mac oder in iCloud Drive im Browser unter icloud.com.

Die iCloud-Drive-App gibt es zwar auch für Windows, jedoch nicht für Android. Habt ihr ein Android-Smartphone oder -Tablet im Einsatz, lohnt sich deshalb eine iCloud-Alternative. Die meisten Anbieter unterstützen genau wie iCloud den automatischen Upload eurer Bilder. Für Sparfüchse lohnt sich vor allem Google Fotos, das 15 Gigabyte kostenlosen Online-Speicher sowie eine smarte Foto-Verwaltung bietet. Verwendet ihr Office 365, ist 1 Terabyte in OneDrive inklusive. Amazon bietet Prime-Kunden sogar unbegrenzten Speicherplatz. Wer Wert auf Datenschutz nach deutschem Recht legt, sollte einen Blick auf Cewe myphotos oder die mobilcom-debitel Cloud werfen.

Einfach drahtlos

Wer generell keine Cloud-Lösung einsetzen möchte, muss seine Bilder manuell kopieren. Auch das klappt drahtlos zwischen Apple-Geräten. Die Lösung dazu nennt sich AirDrop. Für diesen Dienst muss auf dem iPhone mindestens iOS 7 installiert sein und euer Mac muss – mit Ausnahme des Mac Pro von Mitte 2012 – von 2012 oder neuer und mit mindestens OS X 10.11 „Yosemite“ bestückt sein. Um per AirDrop Fotos vom iPhone auf den Mac zu laden, öffnet ihr auf dem Mac den Finder, wählt dort das Menü Gehe zu und öffnet dort AirDrop. Stellt nun im sich öffnenden Fenster unten links Ich bin sichtbar für Jeden ein. Markiert auf dem iPhone eure Bilder, tippt auf die Teilen-Taste und wartet kurz, bis euer Mac ganz oben im Teilen-Menü erscheint. Tippt das Symbol an, um die Übertragung in den Download-Ordner zu starten. Nach der Übertragung der Bilder findet ihr diese auf dem Mac in eurem Download-Ordner. Auf dem iPad aktiviert ihr AirDrop für den Empfang im Kontrollzentrum. Drückt etwas länger auf das WLAN-Symbol, dann auf AirDrop und setzt die Einstellung auf Jeder. Geht auf dem iPhone wieder den Weg über das Teilen-Menü. Auf dem iPad landen Bilder direkt in der Fotos-App.

Verkabelt

Wer die drahtlose Variante überhaupt nicht nutzen möchte, kann bei allen Apple-Geräten für die Datenübertragung auch den Weg über das gute, alte Kabel nehmen. Für den Fototransfer auf den Mac entsperrt ihr euer iPhone, verbindet es per Kabel mit dem Rechner und folgt den Hinweisen auf dem iPhone-Bildschirm, um die Verbindung freizugeben. Öffnet in den Programmen Digitale Bilder. Nach kurzer Wartezeit seht ihr eine chronologische Liste eurer Bilder, die ihr entweder komplett oder selektiv importiert. An einem Windows-Rechner kopiert ihr die Bilder entweder manuell im Dateiexplorer aus dem DCIM-Ordner oder ihr verwendet die Anwendung Microsoft Fotos.