Das erwartet Technik-Fans im neuen Jahr

Das Apple-Highlight steht mit der WWDC im Juni bevor. Auf welche Technik-Trends können wir uns noch freuen?

Der Auftakt ins neue Jahr beginnt mit der Consumer Electronics Show, kurz CES vom 8. bis 11 Januar 2019: Neue Grafikkarten (dank eGPUs auch für Mac-User!), noch größere 8K-Fernseher mit höherer Auflösung und Sprachsteuerung sowie künstliche Intelligenz für Bild- und Tonoptimierung werden dort präsentiert. Außerdem zeigen alte und neue Autobauer, wohin die (elektrisch-autonome) Reise in den nächsten Jahren geht. Auf welche Neuerungen können sich Technikfans noch freuen?

Bessere Banking-Apps

Seit Anfang 2018 gilt die europäische PSD2-Richtlinie auch in Deutschland. Diese schreibt Banken vor, Drittanbietern Zugriff auf Konten und Daten ihrer Kunden zu ermöglichen. Schon jetzt helfen Apps wie Zuper, Bonify, Numbrs oder Outbank bei der Verwaltung eures Guthabens. Diese Apps werden sich stark weiterentwickeln und eure Finanzverwaltung noch smarter machen. Vor allem künstliche Intelligenz wird dabei eine Rolle spielen.

Mehr Apple Pay!

Zu den bestehenden Apple-Pay-Partnern gesellen sich in diesem Jahr mindestens neun weitere hinzu: Consors, Crosscard, DKB, Fleetmoney, ING-DiBa, Revolut, Sodexo und Viabuy listet Apple bereits auf seiner Webseite auf. Mit der steigenden Beliebtheit der Kartenzahlung, dürften auch die Anzahl der Akzeptanzstellen im laufenden Jahr steigen. Die Deutsche Bahn hatte erst im Dezember Paydirekt in den Buchungsprozess integriert, bei Apple Pay befinde man sich noch in der Prüfung. Und noch eine Neuerung in Sachen Apple Pay: Dass sich die Option für Apple Pay Cash schon jetzt auf vielen europäischen iPhones zeigt, könnte ein erstes Zeichen für den bevorstehenden Start in diesem Jahr sein.

Die Cloud wird wichtiger

iPhone- und Mac-User profitieren schon jetzt von Apples Clouddienst iCloud, vor allem durch Dienste wie automatische Backups, Passwort-Synchronisierung, Datenspeicher und intelligente Fotoverwaltung. Auch in diesem Jahr werden die Clouddienste weiter wachsen. Eine spannende Entwicklung zeigt zum Beispiel Microsoft mit xCloud: „Unsere Vision für die Evolution des Gaming ist vergleichbar mit der von Musik und Filmen – Unterhaltung sollte auf Abruf verfügbar und von jedem Bildschirm aus zugänglich sein“, schreibt Microsofts Spiele-Chef Kareem Choudhry auf dem offiziellen Microsoft-Blog. Gemeint ist damit, dass die Spielekonsole künftig nicht mehr im Wohnzimmer, sondern im Rechenzentrum steht. Auf eure Spiele greift ihr in der Cloud von eurem Mac, iPad oder iPhone zu. Für dieses Jahr verspricht Microsoft einen ersten Beta-Test.

Sprachsteuerung auf dem Vormarsch

Siri, Google Assistent und Alexa haben sich seit dem letzten Jahr deutlich weiterentwickelt. Im aktuellen Test von Loup Ventures wurden den Sprachassistenten 800 Fragen aus Kategorien wie Information oder Navigation gestellt. Mit 88 Prozent richtiger Antworten führt Google das Quartett an, gefolgt von Apples Siri mit 75 Prozent, Amazons Alexa mit 73 Prozent und Microsofts Cortana mit 63 Prozent. Zum Vergleich: Im Vorjahr erreichte Google 81 Prozent, Siri 52 Prozent, Alexa 64 Prozent und Cortana 56 Prozent. Den größten Gewinn kann somit Apple verbuchen, dessen Siri seit letztem Jahr auch ohne iPhone und iPad auf dem HomePod verfügbar ist. Auch 2019 wird der Trend hin zu immer besseren und genaueren Antworten zunehmen. Spannend wird, wie Apple die Verbesserung als Teil von iOS 13 auf der im Juni erwarteten Entwicklerkonferenz WWDC präsentiert.

Messenger machen mehr

In China ist der Messenger WeChat inzwischen weitaus mehr als nur eine Chat-App. Über den Messenger wird überwiesen, eingekauft, die Stromrechnung bezahlt, ein Arzttermin gebucht oder ein Taxi gerufen. Ganz so stark werden sich die hiesigen Messenger zwar nicht verändern, dennoch wir sich einiges bewegen. Beispielsweise in Sachen Kundenberatung: Vodafone bietet seit Kurzem einen textbasierten Kundenservice per WhatsApp und iMessage an. Auch der Onlinehändler Otto will seinen Kunden künftig über den Messenger der Facebook-Tochter helfen. Die schlechte Nachricht: WhatsApp wird in diesem Jahr damit beginnen, Werbung zu schalten. Wie genau das aussieht, ist aber noch nicht bekannt. Ein dritter Trend könnte das mobile Bezahlen werden. Apple Pay Cash ist in den USA bereits erhältlich und könnte in diesem Jahr nach Europa kommen. Facebook soll derzeit ein ähnliches System für seine Messenger-Apps planen.

5G startet

Für vernetzte Autos, Kühlschränke und andere Geräte mit „Internet of Things“-Anbindung muss die Kapazität und Geschwindigkeit des mobilen Internets drastisch steigen. Möglich machen soll das der Mobilfunkstandard der fünften Generation, kurz 5G. In diesem Frühjahr ist die Frequenzauktion für den deutschlandweiten Betrieb geplant. Erste Testnetze gibt es bereits, im laufenden Jahr dürfte der Ausbau dann konkret starten und 2020 dann auch für Endkunden bereitstehen. Etwas schneller geht es übrigens bei der Berliner U-Bahn: Waren hier unterirdisch bisher nur o2-Kunden versorgt, sollen bis Ende März 2019 auch die Kunden anderer Mobilfunkunternehmen in den Bahnen mit LTE/4G surfen können.