Das perfekte Urlaubsvideo: So erstellt ihr Filme wie ein Profi

Navigieren, bezahlen, übersetzen – Reisen ohne Handy ist undenkbar. Wir zeigen euch, wie ihr mit eurem iPhone auch noch professionelle Urlaubsvideos dreht. 

Wir alle haben Freunde und Verwandte, die uns nach ihrem Urlaub stundenlang mit Fotos auf dem Smartphone beglücken. Mehr Eindruck in weniger Zeit macht ihr, wenn ihr euch mit einem Urlaubsvideo revanchiert. Dafür braucht ihr gar nicht viel: eine gute Kamera, einmalige Motive und die ein oder andere App, um die Videos mit Effekten, Übergängen und einem passenden Soundtrack zu schneiden und zu bearbeiten. 

iPhone auf Stein
©Marc Wieland

Smartphone oder Action-Cam?

Die beste Kamera ist die, die ihr schnell zur Hand habt: euer Smartphone. Aktuelle Geräte wie das iPhone SEiPhone 11 und iPhone 11 Pro filmen mit ihrer 12-Megapixel-Kamera gestochen scharf. Die optische Bildstabilisierung kompensiert kleine Bewegungen und lässt euer Video ruhig wirken. Ein wichtiger Unterschied: Das iPhone SE filmt mit einer Auflösung von 1080p. Auf einem neuen 4K-Fernseher wirken Clips dadurch nicht ganz so scharf wie die 4K-Aufnahmen des iPhone 11 und iPhone 11 Pro. Außerdem filmen die beiden Modelle mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde – optimal für Action-Szenen. Das iPhone SE ist mit maximal 30 Bildern pro Sekunde eher für ruhigere Szenen geeignet. Auch die besonders beeindruckenden Ultraweitwinkel-Aufnahmen gibt’s nur mit dem iPhone 11 und iPhone 11 Pro.

Weitwinkelaufnahme iPhone
©Apple

Gerade bei Action-Szenen solltet ihr mit dem iPhone vorsichtig sein, vor allem, wenn ihr selbst Teil der Action seid. Ein unachtsamer Moment genügt und das iPhone liegt im Sand, im Meer oder irgendwo am Berghang. Für diese Fälle eignen sich Action-Cams besser. Die kompakten Kameras sind besser gegen Wasser, Stöße und andere Umwelteinflüsse geschützt als das Smartphone. Praktisches Zubehör wie Klemmhalterungen, Helmadapter oder schwimmfähige Griffe sorgen für beeindruckende Clips. Außerdem verfügen die Kameras über einen großen Blickwinkel. Im Fall der Insta360 ONE R Twin Edition sogar 360 Grad! In unserem Blogpost „Insta360 Go: … und Action!“ erfahrt ihr, was ihr noch alles cooles mit den kompakten Kameras machen könnt. Zudem könnt ihr bei vollem Speicher einfach die Karte wechseln. Smartphone und Action-Cam ergänzen sich aber nicht nur beim Filmen, sondern auch bei der Bearbeitung. Dank Drahtlosverbindung und der passenden App übertragt ihr bereits im Urlaub eure Filme auf euer Smartphone zur schnellen Bearbeitung und zur Sicherung der Clips in der Cloud.

So filmt ihr richtig

Damit ihr euch bei der Nachbearbeitung nicht durch mehrere Stunden Filmmaterial quälen müsst, achtet darauf, nur ab und zu auf den Auslöser zu drücken. Mehrere kurze Clips lassen sich später einfacher verarbeiten als ein langer Film, aus dem ihr mühsam die einzelnen Highlights schneidet. Viele Action-Kameras haben einen speziellen Kurzmodus, bei dem beispielsweise nur zehn Sekunden aufgezeichnet werden. Haltet in diesen kurzen Sequenzen Ereignisse fest, die den Verlauf eurer Reise gut zeigen: den Check-in am Flughafen, die ersten Minuten eures Strandspaziergangs oder wenn ihr es nach langer Wanderung auf den Gipfel geschafft habt. Filmt dabei nicht nur euch und eure Mitreisenden, sondern auch Dinge, die euer Erlebnis einordnen: den Namen des Flughafens, ein Ortsschild oder eine Infotafel bei einer Wanderung. Wechselt euch in der Rolle des Kameramanns oder der Kamerafrau ab und zu ab, damit jeder im fertigen Urlaubsvideo zu sehen ist. Mit einem geteilten iCloud-Album oder einem geteilten iCloud-Ordner speichert ihr alle Videos und Fotos an einem Ort. Dann habt ihr am Ende alle Inhalte beisammen, um euer Urlaubsvideo zu schneiden – auch wenn eure Mitreisenden kein iPhone verwenden.

Flugzeug auf Rollfeld
©Ken Yam

Eine der wichtigsten Dinge, auf die ihr beim Filmen achten müsst, ist die Orientierung der Kamera. Filmt ihr beispielsweise für eure Insta-Story, solltet ihr das Smartphone und die Action-Cam entsprechend im Hochformat halten. Für alle anderen Szenen haltet ihr euch besser ans Querformat. Dadurch vermeidet ihr die unschönen, schwarzen seitlichen Balken. Gerade in voller Größe auf dem Fernseher sieht ein Video im Breitbildformat viel besser aus. Mehr Tipps zum Thema Filmen findet ihr übrigens in unserem Blogpost „Perfekt fotografieren mit dem iPhone XS“ und „Film ab! Action-Cams richtig nutzen“.

Die besten Apps für schnelle Resultate

Euer Urlaubsvideo erstellt ihr im Anschluss in nur wenigen Schritten. Apples kostenlose App iMovie hilft euch beispielsweise, aus verschiedenen Clips einen hollywoodreifen Trailer zu erstellen. Der Clou: Die App gibt euch Drehbuch-Vorschläge, beispielsweise „Gruppe“ oder „Landschaft“ und sorgt so für einen spannenden Wechsel. Wer mehr Zeit investieren will, kann mit professionellen Titelstilen, Filmfiltern, Spezialeffekten und einer umfangreichen Soundtrack-Bibliothek aber auch sein eigenes Werk erstellen. Ein gute App-Alternative ist GoPro Quik. Die App kombiniert eure Lieblingsfotos- und Clips in wenigen Sekunden mit Übergängen, Effekten und mischt diese zu einem passenden Soundtrack ab. 

Noch ein Tipp für besonders schnelle Videos mit Bordmitteln: 

  1. Wechselt in der Fotos-App auf eurem iPhone in die Für-dich-Ansicht. 
  2. Tippt auf einen Rückblick und dann auf den kleinen Wiedergabe-Pfeil unten rechts.
  3. Je nachdem wie ihr euer iPhone haltet, erstellt iOS ein Video im Hoch- oder Querformat
  4. Sobald die Wiedergabe startet, tippt ihr erneut auf den Bildschirm und haltet das Video an.
  5. Jetzt könnt ihr die Video-Länge und eine passende Musik einstellen. 
  6. Über die Teilen-Taste unten rechts exportiert ihr das Video.

Aufpassen bei der Veröffentlichung

Abschließend noch ein Hinweis, wenn ihr euer Urlaubsvideo öffentlich postet. Achtet darauf, dass ihr die Zustimmung der Personen habt, die auf eurem Video zu erkennen sind. Vor allem Fotos und Videos von Kindern sind kritisch. Fragt hier besser bei euren Mitreisenden nach. Außerdem kann euer Film schnell von YouTube, Facebook oder aus Instagram fliegen, wenn ihr lizenzpflichtige Musik verwendet. Die in iMovie, Quik und der Fotos-App enthaltenen Titel sind hingegen unproblematisch.