Datensicherheit bei Facebook (2)

Im ersten Beitrag haben wir euch gezeigt, welche Möglichkeiten es gibt, um die Sicherheits- und Privatsphäreeinstellungen bei Facebook zu bearbeiten. Heute erklären wir euch, wie ihr eure Freunde und Kontakte individuell verwaltet.

Man stelle sich folgende Situation vor: Ich habe meine Einstellungen akkurat bearbeitet und meine Postings, Fotos und Kommentare nur noch für meine Freunde sichtbar gemacht. Plötzlich bekomme ich eine Freundschaftsanfrage von meinem Chef (respektive meiner Lehrerin oder meiner Tante Trude aus Buxtehude). Einerseits kann ich die Freundschaftsanfrage schlecht ablehnen – wie käme das wohl beim Chef an – andererseits möchte ich meine Status-Updates über die Party am Vorabend, meine Fotos vom Strandurlaub oder meine blöden Witze in den Kommentarspalten meiner Freunde auch nicht sein lassen, nur weil der Chef mitliest. Dank der Freundeslisten-Funktion muss ich das aber auch nicht.

Indem ich meine Freunde in verschiedene Listen einordne, kann ich bestimmen, wer was zu sehen bekommt. So kann mein Chef zusammen mit Tante Trude aus Buxtehude und dem nervigen Typen aus der Grundschule von einem Großteil meiner Postings ausgeschlossen werden.

Eine Freundesliste erstelle ich, indem ich auf der Startseite in der linken Spalte den Reiter „Freunde“ anwähle. Hier gehe ich ganz oben auf der Seite auf den Button „Freunde bearbeiten“.

 

Nun bekomme ich alle meine Freunde angezeigt. Oben klicke ich auf „+ Liste erstellen“. Hier gebe ich einen Namen für meine Liste ein und wähle die Freunde aus, die in dieser Liste auftauchen sollen.

 

Einzelne Freunde können auch in mehrere Listen aufgenommen werden. Die Kategorisierungen können etwa privat/entfernt oder Schulfreunde/Kollegen/Familie/Sonstige sein. Sind die Freunde einmal sortiert, sollte bei neuen Freunden stets darauf geachtet werden, sie auch den entsprechenden Listen zuzuordnen. Ebenso ist es ratsam, in regelmäßigen Abständen zu prüfen, ob die eingetragenen Kategorien noch mit der Realität übereinstimmen.

Die Zuweisung, welche Freunde welche Informationen sehen können, kann ich über „Konto“ und „Privatsphäre-Einstellungen“ vornehmen. Unter „Inhalte auf Facebook teilen“ gehe ich auf „Benutzerdefiniert“ und dort auf „Benutzerdefinierte Einstellungen“. Nun kann ich für jede Art der Information wählen, wer sie sehen kann.

Angenommen, ich möchte, dass nur meine Freundesliste namens „privat“ meine Beiträge zu sehen bekommt. In diesem Fall klicke ich im Dropdown-Menü hinter „Beiträge von mir“  auf „Benutzerdefiniert“.

 

Nun wähle ich „Sichtbar machen für bestimmte Personen“ und gebe den Namen der Gruppe „privat“ ein, die meine Beiträge sehen soll.

 

So bekommt nur diese Gruppe meine Statusupdates angezeigt. Ebenfalls kann ich einzelne Freunde hinzufügen oder ausschließen. Anschließend klicke ich auf „Einstellungen speichern“ und definiere die weiteren Informations-Kategorien (Familie, Beziehungen usw.). Habe ich alle Kategorien angepasst, kann ich auch weiterhin posten, auf welcher Party ich mich befinde, ohne dass mein Chef es mitbekommt.

Nun habe ich jedoch einen Preis für soziales Engagement gewonnen und möchte, dass mein Posting dazu auch bei meinem Chef und meiner Tante Trude ankommt. Auch dies ist möglich. Hierzu kann ich ein Statusupdate für andere Personen als jene in der definierten Gruppe sichtbar machen.

Dazu gebe ich das Statusupdate ganz normal ein. Bevor ich jedoch auf den „Teilen“-Button klicke, gehe ich links daneben auf das kleine Schloss-Symbol. Hier habe ich wiederum die Chance das Posting an die vorgefertigten Kategorien „Alle“, „Freunde von Freunden“, „Nur Freunde“ oder „Benutzerdefiniert“ zu wählen. Unter letzterem Punkt kann ich genau auswählen, welche Gruppen oder Einzelpersonen das Statusupdate sehen sollen.

 

Mit diesen Tricks kann ich einfach und genau wählen, wer welche Inhalte über mich sehen soll. Doch auch wenn ich den Empfängerkreis begrenzt habe, sollte ich darauf achten, was ich bei Facebook über mich preisgebe. Im dritten Teil der Facebook-Sicherheit-Reihe berichten wir euch, welche Daten ihr auf Facebook teilen solltet und welche nicht.

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Kommentare (2)

    Peter Pütz

    Das ist doch mal ein hilfreiches Tutorial. Dank an Gravis.