Als vor ein paar Wochen das Paket von Jabra bei uns auf dem Tisch lag, hatten wir große Erwartungen an die neuen Flagship-Modelle von Jabra. Wie auch anders? Superior Sound, Kabellos, 9 Stunden Akkulaufzeit und ein Herzfrequenzmesser sind nur ein paar der technischen Highlights, welche uns auf der Verpackung angekündigt wurden. Wir haben uns alle Details des Kopfhörers einmal genauer angeschaut.

1. Was ist drin?

Nach dem Öffnen der Verpackung erhielten wir einen ersten Blick auf das Ladecase und die Kopfhörer von Jabra. Ganz schlicht standen weiter unten auch noch einmal die Hauptfeatures der Kopfhörer und der Satz „Designed in Copenhagen“. Unter den Kopfhörern befinden sich 3 Schaumstoff- und 3 Gels-Aufsätze in verschiedenen Größen für die Kopfhörer. Außerdem 3 verschiedene „Ohrflügel“, welche den perfekten Halt in euren Ohren gewährleisten sollen. In dem kleinen Booklet befinden sich außerdem die üblichen Sicherheitshinweise, sowie ein Quick-Start-Guide.

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2. Die App

Um die Kopfhörer optimal nutzen zu können, benötigen wir die Jabra Sport Life App, welche sich kostenfrei im Apple App Store, sowie im Google Play Store downloaden lässt. Ich benötigt auf einem iPhone mindestens die iOS-Version 9.2.

Die App erfasst erst einmal eure Daten. Dazu gehören unter anderem Geschlecht, Größe, Gewicht und euer Geburtsdatum. Danach zeigt euch die App wie ihr die Jabra Elite Sport korrekt in eure Ohren einsetzt. Sobald eure Kopfhörer richtig sitzen, könnt ihr eine Kalibrierung starten. Dabei messen die Jabra Kopfhörer eure Herzfrequenz. Die Einrichtungsphase der App zeigt euch außerdem noch an, welche Funktion die Knöpfe auf den Kopfhörern haben.

In der App angekommen habt ihr wie bei den meisten Fitnessapps verschiedene Anzeigen. Unter anderem eure absolvierten Trainings, den Reiter „Mein Körper“ und die Einstellungen für Eure Kopfhörer.

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3. Anzeige auf dem iPhone

Wenn Ihr das neuste iOS auf eurem iPhone installiert habt, könnt ihr eine Reihe an schönen und auch sehr hilfreichen Anzeigen sehen. Unter anderem seht ihr die aktuelle Batteriekapazität neben dem Bluetooth-Symbol oben in der rechten Ecke eures iPhones. Auch im Widgets-Bereich seht ihr mit dem Apple eigenen Widget den aktuellen Batteriestatus. In der Apple Music App und dem Musik Kontrollzentrum wird euch angezeigt wo die Musik gerade abgespielt wird. Ihr könnt dort auch eure anderen Wiedergabequellen wie Apple TV oder iPhone auswählen und so sehr schnell zwischen verschiedenen Quellen wechseln.

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  1. Die Kopfhörer

Kommen wir mal zum spannendsten Teil des Artikels. Um die Kopfhörer ausgiebig für euch zu testen, habe ich sie zwei Wochen lang im Alltag getragen. Dabei muss ich sagen, dass ich Kopfhörer in erster Linie zum Musikhören verwende und nicht um meine Vitalfunktionen zu überwachen.

Die Musikqualität hat mir ganz gut gefallen. Ganz klar können die Jabra Elite Sport nicht mit Kopfhörern wie zum Beispiel B&W oder vergleichbaren mithalten, sie liefern aber deutlich besseren Sound als die Apple eigenen Kopfhörer oder so manche Beats.

Die Herzfrequenz, welche man mit den Jabra Elite Sport direkt im Ohr messen kann, liefert in etwa dieselben Werte wie meine Apple Watch. Die Pulsmessung hat auch sehr zuverlässig funktioniert, auch wenn das einmalige Kalibrieren der Pulsmessung über die Jabra App länger gedauert hat als erwartet. Problem war hier, laut App, ein falscher Sitz der Kopfhörer im Ohr. Nach ein wenig hin und her hat es dann aber funktioniert.

HearThrough ergänzt die Kopfhörer perfekt. HearThrough wurde von Jabra entwickelt um während oder ohne Musikwiedergabe die Umgebungsgeräusche wahrnehmen zu können. Im Alltag habe ich es vor allem genutzt, wenn ich kurz mit anderen Personen gesprochen habe. Der Vorteil liegt darin die Kopfhörer nicht aus dem Ohr nehmen zu müssen.

Ein Mikrofon pro Kopfhörer hat in dem kleinen Gehäuse Platz gefunden. Die Mikrofone filtern Störgeräusche beim telefonieren heraus, so das man gut Telefonate führen kann. Auch HearThrough wird über die Mikrofone gewährleistet.

Die Akkulaufzeit von ca. 9 Stunden kann ich leider nicht ganz bestätigen. Getragen habe ich die Kopfhörer vor allem auf dem Weg zur Arbeit. Die Dauer zur Arbeit beträgt ca. 1 Stunde. Die Kopfhörer hatten dann aber nur noch eine Ladekapazität von ca. 80 %. Immer noch ganz ordentlich, aber wenn man das hochrechnet sind es weniger als die angegebenen 9 Stunden.

Die integrierten Buttons in den Kopfhörern waren leider das Kryponit des Produktes. Auf der linken Seite kann man mit zwei Buttons lauter/leiser machen. Auf der rechten Seite gibt es einen Multifunktionsbutton um zum Beispiel HearThrough an-/auszuschalten und eine Sporttaste. Da es haptische Knöpfe sind, muss man diese auch „wirklich“ drücken. Bei jedem drücken gehen die Kopfhörer somit ein Stück tiefer ins Ohr. Zum lauter/leiser machen eignen sich die Tasten somit leider nicht wirklich. Mit dem iPhone bzw. der Apple Watch ist das aber kein Problem.

  1. Das Fazit

Trotz kleiner Differenzen wie zum Beispiel mit den integrierten Buttons kann ich die Kopfhörer mit gutem Gewissen empfehlen. Der Klang ist gut und die Funktion um die Herzfrequenz zu messen vor allem für Sportler interessant. Die aufgerufenen 249,99 € sind mit der Qualität der Kopfhörer durchaus realistisch.

Die Jabra Sport Elite bekommt ihr natürlich auch bei GRAVIS im GRAVIS Online Shop oder in einem von 43 GRAVIS Stores deutschlandweit. Vielleicht liegt es ja schon zu Weihnachten unterm Weihnachtsbaum.