Die sieben wichtigsten Backup-Tipps für Mac-User

Damit Fotos, Dokumente und andere wichtige Dateien nicht verloren gehen, solltet ihr eure Daten regelmäßig und vor allem sicher speichern.

Verwendet Time Machine

Eine der besten Backup-Anwendungen für macOS ist seit OS X 10.5 „Leopard“ Teil des Betriebssystems: Time Machine. Die Anwendung erlaubt es euch, über einen Browser schrittweise durch ältere Backup-Versionen zu springen. So stellt ihr nicht nur verlorene Daten wieder her, sondern auch eine bestimmte Version einer Datei. Das Beste an Time Machine: Die Installation ist extrem einfach. Schließt einfach eine neue, leere Festplatte an euren Mac an und klickt im daraufhin erscheinenden Fenster auf Als Backup-Volumen verwenden. Alternativ fügt ihr eine Festplatte in den Systemeinstellungen unter Time Machine manuell hinzu.

Der Schlüssel ist Verschlüsselung

Die einzige Option für die Erstellung einer neuen Time-Machine-Sicherung ist die Verschlüsselung. Diese Option solltet ihr unbedingt aktivieren, wenn ihr die Festplatte unterwegs dabeihabt (und verlieren könnt) oder wenn diese an einem Ort lagert, zu dem Dritte wie etwa eure Kollegen Zugang haben. Die Verschlüsselung sorgt dafür, dass nur ihr mit einem Passwort Zugriff auf die Backup-Daten erhaltet.

Ein Backup ist kein Backup

Laut Murphys Gesetz stellt ihr ziemlich genau dann ein Problem mit eurer Backup-Festplatte fest, wenn ihr diese braucht, weil Daten verloren gegangen sind. Bevor ihr plötzlich keinen Zugriff mehr auf eure sämtlichen Familienfotos, die Musiksammlung oder andere wichtige Dokumente habt, sorgt lieber mit einem zweiten Time-Machine-Backup vor. Lagert diese Sicherung am besten an einem anderen Ort als die Hauptsicherung, zum Beispiel am Arbeitsplatz, bei Verwandten oder bei einem guten Freund.

Backups überprüfen

Um Probleme schon vorab zu erkennen, überprüft die Sicherung regelmäßig. Schaut zuerst in den Systemeinstellungen unter Time Machine wann die letzte Sicherung erfolgt ist. Wenn die Time-Machine-Festplatte angeschlossen ist, sollte das letzte Backup nicht mehr als eine Stunde zurückliegen. Verwendet außerdem das Festplattendienstprogramm unter Programme > Dienstprogramme für einen Check. Klickt dazu einfach links in der Seitenleiste eure Time-Machine-Festplatte an und dann auf Erste Hilfe. Führt diesen Schritt auch mit den darunter eingeblendeten Partitionen durch.

Sicher und komfortabel in der Cloud

Viele wichtige Daten könnt ihr zusätzlich auch in der Cloud sichern. Diese ist besonders sicher, da es sich bei einem Cloud-Dienst wie iCloud, Dropbox, Google Drive oder Microsoft OneDrive um professionelle Server handelt, die eure Daten wiederum doppelt und dreifach in hochsicheren Serverfarmen ablegen. Mit iCloud speichert ihr beispielsweise Termine, Erinnerungen, Notizen, Kontakte, Fotos, E-Mails sowie Passwörter sicher und verschlüsselt auf den Servern von Apple. Für andere Server, vor allem wenn sich diese nicht in Deutschland befinden, ist Boxcryptor eine hervorragende Lösung. Die App verschlüsselt eure Daten auf dem Mac bevor diese zu Google, Microsoft oder anderen Dienstleistern hochgeladen werden. Ein weiterer Vorteil der Speicherung in der Cloud: Ihr könnt auch mit anderen Geräten auf aktuelle Daten zugreifen und müsst keine externe Festplatte anschließen.

… oder Zuhause aufs NAS

Diesen Vorteil bieten auch Netzwerkfestplatten, im Fachjargon „Network Attached Storage“ oder kurz NAS genannt. Diese verbindet ihr mit eurem heimischen Netzwerk. Viele Modelle sind mit Apples Time-Machine-Dienst kompatibel. Dadurch sichert euer Mac eure Daten automatisch, wenn ihr Zuhause seid. Ein sicheres und regelmäßig Backup wird so zum Kinderspiel.

Das eigene System auf Festplatte: startfähiges Backup mit CCC erstellen

Eine gute Alternative zu Time Machine ist Carbon Copy Cloner. Anders als Time Machine sichert die Anwendung aber nicht mehrere Versionen eurer Dateien, sondern erstellt ein eins zu eins Abbild aller Daten. Der Vorteil: Die Sicherung ist nie größer als euer Speicherverbrauch, während eine Time Machine mit der Zeit wächst. Außerdem könnt ihr eine CCC-Sicherung einfach an einen anderen Mac anschließen und von dieser Festplatte aus „euer“ System starten. So nehmt ihr euren privaten Rechner von Zuhause beispielsweise für Notfälle mit ins Büro oder startet mit euren Dateien und Einstellungen im größten, anzunehmenden Unfall: einem totalen Festplattencrash.

Bonus-Tipp: iPhone und iPad einfach in die Cloud sichern

Ein über iTunes gesichertes iPhone, iPad oder iPod touch wird automatisch mit in eure Time-Machine-Sicherung übertragen. Einfacher, schneller und zuverlässiger ist aber das iCloud Backup. Damit speichert euer iOS-Gerät alle Einstellungen und Daten verschlüsselt in iCloud. Geht euer Gerät zu Bruch oder kauft ihr euch irgendwann ein neues, stellt ihr das gesamte System über iCloud wieder her. Bei mehr als fünf Gigabyte Speicherverbrauch kostet der Dienst zwar monatlich 99 Cent für 50 Gigabyte, 2,99 für 200 Gigabyte oder 9,99 Euro für zwei Terabyte, dafür sind eure Daten aber in guten Händen und werden regelmäßig automatisch gesichert.

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