DisplayPort, HDMI, USB-C und mehr: Das sind die Unterschiede

Welche Bildschirm-Anschlüsse gibt es und was bieten die jeweiligen Standards? Wir haben die Antworten.

USB macht das Anschließen von Druckern, Festplatten, Gaming-Controllern und anderen Geräten zum Kinderspiel. Mit USB-C wird der Stecker kompakter, beidseitig verwendbar und noch vielseitiger, da auch Geräte wie Monitore angeschlossen werden können. Doch aktuell gibt’s den neuen Standard erst an nur wenigen Geräten und ihr müsst euch mit dem passenden Set an Adaptern ausstatten. Welche sind das überhaupt?

Alt und analog: VGA

Wenn ihr euch für die Schule, den Hörsaal oder für Außendienste beim Kunden ein iPad Pro, MacBook oder Laptop mit USB-C gekauft habt, ist ein Adapter wie Apples Lightning auf VGA Adapter oder ein USB-C auf VGA fast unverzichtbar. Der Grund: VGA ist zwar ein alter, analoger Standard, aber er ist vor allem in Konferenzräumen noch weit verbreitet. Größter Nachteil des VGA-Anschlusses ist neben der Begrenzung der Auflösung die fehlende Unterstützung für den Kopierschutz HDCP. In iTunes gekaufte oder geliehene Filme sowie Streaming-Webseiten funktionieren nicht, wenn ihr den Rechner an einen Fernseher oder Beamer mit VGA anschließt.

Digitaler Nachfolger: DVI

Der Nachfolger DVI ist an Monitoren omnipräsent. Der Stecker ist zwar relativ dick, unterstützt dafür aber HDCP und bietet eine höhere Auflösung. Wichtig beim Kauf von Kabeln: die Zusatzbuchstaben hinter dem Bindestrich. DVI-A überträgt nur analoge Signale, DVI-D ausschließlich digitale und DVI-I beide, dafür aber mit einem ziemlich dicken Kabel. In den meisten Fällen dürfte DVI-D genügen. Weil der DVI-Stecker nicht gerade kompakt ist und keinen Ton überträgt, hat sich HDMI inzwischen durchgesetzt. Dadurch findet ihr nur noch selten Adapter von DisplayPort, Lightning, oder USB-C auf DVI. Da DVI und HDMI kompatibel sind, könnt ihr mit einem einfachen Adapter aus einem HDMI- einen DVI-Anschluss machen und andersherum.

HDMI DVI

DVI + Ton = HDMI

Da HDMI das Video- und Tonsignal kombiniert, ist der Stecker die beste Verbindungsmöglichkeit, um euer Tablet oder euren Rechner am Fernseher anzuschließen. Außerdem unterstützt der aktuelle HDMI-Standard 2.1 (anders als das mit DVI kompatible HDMI 1.0) automatische Fehlerkorrektur, 4K-Auflösung, 3D, Dynamic HDR und Synchronisierung der Audio- und Videostreams. Mit CEC überträgt HDMI außerdem Steuersignale. Dadurch könnt ihr zum Beispiel mit der Fernbedienung eures Fernsehers das Apple TV steuern.

HDMI

Die HDMI-Konkurrenz: DisplayPort

Wie HDMI funktioniert DisplayPort ausschließlich digital. Während HDMI für den Entertainment-Bereich entwickelt wurde, kommt DisplayPort aus dem Computer-Umfeld. Viele ältere Macs verfügen noch über diesen Anschluss, beziehungsweise die kompakte Version Mini-DisplayPort. Die Adapter von DisplayPort auf DVI oder HDMI sind etwas größer als von HDMI auf DVI, gleichzeitig aber auch vielfältiger. Mit dem Networx Mini DisplayPort auf VGA/HDMI/DVI Adapter gibt es beispielsweise einen Universalkünstler, der alle Szenarien abdeckt. Zudem unterstützt DisplayPort das sogenannte Daisy-Chaining. Dabei könnt ihr mehrere Monitore mit nur einem Kabel anschließen. Außerdem praktisch: Der DisplayPort-Stecker verfügt über einen Mechanismus, mit dem der Stecker per Klickverschluss am Monitor angeschlossen wird.

Die Zukunft spricht USB-C und Thunderbolt

Apples aktuelle Rechner Mac mini, iMac, iMac Pro, MacBook, MacBook Air oder MacBook Pro sowie das iPad Pro mit 11“ und 12,9“ verfügen bereits über den neuesten Anschluss: USB-C beziehungsweise Thunderbolt 3. Mit einem entsprechenden Monitor wie dem LG 27UK850, dem LG 34WK95U-W oder dem EIZO EV2780 reicht ein Kabel, um ein hochauflösendes Bildschirmsignal zu übertragen, alle externen Geräte über den Monitor anzuschließen und gleichzeitig das MacBook zu laden. Für die Verbindung mit älteren Monitoren gibt es spannende Adapter. Der Networx Hub bietet beispielsweise einen VGA-Anschluss für ältere Geräte und einen HDMI-Ausgang für moderne 4K-Fernseher oder -Monitore. Oder ihr verbindet mit dem Networx Thunderbolt-3-Adapter zwei Monitore über nur einen USB-C-Anschluss. Für den Profi-Schreibtisch bietet wiederum Elgato mit dem Thunderbolt 3 Pro Dock ein echtes Multitalent, das euch mehrere, unterschiedliche Anschlüsse bietet. Eine wirklich praktische Zwischenlösung, bis in den kommenden Jahren USB-C wirklich überall vorhanden ist.