Unternehmen wie DHL oder Amazon planen, Pakete durch die Luft per Drohne zu liefern. Auch für Privatanwender sind Drohnen interessant. Doch nicht alles ist erlaubt, was gefällt. Es gibt einiges zu beachten beim Kauf und der Bedienung.

1) Was ist eine Drohne?

Beim Wort Drohne fielen einem früher vor allem Kampfszenen ein. Eine Drohne bezeichnet aber allgemein ein Flugobjekt, das über vier oder mehr nach unten wirkende Rotoren verfügt. Diese ermöglichen es der Drohne, in der Luft komplett still zu stehen und sich seitlich, nach oben oder unten und zurück zu bewegen. Laut Luftverkehrsgesetz sind Drohnen „Luftfahrzeuge und werden im Sinne des Luftverkehrsgesetzes als ‚unbemannte Luftfahrtsysteme‘ bezeichnet“.

 

2) Welches Modell ist die beste Drohne für mich?

Welche Drohne für den persönlichen Gebraucht am besten passt, das kommt ganz auf deren Einsatzgebiet an. Drohnen ohne Kamera und geringer Reichweite eignen sich vor allem für Spaßflüge oder kleinen Parcours-Battles gegen Freund. Zu dieser Kategorie zählen zum Beispiel unsere Propel-Drohnen im Star Wars Design. Drohnen mit Kamera und mehr Reichweite wie die Modelle von DJI sind teurer und eignen sich vor allem für Fotografie- und Filmaufnahmen. Sie ermöglichen den First-Person-Mode, bei dem ihr ein Livebild der Kamera auf eurem Smartphone oder Tablet seht und können deshalb auch für Kontrollaufnahmen des Dachs oder der eigenen Firma eingesetzt werden.

 

 

3) Wie lange fliegt eine Drohne?

Ohne einen leistungsstarken Akku bleiben Drohnen am Boden. Eine geringe Größe hält zwar das Gewicht unten, dafür fliegt die Drohne nur wenige Minuten. Ein größerer Akku sorgt aber auch für zusätzliches Gewicht, was wiederum stärkere Rotoren und einen größeren Akku bedingt. Ein Teufelskreis, den bisher kein Hersteller wirklich durchbrechen konnte. Deshalb ist bei den meisten Drohnen nach zehn bis 20 Minuten Schluss. Aber: Mit einem oder sogar zwei Zusatzakkus verlängert ihr das Flugvergnügen ein wenig.

 

4) Welches Zubehör benötige ich für eine Drohne?

Zu jeder Drohne gehlren ein Zweit- wenn nicht sogar Dritt-Akku zur Grundausrüstung. Nichts ist ärgerlicher als ein leerer Akku, durch den man einen Fotomoment verpasst. Packt außerdem ein Set Ersatz-Rotoren ein, falls die Drohne abstürzt oder mit einem Gegenstand kollidiert. Und damit ihr Drohne, Akkus und Zubehör sicher transportiert, besorgt euch eine passgenaue Tasche.

 

5) Wo kann ich meine neue Drohne am besten ausprobieren?

Gerade für eure ersten Flugstunden gilt: Sie sollten an einem Ort stattfinden, an dem sehr viel Platz ist, ein Sportplatz zum Beispiel oder eine große Wiese abseits von Bäumen, Strommasten oder anderen Bauten. Hier entwickelt ihr ungestört das benötigte Fingerspitzengefühl für die verschiedenen Flugmanöver. Optimal sind Modellflugplätze. Hier seid ihr nicht nur sicher unterwegs, sondern bekommt bestimmt auch Hilfe, wenn die Drohne mal nicht so möchte, wie ihr euch das vorstellt.

 

Bildcredit: „David Daughtry 3“ (CC BY-NC 2.0) by UGA College of Ag & Environmental Sciences – OCCS

 

6) Muss ich einen Flugschein haben?

Für die Drohne benötigt ihr auf einem Modellfluggelände keinen Flugschein. Außerhalb dieser Flugplätze dürfen Drohnen unter 250 Gramm ebenfalls ohne Flugschein fliegen. Ab 0,25 Kilo bis zwei Kilo seid ihr allerdings verpflichtet, eine Plakette mit eurem Namen oder Adresse an der Drohne anzubringen. Erst wenn die Drohne mehr als zwei Kilo wiegt, benötigt ihr einen Nachweis einer durch das Luftfahrt-Bundesamt anerkannten Stelle wie eurem örtlichen Modellflugclub.

 

7) Wo darf ich und wo darf ich nicht fliegen?

Grundsätzlich gilt: Ohne Genehmigung darf eine Drohne nicht höher als 100 Meter und nur in Sichtweite geflogen werden. Drohnen ab 0,25 Kilo ist es außerdem verboten, über Wohngrundstücke, Menschenansammlungen, Einsatzorten der Polizei- und Rettungskräfte, Naturschutzgebieten, Industrieanlagen und Kontrollzonen von Flugplätzen zu fliegen. Zudem sind sämtliche Verfassungsorgane wie der Bundestag sowie Bundes- oder Landesbehörden tabu. Haltet mindestens 100 Meter Abstand, bei Flugplätzen sogar 1,5 Kilometer. Eine Übersicht der Verbotszonen findet ihr unter anderem unter app.airmap.io. Für Drohnen, die mehr als fünf Kilo wiegen, ist außerdem eine Aufstiegserlaubnis der Landesluftfahrtbehörde Voraussetzung.

 

 

8) Wo darf ich filmen?

Drohnen mit weniger als 250 Gramm Gesamtgewicht, die über eine Kamera oder ein Mikrofon verfügen, dürfen ebenso wie schwerere Drohnen nicht über Wohngrundstücke fliegen. Außerdem gilt bei Drohnen das Gleiche wie beim Fotografieren: Fremde Personen ohne ihre Erlaubnis dürft ihr nicht filmen. Anders bei Veranstaltungen: Beachtet ihr den Sicherheitsabstand, dürft ihr Menschenansammlungen wie Aufzüge ablichten. Problematisch könnten in diesem Fall Aufnahmen von Gebäuden sein. Denn auch für Architektur gilt das Urheberrecht. Fotografieren dürft ihr diese nur aufgrund der sogenannten Panoramafreiheit von öffentlichen Straßen aus, nicht aber aus der Luft mit einer Drohne. Weitere Details zu den Regeln beim Fotografieren mit einer Drohne findet ihr unter anderem in der Ausgabe 80 der DOCMA.

 

9) Wie hafte ich bei Unfällen?

Bei einem Unfall mit einer Drohne greift, soweit abgedeckt, eure Haftpflicht-Versicherung. Flüge mit Drohnen sind aber nicht automatisch in jeder Versicherung enthalten. Prüft deshalb unbedingt vor dem Flug, ob eure Versicherung Schäden mit Drohnen reguliert. Übrigens: Denkt auch an die Haftpflicht, wenn ihr eine dritte Person mit eurer Drohne fliegen lasst. Wenn eure Versicherung Schäden durch Dritte nicht abdeckt, muss euer „Copilot“ seine Haftpflicht-Versicherung prüfen.

 

10) Wo bekomme ich weitere Informationen über Drohnen?

Um euch Rechtssicherheit zu verschaffen, lohnt sich die Unterseite des Bundesverkehrsministeriums sowie das Luftverkehrsgesetz. Wichtige Anhaltspunkte, beispielsweise zu Flugverbotszonen oder Kontaktdaten für Aufstiegsgenehmigungen findet ihr außerdem bei euren Landesverkehrsbehörden.