Erste Schritte mit dem neuen iPad oder iPhone

Zu Weihnachten dürfte sich unter manchem Weihnachtsbaum das lang ersehnte iPhone, iPad oder ein iPod touch finden. Dann lautet die Devise Aufreißen, Auspacken und Loslegen. Wie aber klappt die Ersteinrichtung möglichst schnell? Und was muss man als Umsteiger beachten? Eine Anleitung für die ersten Schritte mit dem neuen Mobilgerät…

Schnelle Einrichtung per Apple ID
Den schnellsten Einstieg oder Umstieg auf ein iOS-Gerät beschert Apple jenen, die bereits ein iOS-Gerät besitzen und dieses mit einer Apple ID nutzen. Sichert ihr euer Gerät regelmäßig in Apples iCloud, könnt ihr per Anmeldung dessen Backup verwenden, um ein neues Gerät einzurichten – auch wenn das Backup von einem iPad ist und ihr ein iPhone habt oder anders herum. Überprüft am besten schon jetzt auf eurem bestehenden Gerät unter Einstellungen und iCloud ob ihr ganz unten das Backup aktiviert habt.

icloud

Wollt ihr das neue Gerät frisch aufsetzen, ist auch in diesem Fall eine Apple ID hilfreich, da diese Inhalte wie Kontakte, Kalender, Safari-Lesezeichen und mehr synchronisiert. So habt ihr das Wichtigste schon auf dem Gerät, könnt das Geschenk ansonsten aber nach Wunsch konfigurieren.

Mit Apple ID oder ohne?
Was aber, wenn ihr keine Apple-ID verwendet? Selbst dann kann sich eine Anmeldung lohnen, wenn auch nicht mit einer Apple ID. Denn andere Anbieter wie Google, Microsoft, die Telekom, GMX oder web.de erlauben ebenfalls die Synchronisierung von Daten wie E-Mails, dem Adressbuch, Kalender-Einträgen oder Notizen.

Apple ID mit @icloud.com oder ohne: Was ist der Unterschied?
Falls ihr bisher noch kein iOS-Gerät verwendet habt, solltet ihr euch unbedingt eine Apple ID einrichten. Diese braucht ihr mindestens für Downloads aus dem App Store, selbst für kostenlose Apps. Beim Einrichtungs-Assistenten fragt euch Apple irgendwann, ob ihr eine neue @icloud.com-Adresse verwenden wollt, oder aber eure bisherige E-Mail-Adresse behalten möchtet. Für eine iCloud-Adresse spricht, dass ihr damit alle wichtigen Inhalte an einer Stelle habt und dass neue E-Mails nicht im Intervall von 15 Minuten oder mehr abgerufen, sondern direkt von Apple auf euer iPhone gepusht werden. Außerdem genügt auf weiteren Apple-Geräten eine einzige Anmeldung mit nur einer Apple ID, damit E-Mail und Co. funktionieren. Behaltet ihr die eigene Adresse, müsst ihr ein zweites Konto einrichten. Außerdem bieten nicht alle Anbieter eine kostenlose Push-Funktion. Neue E-Mails werden maximal alle 15 Minuten abgerufen.

Außerdem ermöglichen einige Anbieter nur die Einrichtung als POP-Konto statt den neueren Standards IMAP oder Exchange. Bei POP holt euer iPhone E-Mails wie aus einem Briefkasten vom Anbieter und legt diese auf euer Smartphone oder Tablet. Auf den Computer stehen diese später somit nicht zur Verfügung und andersrum. Anders IMAP und Exchange: Bei diesen Standards verbleibt das Original auf dem Server, andere Geräte erhalten nur eine Kopie. Das ist nicht nur einfacher, wenn ihr mit mehreren Geräten arbeitet, sondern auch sicherer, falls euch ein Gerät abhanden kommt. Müsst ihr für IMAP bei eurem Anbieter als „Premium“-Feature zahlen, lohnt sich also eine Apple ID mit @icloud.com-Adresse. Mit einer zusätzlichen Weiterleitung von der alten auf die neue E-Mail-Adresse sorgt ihr dafür, dass keine E-Mails verloren gehen.

Tipp: Richtiges Backup beim Upgrade
Wenn ihr schon eingefleischte iPad- oder iPhone-Anwender seid und das neue Gerät lediglich ein Upgrade ist, könnte die Einrichtung kaum einfacher sein. Einschalten, iCloud-Backup wiederherstellen, warten. Es gibt aber noch eine bessere und schnellere Lösung: das Backup via iTunes. Achtet darauf, nicht nur euer altes Gerät noch ein letztes Mal zu synchronisieren und alle Apps und Inhalte zu übertragen, sondern auch darauf, dass das Backup verschlüsselt ist! Dadurch spart ihr euch bei der Neueinrichtung die Eingabe von Passwörtern. So ist das neue Gerät noch schneller einsatzbereit!

Von Android zu iOS: Es war noch nie so einfach
Für bisherige Android-User hat Apple seit iOS 9 ein ganz besonderes Schmankerl parat: „Move to iOS“. Die kostenlose App im Google Play Store überträgt ganz automatisch Kontakte, Nachrichten, Fotos und Videos, Lesezeichen, E-Mail-Konten und Kalender von eurem alten Gerät auf das neue Apple Mobilgerät.

Move to iOS

Die wichtigsten Apps zum Start
Nach den ersten Einstellungen folgen natürlich die wichtigsten Apps. Facebook, WhatsApp, der DB Navigator und mehr gehören zu den Apps, die auf nahezu jedem iPhone zu finden sind. Es gibt aber auch noch ein paar Geheimtipps, die ihr ebenfalls auf keinen Fall verpassen solltet.

Mit Fantastical (iPhone/iPad) behaltet ihr beispielsweise deutlich besser den Überblick über eure Termine, als mit der integrierten Kalender-App. Bestes Feature ist der Kalender für die Mitteilungszentrale. Damit erkennt ihr schon im Sperrbildschirm, was als nächstes ansteht.

Die neuesten Nachrichten verrät euch hingegen Reeder (Universal). Die RSS-App füttert ihr entweder direkt mit den RSS-Feeds eurer Lieblingsseiten oder ihr verwendet einen der integrierten Dienste, darunter Feedly, Feedbin oder Instapaper.

Für das Schreiben auf dem Mobilgerät empfiehlt sich Apples Pages (Universal). Die App ist zwar vorinstalliert, landet aber bei den meisten iOS-Anwendern in irgendeinem Ordner, weil sie nicht wissen, wozu Pages dient. Dabei ist es eine perfekte Word-Alternative. Pages kann sowohl Word-Dateien öffnen, als auch das Format speichern.

Unsere beiden letzten Tipps richten wir insbesondere an Reisende: Während Captain Train (Universal) euch europaweit zu günstigen Bahntickets führt, bekommt ihr mit der ehemaligen Nokia-Tochter HERE Maps (iPhone) ein rundum sorglos Navi samt ÖPNV-Planer und Offline-Karten.

Apps

Must-have Zubehör für das neue iPhone
Ist das neue Spielzeug fertig eingerichtet, fragt man sich schnell, mit welchem Zubehör sich das schmucke Stück bereichern lässt. Die Auswahl ist inzwischen – gerade beim iPhone – riesig. Was also ist wirklich wichtig und darf bei keinem Mobilgerät fehlen?

Da ist natürlich als erstes ein passender Schutz. Wenn das iPhone nur wenige Tage später zu Boden geht und die erste Delle präsentiert, ist es mit der Freude schnell vorbei. Eine Hülle ist deshalb Pflicht. Wer aufgrund des Aussehens oder des Preises nicht zu Apples Hüllen greifen will, ist mit der eleganten Artwizz SeeJacket TPU gut bedient. Ein weiterer Vorteil gegenüber Apples Hüllen: dank des Verzichts des Herstellers auf Silikon rutscht das iPhone auch mit Hülle wunderbar leicht in die Hosentasche.

Bei der Wahl des Docks hat Apple wiederum die Nase vorn: Das Apple iPhone Lightning Dock in den zum iPhone passenden Farben funktioniert mit sämtlichen Hüllen und auch mit älteren iPhones. Sowohl auf dem Schreib- als auch auf dem Nachttisch macht das Dock eine gute Figur.

Unser drittes Must-have-Zubehör ist der Kameraaufsatz von Olloclip. Damit schießt euer iPhone nicht nur gestochen scharfe Schnappschüsse, sondern genau so tolle Makro-Aufnahmen, Weitwinkel-Bilder oder Fotos mit Fischaugen-Effekt.

iPhone Zubehör

Das braucht das neue iPad
Wer unter dem Weihnachtsbaum ein iPad vorgefunden hat, kann die Feiertage verwenden, um seiner Kreativität mit Zeichenapps wie ProCreate freien Lauf zu lassen. Damit ihr aber nicht wie zu Urzeiten mit dem Finger malen müsst, braucht ihr den passenden Stift. Das Problem bei iPad-Stiften ist, dass diese oft über eine sehr dicke Spitze verfügen und damit nur geringfügig genauer sind als der Finger. Adonit hat das Problem mit dem Jot Mini 2.0 relativ gut in den Griff bekommen.

Den Spielern unter euch legen wir den Thermaltake TT eSPORTS Contour ans Herz, ein Bluetooth-Gamepad für iPhone, iPad und Apple TV. Der Controller ermöglicht bei einigen Spielen eine deutlich präzisere Steuerung als über den Touchscreen, beispielsweise GTA: Vice City.

Zu guter Letzt noch ein Tipp für ein Zubehörprodukt, das ihr hoffentlich erst nach Weihnachten benötigt, wenn ihr euch wieder eurem Beruf zuwendet. Zwischen Terminen macht das iPad nämlich eine ziemlich gute Figur als Notizbuch, vorausgesetzt ihr könnt ordentlich tippen. Genau das ermöglicht das ZAGG Slim Book Keyboard Case. Die Hülle macht aus eurem iPad quasi ein kleines MacBook, flexibler Neigewinkel des iPads inklusive.

iPad Zubehör

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