Festplatten-Berater: So findet ihr die Richtige

Wenn eine Festplatte in die Jahre kommt, ist es ratsam sich nach Alternativen umzusehen und vorab ein paar grundsätzliche Dinge zu klären.

Zugegeben, an die Festplatte in eurem Computer verschwendet ihr normalerweise wenig Gedanken. Sie verrichtet meist geräuschlos ihre Arbeit im Inneren, speichert sämtliche Daten auf eurem Computer. Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem ihr über eure Festplatte nachdenkt. Meistens dann, wenn die Festplatte langsam voll wird oder der Computer sich während der Arbeit kurze Verschnaufpausen genehmigt. Ein untrügliches Zeichen für eine volle Festplatte. Wenn ihr dann eine neue Festplatte sucht, solltet ihr ein paar Tipps berücksichtigen.

Die Festplatte eures Computers speichert nicht nur alle anfallenden Daten, sondern hält auch den Platz für das Betriebssystem bereit. Und die genutzten Programme legen ebenfalls ihre Daten darauf ab. So füllt sich mit der Zeit auch die größte Festplatte und kommt in die Jahre. Spätestens dann solltet ihr euch nach einer neuen umsehen.

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Wichtige Fragen vor dem Kauf

Bei der Orientierung auf dem umfangreichen Festplattenmarkt stellt euch zunächst die Frage, wozu ihr die neue Festplatte benötigt. Wollt ihr lediglich Daten auslagern, um die Festplatte auf eurem Computer von Ballast zu befreien oder wollt ihr auf einer extra Festplatte über TimeMachine eure Back-ups speichern. Oder benötigt ihr eine zusätzliche Festplatte, um darauf Medien wie Musik oder Filme abzulegen und diese Daten eventuell auch unterwegs zur Verfügung zu haben?

Habt ihr das geklärt, überlegt euch, welcher Festplattentyp dafür jeweils am besten geeignet ist. Ihr findet Festplatten überwiegend in den Standardgrößen 2,5-und 3,5-Zoll. Die größeren sind meist in Desktop-Computern verbaut, während die 2,5-Zoll-Festplatten hauptsächlich in Notebooks eingesetzt werden. Benötigt ihr eine externe oder interne Platte, soll es eine SSD- oder HDD-Platte sein und wie wollt ihr sie an eurem Computer anschließen? Drei wichtige Fragen vor der Kaufentscheidung.

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Interne oder externe Festplatte

Wollt ihr eure bisherige Festplatte ersetzen, greift ihr natürlich zu einer internen, also fest eingebauten Festplatte. Allerdings verfügen interne Festplatten meist über eine geringere Kapazität. Sofern ihr also nicht einfach eure interne Festplatte austauschen wollt, sondern zusätzlichen Speicherplatz braucht, empfiehlt sich der Kauf einer externen Festplatte. Die haben nicht nur eine größere Kapazität, sondern ihr könnt sie auch wesentlich einfacher anschließen und eben auch mobil einsetzen – überall dort, wo ihr Zugriff auf eure Daten benötigt.

SSD oder HDD

Als nächstes steht die Entscheidung über den Festplattentyp an. Soll es eine SSD oder eine HDD sein. Die HDD (Hard Disk Drive) ist die herkömmliche Festplatte, die ein magnetisches Speichersystem nutzt. Eine rotierende Scheibe, deren magnetische Oberfläche beschrieben wird. In der SSD (Solid State Disk) bewegt sich nichts. Die SSD ist eine elektronisches Speichersystem und funktioniert praktisch wie ein USB-Stick. Die SSD ist also weniger anfällig für Erschütterungen als die HDD, weshalb ihr sie häufiger in Notebooks findet. Und ohne bewegliche Teile arbeitet sie natürlich wesentlich leiser. Ein entscheidender Vorteil ist ihre höhere Lese- und Schreibgeschwindigkeit. Wollt ihr eine robuste Festplatte für unterwegs haben, dann greift ihr also am besten zu einer SSD, die allerdings meist auch etwas teurer ist als eine HDD.

Kapazität und Tempo

Sind Größe und Typ geklärt, überlegt euch, wieviel Speicherkapazität ihr benötigt. Interne Festplatten bieten euch nur einen relativ begrenzten Speicher. Wenn ihr viele Fotos oder Songs oder gar komplette Filme speichern wollt, gelangt ihr früher oder später wieder an ein Limit. Also lieber gleich zu einer externen Festplatte greifen. Und dabei gilt, je mehr Giga- bzw. Terabyte die Platte hat, umso besser. Eine 3,5-Zoll-Festplatte hat mehr drauf, als eine 2,5-Zoll-Festplatte, die es derzeit mit einer maximalen Kapazität von 5 TB (Terabyte) gibt. Wollt ihr die Festplatte für das Backup eures Computers nutzen, gilt als Richtwert, dass sie die doppelte Kapazität des Volumens haben sollte, das ihr sichern wollt.

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So klappt der Anschluss

Damit ihr die Daten schnell zwischen eurem Computer und der Festplatte austauschen und ihr die Schnelligkeit eurer Festplatte richtig ausnutzen könnt, braucht ihr den richtigen Anschluss. Grundsätzlich solltet ihr für eure externe Festplatte einen USB-3.0-Anschluss wählen, dann könnt ihr sie an fast jedem Gerät anschließen, das über einen USB-Anschluss verfügt. Das ist besonders dann vorteilhaft, wenn ihr sie als mobile Festplatte immer dabeihabt. Über den USB-Anschluss versorgt ihr die Festplatte auch mit Strom, ein spezielles Netzteil braucht ihr dann nicht. Solche Festplatten bekommt ihr in vielen Größen. Wenn ihr Wert auf Schnelligkeit legt und die passenden Anschlüsse an euren Rechnern zur Verfügung stehen, dann ist der gemeinsam von Apple und Intel entwickelter Thunderbolt-Anschluss die richtige Lösung.