Nicht nur die Herrchen wollen abnehmen, auch die Fellnasen müssen jetzt abspecken, vor allem wenn sie technikaffine Halter haben.

Wer hat seine Fitnesspläne für 2018 schon umgesetzt? Tja, bei uns auch niemand. Aber wie wäre es, wenn wir wenigstens unsere felligen Mitbewohner auf Vordermann bringen? Wir haben uns die Fitnesstracker für Haustiere mal näher angesehen und getestet, was sie so können.

FitBark überwacht die Hundefitness

FitBark sieht aus wie ein kleiner Plastikknochen, den man am Hundehalsband befestigt, um zu überwachen, wie fit der Vierbeiner wirklich ist. Wie FitBit beim Menschen, verfolgt und analysiert FitBark jede Bewegung des Hundes. Die Daten landen per App auf dem Smartphone des Besitzers. Daran lässt sich ablesen, ob das Herrchen noch vor dem Schlafen gehen für eine Extraportion Bewegung sorgen muss.


FitBark überwacht die Bewegungseinheiten eures Hundes./ Quelle: fitbark.com

Der Tracker in Knochenform ist 44 x 28 x 11 Millimeter klein und 8 Gramm leicht, so dass er problemlos ans Hundehalsband befestigt werden kann. Er trackt die Fitnessdaten von allen Hunderassen und -größen. Alles was ihr im Vorfeld tun müsst, ist das Alter, das aktuelle Gewicht und die Hunderasse eures Vierbeiners einzugeben. Gemessen werden die Daten nur durch den Bewegungssensor. Der kleine Tracker bringt Bluetooth 4.0 Low Energy mit, sodass sich das Wearable bequem mit eurem Smartphone verbinden kann. Sobald sich euer Hund in Reichweite der Bluetooth-Verbindung befindet, nimmt die App seine Daten in Echtzeit auf, interpretiert und wertet sie aus.

CleverPet sorgt für regulierte Mahlzeiten

Morgens schnell den Futternapf voll machen, hoffen dass das Futter bis abends reicht, kurz über den Kopf des Hundes oder der Katze streicheln und durch die Tür rennen: Welcher Haustierbesitzer kennt es nicht? Dass die verfressenen Mitbewohner den Napf in sekundenschnelle geleert haben, kaum dass man durch die Tür ist und dann bitterlich winseln, bis man zurückkehrt? Keine Seltenheit. Mit CleverPet soll dieses Problem gelöst werden. Die Haustierbesitzer können ihr Haustier zu bestimmten Uhrzeiten füttern, indem sie automatische Fütterungszeiten einstellen. Integrierte Lautsprecher und Mikrofone helfen CleverPet bei der Kommunikation mit dem Haustier: Über Audio-Befehle wird der Hund oder die Katze mit der Zeit herbeigerufen und bekommt über spezielle Geräusche mitgeteilt, dass Essenszeit ist. Betätigt das Haustier anschließend die aktivierte LED-Leuchtfläche des Geräts, öffnet sich der Napf und es darf gefressen werden. Bisher funktioniert der intelligente Futternapf am Besten mit Hunden, aber auch Katzen zeigen großes Interesse an der intelligenten Ablenkung. Kleinere Haustiere eignen sich nicht für CleverPet, da sie für die Interaktion mit dem Gerät zu leicht sind.


CleverPet lenkt euer Haustier ab und sorgt für regulierte Mahlzeiten, wenn ihr nicht da seid./ Quelle: clever.pet

Hier könnt ihr euch ansehen, wie CleverPet funktioniert:

Go-Go Dog Pal als Entertainment für Hund und Halter

Diesem “Hundekumpel” soll einen Spielpartner für euren Hund ersetzen. Der Go-Go Dog Pal sieht aus wie ein kleines haariges Tier und lässt sich aus der Ferne bis zu 35 Stundenkilometer schnell steuern. Ausgestattet ist der kleine Roboter mit einem Spielball und hat die Mission euren vielleicht faul gewordenen Vierbeiner fit zu machen. Im Gegensatz zum Stöckchen werfen, kann dieses Fahrzeug präzise gesteuert werden und schont das Schultergelenk des Herrchens bzw. Frauchens. Der Go-Go Dog Pal wiegt 1,76 Kilogramm und besitzt einen wiederaufladbaren Akku.

Hier seht ihr den Go-Go Dog Pal in Aktion:

Die Hightech-Hundespielzeuge sollen übrigens so konstruiert sein, dass sie alle Hundeattacken unbeschadet überstehen, was den entscheidenden Unterschied zu den herkömmlichen ferngesteuerten Fahrzeugen ausmacht.

Whistle überwacht die Hundefitness

Whistle zeichnet nicht nur das Bewegungs-Tracking eures Hundes auf, sondern soll mit Hilfe von Devices die gesundheitlichen Daten eures Vierbeiners protokollieren. Sobald ihr eine Auffälligkeit bemerkt, könnt ihr rechtzeitig einschreiten und ggf. den Tierarzt aufsuchen. Die App zeichnet auf, ob und wann der Hund läuft, spielt oder schläft und wertet die Daten aus. Per Bluetooth oder WLAN verbindet ihr Whistle mit eurem Smartphone. Sobald Veränderungen auffällig werden, schlägt die App Alarm. Pluspunkt: Der Whistle ist wasserdicht und meldet euch jederzeit, wo sich euer Vierbeiner aufhält.


Whistle dokumentiert die Daten eures Hundes und schlägt Alarm, sobald sich etwas an seinem Verhalten ändert./ Quelle: whistle.com

Fazit

Immer mehr Fitnesstracker für Haustiere sorgen für Beruhigung beim Herrchen: Sie statten ihre Vierbeiner mit sensorgespickten Halsbändern aus, um die Gesundheitsdaten zu dokumentieren und im Falle von Verhaltensänderungen durch mangelnde Fitness, reagieren zu können. So verrückt es auch klingen mag,  dass unsere Haustiere von den technischen Neuerungen profitieren, war nur eine Frage der Zeit. Und das ist auch dringend nötig, denn laut des instituts für Tierernährung der Universität Leipzig sind Rund 40 Prozent der Hunde und Katzen in den Industrieländern Mitteleuropas übergewichtig. Die Wissenschaftler sehen diese Entwicklung als gefährlich an und empfehlen Besitzern und Vierbeinern öfter mal an die frische Luft zu gehen. Am besten mit Fitnesstracker.