Hinter den Kulissen vom Dreh zum beliebten GRAVIS Omi Clip

Über 4200 Views in kurzer Zeit auf  YouTube, knappe 60 Likes auf Facebook und zahlreiche Retweets auf Twitter: Unseren GRAVIS Kunden und Fans hat unser Video zur alten Dame, die sich mit Hilfe ihres iPhones Platz zum Einparken verschafft, gefallen.

Daher möchten wir Euch Bildmaterial vom Dreh dieses Videos zeigen und ich habe noch einmal mit Matthias Lang, dem Regisseur des Clips, gesprochen:

Hallo Matthias! Du bist der Regisseur des Videos „Es ist mehr möglich, als man denkt“ in dem sich eine ältere Dame mithilfe ihres iPhones , ganz nach dem Grundgedanken „Es gibt für alles eine App“, Platz beim Einparken verschafft. Wie bist Du auf diese Idee gekommen?

Interessanterweise war es mein Vater, der mich auf diese Idee gebracht hat. Als ich mein iPhone meinen Eltern vorgeführt habe, waren die komplett verwundert und fragten mich: „Woher weiß das Gerät denn all die schlauen Sachen?“ „Es hat eben unglaubliche Fähigkeiten“, gab ich zur Antwort. Hey, gute Idee, dachte ich mir, und habe daraus meinen Spot entwickelt. Also mein persönlicher Beitrag zum Thema „Augmented Reality“.

Du hast dein Diplom in der Werbeabteilung der Hochschule für Fernsehen und Film München, gemacht und bist damit also ausgebildeter Filmregisseur. Gibt es von Dir auch andere Projekte auf die man sich freuen darf oder bereits gesehen haben muss?

Matthias Lang, geboren 1986 in Bozen, Südtirol, Italien. Seit 2006 Studium der Spielfilmregie an der Filmhochschule München. 2009 Zusatzschwerpunkt im Bereich Werbung. Praktikant bei „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“, Video Operator bei Universal Pictures in Hollywood. Arbeitet als freier Regisseur, Autor und Ideenhaber.

Demnächst wird einer meiner Kurzfilme auf iTunes veröffentlicht. Darin geht es um ein kleines Männchen, das Tag für Tag in einem Computer schuften muss und ein verdrießliches Leben führt. Bis eines Tages ein überraschender Besuch alles durcheinander bringt. Der Film heißt „In Formatica“, die Hauptrolle spielt Volker Zack Michalowski. Der Film geht nur 9 Minuten, den kann man sich in einer Kaffeepause mal anschauen.

Wie war die Arbeit mit der älteren Dame in dem Video? Ist sie wirklich so technikaffin und kannte sie bereits das iPhone?

Marianne Schubart ist eine ganz goldige Schauspielerin. Ich bin wirklich glücklich darüber, dass ich mit ihr drehen konnte. Wir haben in ganz Deutschland nach passenden Schauspielerinnen gesucht und schließlich Frau Schubart in Lübeck gefunden. Für ihr Alter ist sie fit wie ein Turnschuh. Als ich ihr vom iPhone erzählt habe, sagte sie: „Ach dieses Wundertelefon, das jetzt alle haben?“

Nachdem ich ihr am Filmset den Spezialeffekt lang und breit erklärt hatte, meinte sie: „Ich weiß schon, man kann das Auto vom Flegel einfach mit dem Wunderhandy wegbeamen“, und darauf haben wir uns dann verständigt. Sie hat den Nagel ziemlich auf den Kopf getroffen.

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Was ist denn die witzigste Anekdote vom Videodreh? Ist etwas lustiges passiert?

Abends, als Frau Schubart wieder nach Hause musste, wollten wir noch ein paar Trickaufnahmen drehen und brauchten dafür ein älteres Handdouble. Da unsere Crew nur aus jungen Leuten bestand und unsere eigenen Omas gerade einen Termin bei Florian Silbereisen hatten, rief ich in der Taxizentrale in München an und ließ folgende Meldung durchgeben: „Filmemacher suchen ältere Damen mit schönen Händen für Werbedreh“. Man möchte es nicht für möglich halten, aber wenig später kam tatsächlich eine passende Taxifahrerin vorbei. Die Reaktion in der Taxizentrale hätte ich zu gern gesehen…

Abschließend noch die Frage: Welche App, außer dieser, fehlt deiner Meinung nach auf dieser Welt?

Ich warte immer noch darauf, dass das iPhone automatisch zu einer Steckdose kriecht, wenn der Akku schwach wird. Also, ihr App-Entwickler, strengt euch an!

Vielen Dank, Matthias!

Wer das Video noch einmal sehen möchte, schaut hier: