Im Hardware-Test: Das Buch

Wie bedient man ein Buch? In Zeiten von iPad und Co. keine ganz leichte Aufgabe. Dabei kann es ähnlich wie das iPad Hunderte von Seiten darstellen, man kann in ihm blättern und es in den Standby-Modus versetzen. Anders als das iPad benötigt es keine Batterie, dafür haben die Entwickler auf WLAN- und UMTS-Antennen verzichtet. Wir zeigen euch in diesem Beitrag, wie man so ein Buch bedient und stellen euch aktuelle Modelle vor.

Bemerkenswert an so einem Buch ist die Haptik. Die Schutzhülle – meistens ein mitgeliefertes Zubehörteil – ist ein reines Naturprodukt und vermittelt in der Regel eine angenehm griffige Handhabung. Die ist auch notwendig, da das Gewicht einiger Modelle beträchtlich sein kann.

Das System startet in unglaublich kurzer Zeit. Dazu muss man einfach das Buch aufklappen. In der Regel blickt man zunächst auf den Startbereich. Auf Wunsch kann man allerdings auch direkt an der Stelle weiter lesen, an der man zu Letzt aufgehört hat.

Dazu gibt es die Lesezeichen-Funktion, die uns sehr beeindruckt hat. Über eine aktive Ecke am rechten oberen Bereich der Darstellungsfläche kann man jederzeit seinen Lesefortschritt abspeichern, indem man die Ecke einfach umknickt. Wahlweise kann man auch einen sogenannten Lesezeichen-Einleger an der Stelle platzieren, an der man beim nächsten Start des Systems weiter arbeiten möchte.

In den meisten Fällen verwenden die Hersteller eine doppelte Darstellungsfläche. Dank der Zwei-Seiten-Funktion, die stark an Apples Exposé erinnert, kann der Anwender im linken Fenster starten und wechselt dann ohne große Mühe in das rechte Fenster.

Gut gelöst haben die Entwickler die Navigation. Dabei scheinen sie sich ebenfalls bei Apple bedient zu haben. Wie beim iPad und iPhone kann man per Wischbewegung zur nächsten Seite navigieren. Dabei ertönt meistens ein angenehm raschelnder Ton, der den Vorgang bestätigt.

Mit der rechten Hand ruft man die jeweils neue Seite auf. Mit einer Bewegung der linken Hand kann man sich die Lese-Historie aufrufen – eine nützliche Funktion, falls man einen wichtigen Sachverhalt vergessen hat.

Möchte man das Buch transportieren, dann drückt man es entlang der mittleren sogenannten Falz zusammen. Das Buch geht in den Stand-by-Modus und kann nun bequem in der Tasche verstaut werden.

Im GRAVIS Sortiment findet ihr zahlreiche Buch-Modelle. Allen gemeinsam sind die von uns getesteten Funktionen, beim Inhalt unterscheiden sie sich jedoch. So gibt es unter anderem ein Buch zu iWork ’09 und Office 2011. Auch zum iPad gibt es ein passendes Buch – dass dann die Handhabung von Apples Tablet-Gerät und die Funktionen erklärt.

Fazit

Das Buch besticht vor allem durch seine leichte Bedienung, die stark an iPad und Co. erinnert. Besonders beeindruckend ist zudem der schnelle Systemstart. Schade hingegen sind die fehlenden Anbindungen an das Internet – somit kann man zwar Kurznachrichten auf den Seiten hinterlassen, aber eine Anbindung an Facebook und Twitter fehlt. Wer also seine Gedanken zu den Buch-Modellen oder zu seinem Lieblingsbuch-Modell äußern will, der muss dazu am Mac oder iPad sitzen.

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Kommentare (22)

    Antje Beckmann

    Cool! Muss ich unbedingt haben!! Stromsparend sowas. ^^

    Lucas Sänger

    Neumodischer Hippie-Kram sowas. Gibts bei unserem Supermarkt um die Ecke auch. Leider scheinen dabei x-Millionen-Dutzend Leute auf die gleiche Idee gekommen zu sein, mit dem Ergebnis, dass der Markt von Herstellern und Inhalten überschwemmt wird.

    Android

    “Wer also seine Gedanken zu den Buch-Modellen oder zu seinem Lieblingsbuch-Modell äußern will, der muss dazu am Mac oder iPad sitzen.“

    Oder PC oder Xoom, Glaxy Tab, …

    Klaus Kuehn

    Buch ? Ich hatte auch mal eins. Hat aber meine Frau bei der Scheidung damals mitgenommen.

    blauer grashalm

    „Auch zum iPad gibt es ein passendes Buch“

    Klar… und auf dem Ipad kann ich dann diese Seite aufrufen um zu erfahren wie das Buch mit der Anleitung (für das IPad) funktioniert….Klasse. Das is mal ein Geschäftsmodell

    Christian Ewald

    Naja – ein Problem daran ist aber: sobald man also ein Buch fertig konsumiert hat, kann man mangels WLAN oder USB-Schnittstelle keine weiteren Inhalte nachladen. Ein reines Einweg-Produkt also – die Händler weigern sich sogar, das Produkt gegen einen Nachfolger mit aktualisierten Inhalten auszutauschen!
    Vielleicht gibt es ja bald eine Version 2.0, welche die gröbsten Fehler beseitigt. Ist ja eher noch eine frühe Beta-Version.