Am 12. September fällt endlich der Vorhang für das neue iPhone und womöglich auch noch andere Hardware-Neuheiten. Traditionell veröffentlicht Apple die großen Betriebssystem-Updates für iPhone und iPad und Mac wenige Tage später. Wir zeigen euch, wir ihr euch schon jetzt perfekt aufs Update vorbereitet.

macOS 10.13 „High Sierra“

Das jährliche Mac-Update ist auch in diesem Jahr vor allem ein „unter der Motorhaube“-Update. Das neue, auf Flash-Speicher ausgelegte Dateisystem APFS macht die Arbeit schneller, sicherer und mit vielen kleinen Features bereit für die flashbasierte Zukunft. HEVC- und HEIF-Unterstützung legen die Grundlagen für die Video- und Bildformate von morgen und mit Metal 2 steigert das System die Grafikleistung, unter anderem für Virtual-Reality-Anwendungen.

Außerdem gibt es kleine Verbesserungen für Fotos, Siri, Mail, iCloud, Spotlight, FaceTime und Notizen. Echt praktisch: Safari enthält ein neues Feature, das Autoplay-Videos standardmäßig blockiert. Eine weitere Funktion formatiert Online-Artikel auf Wunsch automatisch in eine fürs Lesen optimierte Darstellung. Für High Sierra gelten die gleichen Systemanforderungen wie für macOS 12.12 „Sierra“. Unterstützt werden demzufolge folgende Apple-Rechner:

  • MacBook (Ende 2009 oder neuer)
  • MacBook Pro (Mitte 2010 oder neuer)
  • MacBook Air (Ende 2010 oder neuer)
  • Mac mini (Mitte 2010 oder neuer)
  • iMac (Ende 2009 oder neuer)
  • Mac Pro (Mitte 2010 oder neuer)

 

Für macOS „Sierra“ nennt Apple als Mindestanforderung zwei Gigabyte Arbeitsspeicher, 8,8 Gigabyte freier Speicher auf der Festplatte sowie OS X 10.7.5 oder neuer. Aufgrund unserer Erfahrungen mit dem System empfehlen wir euch das Update nur auf Macs mit Intel Core-i-Prozessoren, mindestens vier Gigabyte Arbeitsspeicher und SSD zu installieren. Seit OS X 10.9 „Mavericks“ macht die Arbeit mit rotierenden Festplatten nur noch wenig Spaß. Zum Glück ist ein Upgrade vor allem bei älteren Macs, die noch mit Festplatte verkauft wurden, relativ einfach möglich. Schaut einfach mal in unseren Aufrüstungen Konfigurator um zu sehen, welche Möglichkeiten euer Mac hat.

 

 

Erfüllt euer Rechner, die Voraussetzungen, könnt ihr fast loslegen. Was nämlich noch fehlt, ist ein Backup. Das geht zum Glück mit Time Machine fast komplett automatisch. Was ihr tun müsst? Einfach eine externe Festplatte mit mindestens so viel Speicher, wie ihr aktuell verbraucht, anschließen. Handelt es sich um eine neue Festplatte, wird macOS euch fragen, ob ihr mit dieser eine Sicherung erstellen wollt. Den Status seht ihr über das Symbol in der Menüleiste oder aber in den Systemeinstellungen unter Time Machine. Entfernt die Sicherung vom Rechner, bevor ihr das Update startet. Falls jetzt bei der Installation etwas schiefgeht, habt ihr eine komplette Sicherung eures Rechners auf Festplatte.

 

 

Noch ein Tipp: Wenn euer Festplattenspeicher zu Ende geht, könnt ihr in macOS 10.12 „Sierra“ mit wenigen Handgriffen aufräumen. Klickt einfach auf das Apfel-Symbol oben links, wählt Über diesen Mac und Festplatten. Klickt rechts auf Verwalten … Hier findet ihr Empfehlungen, wie ihr schnell und einfach Platz schaffen könnt. Alternativ hilft euch ein Blick in unseren Ratgeber „Kehraus zum Frühling: So holen Sie mehr aus dem Mac“.

iOS 11

Das Update für Apples mobiles Betriebssystem betrifft vor allem das iPad. Auf dem Tablet hält ein neues Dock mit mehr Apps Einzug. Besseres Multitasking mit Split Screen, Drag & Drop für Text und andere Inhalte machen die Arbeit noch leichter. Nicht nur auf dem iPad, sondern auch für das iPhone hat Apple aus der bisherigen iCloud-Drive-App eine Dateien-App gemacht, die ähnlich wie der Finder auf dem Mac oder der Explorer in Windows funktioniert. Zudem verfügt die Notizen-App künftig über eine Scan-Funktion, es gibt mehr Möglichkeiten für Live Fotos, neue Kamera-Filter, einen komplett überarbeiteten App Store, ein neues Kontrollzentrum sowie Unterstützung für Apps mit Augmented Reality.

 

 

Verfügbar ist iOS 11 für folgende Geräte:

  • iPhone 7 und iPhone 7 Plus
  • iPhone 6s und iPhone 6s Plus
  • iPhone 6 und iPhone 6 Plus
  • iPhone SE
  • iPhone 5s
  • iPad Pro
  • iPad Air
  • iPad Air 2
  • iPad (5. Generation)
  • iPad mini 4
  • iPad mini 3
  • iPad mini 2
  • iPod touch (6. Generation)

 

Um das Update zu installieren braucht ihr eigentlich nur zwei Sachen: Ein aktuelles Backup sowie ausreichend Speicher. Das Backup erstellt ihr am besten über iTunes verschlüsselt. So bleiben nämlich eure Gesundheitsdaten sowie Passwörter bei einer Wiederherstellung im Notfall erhalten und ihr müsst diese nicht erneut eintragen. Da klappt so:

  1. Entsperrt euer iPhone, iPad oder iPod und schließt das Gerät am PC oder Mac an.
  2. Öffnet iTunes.
  3. Klickt oben links auf das iPhone-Symbol und wählt dann links in der Menüleiste Übersicht.
  4. Unter Backups markiert ihr jetzt iPhone-Backup verschlüsseln und startet die Sicherung anschließend mit Backup jetzt erstellen.
  5. Zur Sicherheit solltet ihr auch noch ein iCloud-Backup starten. iOS sichert sich, wenn ein Ladekabel verbunden und ein WLAN-Netz vorhanden ist, selbstständig. Ihr müsst also nur die wenigen Stunden seit der Sicherung zu iCloud hochladen.
  6. Wechselt dazu in die Einstellungen und tippt oben auf euren Account.
  7. Klickt auf iCloud und wischt dann runter zu iCloud Backup.
  8. Tippt in diesem Menü auf Backup jetzt erstellen.

 

Falls sich iOS beim Start des Updates in Allgemein und Softwareupdate über zu wenig Speicher beklagt, kontrolliert ob es Apps gibt, die ihr nicht mehr benötigt. Löscht möglichst Apps, die viel Speicherplatz in Beschlag nehmen. Diese macht ihr in den Einstellungen unter Speicher- & iCloud-Nutzung und Speicher verwalten ausfindig. Hier seht ihr auch, welche Apps viele oder große Inhalte gespeichert haben. Führt ihr die Aktualisierung über iTunes aus, kommt das Update mit deutlich weniger Speicher zurecht. Das liegt daran, dass das Update auf eurem Mac oder PC geladen und von dort aus auf dem iOS-Gerät installiert wird. Die Update-Funktion findet ihr im gleichen Menü wie den oben beschriebenen Backup-Dialog.