Wir erklären euch, wie ihr Apples eigene iOS-Apps deinstalliert und welche Alternativen sich lohnen.

Der Prozess zum Löschen einer iOS-eigenen App ist der gleiche wie bei einem aus dem App Store geladenen Programm: Die App zwei Sekunden leicht gedrückt halten und anschließend auf das „x“ des wackelnden Symbols tippen. Im Gegensatz zu Apps von Drittanbietern spart ihr beim Löschen einer Standard-App aber keinen Speicherplatz. Denn dabei entfernt ihr nur das Icon der Anwendung vom Home-Bildschirm, im Hintergrund bleibt die App aber auf dem Gerät. Der Löschvorgang lohnt sich deshalb eigentlich nur aus ästhetischen Gründen. iOS-eigene Apps, die ihr vom Bildschirm verschwinden lassen könnt, sind:

 

 

Löscht ihr die Kontakte-App, verbleiben eure Kontakte auf dem iPhone und ihr könnt sie weiterhin über die Telefon-App abrufen. Auch FaceTime-Anrufe sind ohne FaceTime-App weiterhin möglich. Dazu wählt ihr Kontakte einfach direkt über die Telefon-App an. Um eine gelöschte Apple-App erneut zu installieren, öffnet einfach den App Store und tippt den Namen in das Suchfeld ein. Alternativ haben wir für euch alle löschbaren Apps verlinkt. Per Klick kommt ihr direkt zur App im App Store.

 

 

Standard-Apps bleiben Standard-Apps

Klickt ihr auf einer Webseite auf eine E-Mail-Adresse, öffnet sich euer Standard-Mailprogramm mit einer neuen E-Mail, bei der der Empfänger bereits eingetragen ist. Webseiten-Links, die ihr per Nachricht erhaltet oder in Apps antippt, öffnen wiederum den Standard-Browser. Auf dem Mac wechselt ihr in den Mail- oder Safari-Einstellungen die Standard-App, wenn ihr zum Beispiel Outlook statt Mail oder Firefox statt Safari verwenden wollt. Das klappt unter iOS nicht. Ist die Mail-App deinstalliert und tippt ihr dann auf einen E-Mail-Link, meldet iOS, dass Mail zwangsläufig erforderlich ist. Auch der Kalender ist von der fehlenden Möglichkeit, andere Apps als Standard-App festzulegen,  betroffen. Nur in die iOS-eigene Anwendung tragt ihr also einfach per Fingertipp auf ein Datum schnell einen Termin ein. Abgesehen von diesen Einschränkungen lohnt sich aber ein Blick über den iOS-Tellerrand.

 

Fantastical statt Kalender

Die alternative Terminverwaltung glänzt schon beim ersten Start durch eine bessere Verwendung des wenigen vorhanden Bildschirmplatzes. Statt Wochentage und Tagesansicht zeigt Fantastical den kompletten Monat als Mini-Kalender. Dadurch seht ihr schneller als bei Apples App, welches Datum zu welchem Tag gehört und seht durch eine farbliche Markierung, ob ihr an diesem Tag schon etwas vorhabt. Unter dem Minikalender folgt eine Auflistung der Termine für Heute und Morgen. Besonders innovativ ist das Anlegen neuer Events: Schreibt oder diktiert einfach Details wie Name des Termins, Ort und Zeit. Fantastical erkennt die Details automatisch und baut daraus einen Termin. Das geht deutlich schneller als in der Kalender-App, wo ihr euch Feld für Feld bis zur „Speichern“-Taste hangelt. Preis: 5,49 Euro.

 

 

Halide statt Kamera

Auf dem ersten iPhone war die Kamera-App noch ziemlich einfach zu handhaben: Die einzige Schaltfläche war immerhin die Auslöse-Taste. Inzwischen überfrachten verschiedene Tabs und Optionen die Oberfläche. Halide ist deutlich aufgeräumter, während es gleichzeitig einfachen Zugriff auf Profi-Funktionen wie RAW-Format und Histogramm bietet. Preis: 6,99 Euro.

 

 

Opera Mini statt Safari

Der Browser der norwegischen Entwicklerschmiede ist vor allem für Menschen mit wenig Geduld oder wenig Datenvolumen interessant. Da Inhalte auf Servern im Hintergrund komprimiert werden, braucht Opera bis zu 90 Prozent weniger Daten als Safari und lädt Webseiten so schneller und datensparender. Um das Maximum an Effizienz zu erreichen, kann man beispielsweise das Laden von Bildern komplett deaktivieren. Außerdem sind ein Nachtmodus sowie ein Werbeblocker mit an Bord. Preis: Kostenlos.

 

 

WeatherPro statt Wetter

Apples Wetter-App ist zwar hübsch anzusehen, die Details sind aber spärlich und die Vorhersage nur wenig präzise. Deutlich zuversichtlicher sagt WeatherPro das Wetter vorher. Außerdem blendet die App Windgeschwindigkeit, Regenwahrscheinlichkeit, Regenmenge und Sonnenstunden ein. Einen Niederschlagsradar, Satellitenbilder und mehr gibt’s per In-App-Kauf oben drauf.Preis: 2,99 Euro.

 

 

Airmail statt Mail

Die E-Mail-Anwendung glänzt vor allem durch die Integration verschiedener Dienste. Neben Cloud-Speicher-Diensten wie Google Drive oder Dropbox lassen sich Links auch in alternativen Browsern öffnen und E-Mails an Services wie Trello, Fantastical oder Github weiterleiten. Außerdem macht Airmail aus E-Mails Erinnerungen, indem diese für eine bestimmte Dauer „gesnoozed“ werden können. So taucht eine E-Mail zur Geburtstagsplanung, um die ihr euch mittags auf der Arbeit nicht kümmern konntet, auf Knopfdruck am Abend automatisch wieder in eurem Posteingang auf. Preis: 5,49 Euro.