Auch im Winter müssen unsere Smartphones immer einsatzbereit sein. Doch die Kälte macht ihnen zu schaffen – Akkus haben weniger Kapazität, die Displays büßen an Funktion ein. Bei kalten Temperaturen muss man einiges beachten, um weiterhin Spaß mit dem iPhone zu haben.

Laut Apples Webseite zu den technischen Spezifikationen sollte das iPhone nur zwischen 0ºC und 35ºC verwendet werden. Ausgeschaltet hält das Smartphone auch bis zu -20ºC aus. Das bedeutet aber nicht, dass ihr euer iPhone unterhalb des Gefrierpunkts sofort deaktivieren müsst. Die Angaben bedeuten lediglich, dass das Smartphone nicht mehr wie gewohnt funktioniert. Beispielsweise kann das Display träge reagieren und auch der Akku ist schneller leer.

 

Akku leer? Da war doch was …

iPhones mit älteren Akkus, die schon ein paar Jahre im Einsatz sind, sind oft von dem sich plötzlich leerenden Akku betroffen. Insbesondere bei Kälte tritt dieses Phänomen auf. Ist das bei euch der Fall, überprüft ihr am besten den Allgemeinzustand eures Akkus. Das klappt zum Beispiel mit iMazing auf dem Mac oder unter Windows. Direkt auf dem iPhone lest ihr die Leistung eures Akkus mit  Battery Life aus. Ist die Kapazität unter 80 Prozent (mehr als 20 Prozent Verschleiß) und befindet ihr euch noch innerhalb der Garantiezeit, könnt ihr euren Akku kostenfrei austauschen lassen. Befindet ihr euch außerhalb der Garantiezeit, tauschen unsere GRAVIS-Techniker für 28,99 Euro euren Akku aus.

 

 

Nicht vergessen: Notfallakku und Ladekabel

Auch wenn die Leistung des Akkus noch bei 100 Prozent ist, belastet Kälte euer iPhone zusätzlich. Die Standby-Dauer wird dadurch deutlich reduziert. Ladet ihr euer iPhone nicht tagsüber und verwendet ihr das Smartphone an der kalten Winterluft, wird es schwer, den Abend mit noch funktionierendem Smartphone zu erreichen. Packt deshalb am besten einen kleinen Notfall-Akku ein. Für die Überbrückung bis zum Abend reicht ein kleines Modell wie die Networx Macaron Power Bank mit 2.400 mAh, das ein iPhone einmal komplett aufladen kann. Eine clevere Ergänzung zum Akku stellt ein Schlüsselanhänger mit Lightning-Kabel dar. Selbst wenn ihr euren Akku einmal nicht bei euch habt, stehen die Chancen gut, dass ihr irgendwo einen USB-Anschluss findet. Vor allem aber ist ein Schlüsselanhänger im Gegensatz zum Akku wirklich immer mit am Mann oder an der Frau.

 

 

Handschuhe fürs Smartphone

Das iPhone mit der Nase bedienen? Sieht komisch aus, ist aber bei Temperaturen, die Handschuhe unabkömmlich machen, die einzige Möglichkeit, um etwa einen Anruf entgegen zu nehmen. Denn: Das Display des iPhones reagiert (von 3D Touch abgesehen) nicht auf Druck, sondern auf winzige Stromflüsse durch die Haut. Ist diese unter einer Lage Stoff verborgen, reagiert das iPhone einfach nicht mehr. Das hat auch die Bekleidungsindustrie erkannt und bietet seit dem ersten iPhone leitfähige Smartphone-Handschuhe an. Alternativ könnt ihr auch leitfähigen Bindfaden in eure Lieblingshandschuhe einnähen oder die Fingerspitzen mit einem Mittel wie Any Glove behandeln. Beide Methoden führen dazu, dass der Stoff leitfähig wird. Falls ihr doch einfach die Nasenbedienung erlernt, hier noch ein Tipp: Zum Beenden des Gesprächs könnt ihr anstatt erneut mit der Nase aufs Display zu tippen einfach einmal die rechte Seitentaste drücken.

 

Immer schön warm halten!

Damit der Akku möglichst lang hält und der Bildschirm flott reagiert, sorgt ihr am besten dafür, dass sich das Smartphone gut geschützt und nah am Körper befindet, etwa in der Innentasche der Jacke anstatt in der Handtasche oder Außentasche. Ist das Gerät einmal warm, könnt ihr es zwischendurch kurz verwenden. Vermeidet aber die dauerhafte Verwendung in der Kälte, um euer Smartphone nicht unnötig zu strapazieren.