Komplett überarbeitet: Apple zeigt neues MacBook Air, Mac mini und iPad Pro

Auf seinem „There’s more in the making“-Event hat Apple neue Hardware präsentiert. Das sind die Highlights.

Apple lud auf seiner am 30. Oktober 2018 abgehaltenen Keynote ausnahmsweise in die Brooklyn Academy of Music ein. In New York zeigte sich das Publikum von den Neuvorstellungen so begeistert, dass Tim Cook in die jubelnde Menge rief: „Ich ziehe nach New York um!”. Der Jubel unterbrach die Apple-Mitarbeiter auf der Bühne immer wieder, denn tatsächlich überarbeitete Apple gleich drei seiner beliebtesten Hardware-Produkte komplett neu und überzeugte mit den Neuerungen die Anwesenden.

Retina Display, Touch ID und richtig schnell: MacBook Air

Mit der neuen Generation des MacBook Air hat Apple sich an eine komplette Neuentwicklung seines dünnsten Rechners gewagt. Vom „großen“ MacBook Pro übernimmt das MacBook Air das hochauflösende Retina-Display sowie den Touch-ID-Sensor, mit dem ihr euch per Fingerabdruck statt Kennwort anmeldet. Der dafür zuständige T2-Chip sorgt aber auch für Sicherheit. Er blockiert Schadsoftware und verschlüsselt und entschlüsselt eure Daten schnell und sicher. Außerdem hört das neue MacBook Air auf „Hey Siri“, um etwa einen Termin anzulegen, Anrufe zu starten oder das Licht per HomeKit zu steuern. Im Vergleich zu seinem Vorgänger verfügt das neue MacBook Air über ein 20 Prozent größeres Force Touch Trackpad, das auf Druck reagiert. Das 13,3“ große Display ist nicht nur hochauflösender und damit schärfer, es bietet auch 48 Prozent mehr Farbe.

Unter der Motorhaube sorgt ein Intel Dual Core i5 der achten Generation in Kombination mit bis zu 16 GB Arbeitsspeicher und bis zu 1,5 TB SSD-Speicher für ordentlich Leistung. Wer Grafikleistung für Spiele oder Videoschnitt benötigt, kann über den Thunderbolt 3/USB-C-Anschluss neben externen Festplatten oder 5K-Monitoren auch eine externe Grafikkarte wie die Sonnet eGFX Breakaway anschließen.

Das MacBook Air mit 1,6 GHz Dual Core Intel Core i5 Prozessor, 8 GB Arbeitsspeicher und 128 GB SSD könnt ihr ab sofort für 1.349 Euro vorbestellen. Die Variante mit 256 GB SSD erhaltet ihr für 1.599 Euro. In unseren GRAVIS-Filialen kommen die neuen MacBooks am 7. November.

Mehr Pro war nie: Mac mini

Auch beim Mac mini hat sich die lange Entwicklungszeit gelohnt: Mit wahlweise vier oder sechs Kernen, bis zu 64 GB Arbeitsspeicher und 2 TB SSD-Speicher liefert der winzige Rechner ausreichend Leistung selbst für absolute Profis. Wie beim MacBook Air ist im Mac mini Apples T2-Chip enthalten, der mehr Sicherheit und schnellere Videocodierung ermöglicht.

Mit Blick auf die Anschlüsse zeigt sich der Rechner erfreulich flexibel: Vier Thunderbolt-3/USB-C-Ports, ein HDMI-Anschluss, zwei klassische USB-A-Anschlüsse sowie – optional statt des Gigabit-Ethernets – einen besonders schnellen 10GB-Netzwerkanschluss wurden in das kleine Gehäuse eingebaut. Passend zur Tastatur und Maus in Spacegrau gibt es den Mac mini künftig ebenfalls in einer eleganten Version aus dunkelgrauem Aluminium.

Worauf Apple besonders stolz ist: Das aus Aluminium gefertigte Gehäuse sowohl des MacBook Air als auch des Mac mini werden aus 100 Prozent recyceltem Aluminium gefertigt. Das im Innern verbaute Plastik besteht immerhin zu 60 Prozent aus recyceltem Material. Den „grünsten Mac aller Zeiten” nannte Tim Cook daher auch das neue MacBook Air.

Wie das MacBook Air könnt ihr auch den Mac mini ab sofort vorbestellen. Das Modell mit 3,6 GHz Quad Core Intel Core i3 Prozessor, 8 GB Arbeitsspeicher und 128 GB SSD bekommt ihr für 899 Euro. Mehr Leistung mit 3,0 GHz 6 Core Intel Core i5 Prozessor, 8 GB Arbeitsspeicher und 256 GB SSD erhaltet ihr für 1.249 Euro. Ab dem 7. November findet ihr die Geräte auch in unseren GRAVIS-Filialen.

iPad Pro: Die größte Veränderung seit dem ersten iPad

Als letztes Gerät im Dreiergestirn kam Tim Cook auf ein weiteres „powerful creative product“ zu sprechen: Das iPad Pro. Eine Überraschung zu Beginn der iPad-Vorstellung: Mit 44,2 Millionen verkauften iPads im letzten Jahr und 400 Millionen verkauften Geräten insgesamt steht Apple an der Spitze der Verkaufscharts mobiler Rechner. „Wir haben mehr iPads im letzten Jahr verkauft, als alle Notebook-Hersteller weltweit“, zeigte sich Tim Cook stolz.

Das neue iPad Pro ist nun noch attraktiver für Computer- wie Tablet-Nutzer: Im neuen Tablet verbaut Apple das bereits im iPhone XR eingesetzte Liquid Retina Display mit abgerundeten Ecken. Auf den markanten Home-Button mit Face ID wurde zugunsten von Face ID und einem größeren Display verzichtet. Stattdessen ziert ein dünner Rahmen das riesige Display. Analog zum iPhone entsperrt ihr das neue iPad Pro per Face ID. Pfiffig: Die Ausrichtung des Displays ist dabei egal. Ein „falschrum“ gibt es beim iPad Pro also nicht mehr. Durch den schmaleren Rahmen behält das kleine iPad die gleiche Gehäusegröße, während das Display auf 11 Zoll in der Diagonale wächst. Beim großen 12,9-Zoll-iPad-Pro bleibt die Display-Größe gleich, während das Gehäuse noch kompakter wurde. Mit seinen 5,9 mm Höhe ist es sogar 15 Prozent dünner als sein Vorgänger.

Im Inneren legt das neue iPad Pro hingegen zu: Der A12X-Bionic-Prozessor ist eine Weiterentwicklung des aus dem iPhone XS, XS Max und XR bekannten Prozessors. Im Vergleich zur letzten Generation ist der Prozessor bis zu 90 Prozent schneller und damit laut Apple „schneller als 92 Prozent aller aktuell verkauften mobilen Rechner“. Die Grafikleistung steigerten Apples Entwickler so stark, dass Apple das iPad Pro sogar mit der Xbox One S auf einer Stufe stehen sieht. Für große Video- oder Grafikprojekte bietet das iPad Pro künftig bis zu 1 TB SSD-Speicher.

Ebenfalls Pro: Das iPad Pro hat keinen Lightning-Anschluss mehr. Stattdessen setzt Apple auf das flexiblere USB-C, mit dem ihr zum Beispiel Displays anschließt (bis zu 5K) und USB-Hubs oder Netzwerk-Adapter mit dem iPad Pro verbindet. Apple selbst liefert einen neuen Apple Pencil, der eine Werkzeugsteuerung durch Wischgesten ermöglicht, per Doppelklick die Werkzeuge wechselt oder in der neuen Photoshop-App zoomt und sich zum Koppeln und Aufladen magnetisch an den Rahmen des iPad Pro anbringen lässt. Dabei lädt sich der Pencil gleichzeitig induktiv – also ohne Ladekabel – auf. Laden kann man nicht nur den Pencil der 2. Generation. Der USB-C-Anschluss ermöglicht beim neuen iPad Pro Modell auch das sogenannte Charging-Out. Mit dem iPad Pro kann man dadurch auch das iPhone laden. Schreibkomfort und perfekten Schutz der Vorder- und Rückseite bietet die ebenfalls magnetische Tastatur mit Schutzhülle.

Beide Modelle – 11” und 12,9” – gibt es in Silber und Spacegrau mit wahlweise 64 GB, 256 GB oder 512 GB sowie einer neuen 1 TB-Option. Das 11” iPad Pro beginnt bei 879 Euro für die WiFi-Variante und kostet mit WiFi und LTE ab 1.049 Euro. Das 12.9” iPad Pro kostet 1.099 Euro (Wi-Fi) beziehungsweise 1.269 Euro (Wi-Fi + Cellular). Sie sind – wie die anderen Apple-Neuerungen – ab sofort bei uns zu bestellen und werden ab dem 7. November auch in den GRAVIS-Filialen zu haben sein. Der Apple Pencil der zweiten Generation kostet 135 Euro, das neue Keyboard ist ab 179 Euro in allen GRAVIS-Filialen erhältlich.

iOS 12.1 ab heute verfügbar

Neben neuer Hardware verkündete Apples CEO Tim Cook außerdem die Verfügbarkeit von iOS 12.1. Das erste große Update für iOS 12 ermöglicht FaceTime-Anrufe mit bis zu 32 Teilnehmern gleichzeitig. Außerdem könnt ihr auf einem iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR über die eSIM einen zweiten, virtuellen Mobilfunkanschluss aktivieren. Das lohnt sich beispielsweise für eine private und eine geschäftliche Rufnummer. Die dritte Neuerung sind über 70 neue Emojis. Wichtig: Macht vor der Installation wie bei jedem iOS-Update ein Backup. Wie das geht, erklären wir euch in diesem Beitrag.