Schneller und besser: Mac aufrüsten, so geht’s

Auch Computer kommen in die Jahre. Wenn der Mac mit der Zeit langsamer wird, hilft oft eine Fitness-Kur.

Der bunte „Strandball“ rotiert ewig und Ladebalken kommen nur schleppend voran. Wenn euch das bekannt vorkommt, dann wird es Zeit, euren alten Mac aufzurüsten und ihm neuen Schwung zu verpassen. Wie und ob sich euer Mac aufrüsten lässt, zeigen wir euch hier.

Wenn euer Rechner sich Pausen gönnt

Auch ein Mac kommt mal in die Jahre. Spätestens wenn der Browser bis zu 20 Sekunden braucht, bevor ihr überhaupt eine Adresse eingeben könnt, oder ihr mit dem Start eines Programmes das Gefühl habt, wertvolle Lebenszeit zu vergeuden, dann solltet ihr zur Leistungssteigerung an eine Aufrüstung eures betagten Macs denken. Ansatzpunkte sind beispielsweise mehr Arbeitsspeicher (RAM), eine flottere Festplatte oder ein schnellerer Prozessor (CPU). Voraussetzung: Apple und euer Rechner lassen das zu, denn Cupertino hat die Do-it-yourself-Aufrüstung in den letzten Jahren erschwert. Also prüft im Vorfeld zunächst, ob ihr an eurem Mac noch Hand beziehungsweise den Schrauber anlegen dürft, um Komponenten auszutauschen. Falls nicht, bleibt nur der Weg zum Fachmann.

Den Mac beschleunigen

Die einfachste Lösung, um euren Mac aufzurüsten, ist die Erweiterung des Arbeitsspeichers. Dieser RAM-Speicher ist das Kurzzeitgedächtnis eures Mac. Es speichert und verwaltet alle Daten aktuell geöffneter Software. Insbesondere bei mehreren parallel geöffneten Programmen kann der vorhandene Speicher knapp werden. Dann lagert der RAM einzelne Daten auf die Festplatte aus, die natürlich viel langsamer ist, was euren Mac ausbremst. Abhilfe schafft hier ein RAM-Upgrade, das bei vielen Macs möglich ist.

Speicher könnt ihr nie genug haben

Speicher kann man nie genug haben, lautet eine Regel. Denn mit reichlich Arbeitsspeicher reagiert euer Mac schneller, führt Anwendungen flotter aus und erledigt gleichzeitige Aufgaben reibungsloser. Zwar spürt ihr schon bei der Arbeit, ob euer Rechner langsamer wird, doch um sicherzugehen, dass euer Arbeitsspeicher am Limit arbeitet, könnt ihr das bordeigene Programm „Aktivitätsanzeiger“ einsetzen. Das findet ihr im „Launchpad“ unter „Andere“. Wenn der Aktivitätsanzeiger euch regelmäßig rote Bereiche beim Speicherdruck anzeigt, dann ist es Zeit für eine Speichererweiterung.

Ob ihr den RAM-Speicher selbst einbauen könnt, hängt letztlich von eurem Rechner-Modell ab. Besitzt ihr einen iMac von 2012, so könnt ihr den Arbeitsspeicher noch selbst nachrüsten. Bei einem 21,5-Zoll-iMac ab dem Jahr 2012, solltet ihr den RAM-Austausch von einem Service-Provider wie GRAVIS durchführen lassen. Ein iMac von 2015 lässt sich gar nicht aufrüsten. Und ebenso seid ihr als Besitzer aktueller mobiler Rechner von Apple außen vor, denn die sind nicht erweiterbar. Apple hat hier den Speicher fest verlötet. Da empfiehlt es sich, schon beim Kauf des Rechners nicht an Arbeitsspeicher zu sparen.

Eigenhändig aufrüsten könnt ihr auch einen Mac mini bis zum Baujahr 2012, wohingegen die Erweiterung bei einem mini aus dem Jahr 2014 nicht möglich ist. Die aktuellen Mac mini Modelle von 2018 haben zwar austauschbare Speichermodule, die aber nur schwer zugänglich sind. Da solltet ihr den Austausch besser einem Fachmann überlassen.

Gewusst wo

Bevor ihr den Fachmann kontaktiert, macht euch selbst ein Bild, welche Tuningmöglichkeiten für euren Mac ratsam oder möglich sind. Dazu bietet GRAVIS euch den Aufrüstungs-Konfigurator. Dort gebt ihr einfach nur die Spezifikation eures Mac ein und bekommt Auskunft, wie und was ihr aufrüsten könnt.

Die genauen Informationen über euren Rechner erhaltet ihr, wenn ihr unter dem Apfel-Logo im Menü „Über diesen Mac“ anklickt. Dort seht ihr nicht nur das Baujahr eures Macs sondern unter dem Reiter „Speicher“ auch gleich, wie groß dessen Arbeitsspeicher ist und wie viel Speicherplätze belegt sind.

Schneller als zuvor

Es muss nicht immer Arbeitsspeicher sein. Einen Geschwindigkeitsschub verpasst ihr eurem alten Mac bereits, wenn ihr ihn mit einer schnellen und leistungsstarken SSD-Festplatte ausrüstet. Eine SSD (Solid State Disk) erledigt viele Aufgaben durchschnittlich sechsmal schneller als eine herkömmliche mechanische Festplatte, da sie digital und dementsprechend rasant auf die Daten zugreift. So verkürzen sich die Startzeiten für das Betriebssystem und das Öffnen der Anwendungen. Und ganz nebenbei ist so eine SSD auch zuverlässiger und haltbarer als eine Festplatte, denn sie kommt ohne mechanische Komponenten aus. SSDs sind ideal für mobile Rechner und lassen sich grundsätzlich in jedem MacBook anstelle einer herkömmlichen Festplatte im Format 2,5 Zoll verwenden, zum Beispiel in MacBooks von 2008/2009, im Macbook Pro ohne Retina aus den Jahren 2012 bis 2016 sowie in MacBook Pros bis 2011. Auch hier gilt, vorher informieren.

Die spezielle Lösung

Eine weitere Aufrüst-Möglichkeit bietet GRAVIS euch speziell für den iMac Retina 5K 27″ (Late 2015) mit einem Upgrade des Prozessors. Dabei wird die CPU gegen einen neuen Intel Core i7 Prozessor getauscht, mit dem euer iMac spürbar mehr Leistung unter die Haube bekommt.