Mac OS X 10.6.6: Was man vor der Installation wissen sollte

Am 6. Januar öffnet der Mac App Store seine Pforten – und damit man ihn nutzen kann, wird Apple ein Update für Mac OS X veröffentlichen. Neben Fehlerbehebungen und kleineren Verbesserungen wird das Update auf 10.6.6 vor allem den neuen Software-Store auf den Mac bringen. Was es mit Combo- und Delta-Update auf sich hat und wie man notfalls auf die Vorgängerversion zurück gelangt, haben wir hier zusammengetragen.

Mit Mac OS X 10.6.6 wird man künftig automatisch in den Mac App Store geleitet, sofern man versucht eine Datei ohne kompatibles Programm zu öffnen. Wie gut das ganze funktioniert, werden wir testen, sobald das Update da ist. Bevor es soweit ist, klären wir noch ein paar Fragen.

Combo oder Delta

Immer wenn Apple das Betriebssystems aktualisiert, schwirren die Begriffe Combo und Delta durch die Foren. Zur Erklärung: Das Combo-Update bringt eine beliebige Mac OS X 10.6-Installation auf den neuesten Stand. In der Datei stecken alle Änderungen drin, die Apple zu Snow Leopard jemals veröffentlicht hat. Deshalb ist diese Datei so enorm groß.

Das Delta-Update bezieht der Mac-Besitzer über die Software-Aktualisierung. Das Delta enthält allerdings nur die Updates von der Vorversion. Der Vorteil eines Delta-Updates liegt auf der Hand: es geht schneller und einfacher. Und in den meisten Fällen gibt es auch keine Probleme bei der Installation. Dennoch setzen zahlreiche Anwender lieber auf das Combo-Update. Vor allem wenn das Betriebssystem einem das Gefühl vermittelt, mit angezogener Handbremse zu laufen oder merkwürdige Allüren entwickelt, kann das Combo-Update helfen.

Zwar dauert der Download des dicken Datei-Brockens deutlich länger, aber die anschließende Installation ist einfach. Und wer mehrere Macs aktualisieren muss, der spart sich mit dem einmaligen Herunterladen des Combos Zeit.

Vor der Installation von Mac OS X 10.6.6

Der ein oder anderen mag sich die Frage stellen, ob er das Update überhaupt benötigt. Sicher ist bislang nur, dass Apple neben der Integration des Mac App Stores an Bonjour, dem Dock, OpenGL, beim Drucken und an Spotlight herum geschraubt hat. Zudem schließt das Update auch einige Sicherheitslücken.

Wer im Notfall auf die Vorgängerversion wieder zurück möchte, sollte sich vor der Installation allerdings sein System sichern. Am besten funktioniert das mit einem Time Machine-Backup. Vor der Aktualisierung sollte man ein letztes Mal ein Backup anlegen. Nach dem Update dann allerdings zunächst keines mehr. Hat man nun mit Mac OS X 10.6.6 aus dem ein oder anderen Grund ein Problem, so installiert man zunächst das System von der System-DVD neu, spielt das zuvor heruntergeladene und auf einem externen Speicher abgelegte Combo-Update Mac OS X 10.6.5 und holt sich alle Einstellungen und Programme im Anschluss mit dem Backup wieder.

Zweite Möglichkeit: Man installiert 10.6.6 zunächst auf einer externen Festplatte. Dazu installiert man das Betriebssystem auf der Festplatte, startet den Mac mit gedrückter Wahl (Alt)- Taste von der externen Festplatte und spielt anschließend das Combo-Update darauf.

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Kommentare (19)

    Alex

    Danke für die Hinweise!

    Viktor Dite

    Immer diese Zwangsupdates 🙁
    Wenn die Appstore nicht haben will, darf ich nie wieder updaten. So ein Bullshit!

    muffinmaker

    Ich kann die Warnung, vor dem Update ein Backup zu machen nur unterstreichen!
    Nach dem Update ließen sich Firefox und EyeTV nicht mehr starten. Auch Neuistallation der Programme hat das Problem nicht behoben. Nach Wiederherstellung auf Version 10.6.5 lief alles wieder…
    Der Appstore bleibt für mich nun geschlossen. Schade…

    Karl-Heinz Lange

    Nach dem Update 10.6.6 verursacht der Systemprozess mds (meta data spotlight) eine Systemlast bis zu 65 %. Nach dem Wiederherstellen mittels Time Machine auf 10.6.5 läuft mein iMac wieder rund.

      Tizian Nemeth

      Schwer zu sagen, woran das liegt. Ad hoc könnte das mit einer Neuindizierung von Spotlight zusammen hängen. Dann sollte die Last aber nach einer Weile – je nach Datenumfang auf der Festplatte – wieder sinken.

    sickofnewapplepolicy

    ich kann auf den store auch gut verzichten, habe schon den itunes-store nicht benutzt. apple sollte mal langsam aufpassen nicht DIE datenkrake unter den betriebssystemherstellern zu werden, nur weil sie mit anderem zeug ihr geld leichter verdienen. ich arbeite seit 1997 mit macs, aber so langsam reicht’s mit der zwangsbeglückung.

    sickofnewapplepolicy

    achso, konkret: finder bereit ewig das kopieren vor, was sich nicht mal beenden lässt. programme starten nach minuten, wenn überhaupt (safari friert beim start ein), volumes lassen sich nicht auswerfen. nachdem die letzten updates immer gut liefen, ist dieses echt ein knaller.

    Karl-Heinz Lange

    Nach dem Update 10.6.6 verursacht der Systemprozess mds (meta data spotlight) bis zu 65% Systemlast. Wird die BotCamp-Partition gelöscht tritt das Ärgernis nicht auf.
    Habe versuchsweise die BootCamp-Partition auf 5 GB, 32 GB, 432 GB eingerichtet.
    Je grösser die Partition ist, um so länger hält die Systembelastung an. Und das bei jedem Neustart! Deswegen vermute ich: Spotlight indexiert jedesmal die BootCamp-Partition neu. – Hoffe, das mit dem Update 10.6.7 von Apple der Fehler beseitigt wird.

      Martina Schröder

      Versuchsweise könntest du die BootCamp-Partition mal in die Spotlight-Privatsphäre aufnehmen. In dieser Systemeinstellung kann ich bestimmen, welche Ordner nicht indiziert werden sollen. Das könnte das Problem ggfs. erstmal lösen.