Microsoft Edge: Das bringt der neue Browser für macOS

Es muss nicht immer Safari sein. Auch andere Web-Browser können sich auf einem Mac sehen lassen. So wie der neue Microsoft Edge.

Nicht jeder, der an einem Mac-Rechner sitzt, greift beim Surfen im Internet auf den bordeigenen Browser Safari zurück. Der Browser-Markt ist umkämpft und bietet einige Alternativen. Jüngst hat Microsoft sich mit dem Browser Edge zurückgemeldet. Den Nachfolger des altgedienten Browsers Internet Explorer gibt es jetzt auch für macOS, allerdings zunächst noch als Beta, also in einer Entwickler-Version. Sie ist noch nicht zum ständigen Surfen geeignet, aber so stabil, dass ihr sie auf eurem Mac ausprobieren könnt.

Willkommen zurück

Erstmals stellt Microsoft nach mehr als einem Jahrzehnt mit dem neuen Microsoft Edge wieder einen Internet-Browser für den Mac bereit. Der Nachfolger des Internet Explorer gibt euch bei der Bedienung natürlich eine Mac-Anmutung, wirkt moderner als der Vorgänger und bietet auch einige neue Funktionen. Microsoft Edge basiert wie Google Chrome auf dem Open-Source-Projekt Chromium. Damit ihr Microsoft Edge als Browser auf dem Mac nutzen könnt, benötigt ihr einen Mac, auf dem zumindest macOS 10.12 läuft.

Die neueste Beta-Version, die ihr bei Microsoft Edge Insider Channels herunterladen könnt, kombiniert bekannte Funktionen, die ihr vielleicht vom Chrome-Browser kennt, mit neuen Features. Wegen der Chromium-Basis könnt ihr zudem auf alle Erweiterungen für den Browser zurückgreifen, die im Chrome Web Store angeboten werden. Aber auch mit Plug-ins von Microsoft könnt ihr den Browser ergänzen. Falls ihr zuvor schon den Google Chrome Browser als Alternative zu Safari benutzt habt, so lassen sich eure persönlichen Einstellungen wie Lesezeichen oder Chronikverlauf nach Edge importieren. Gleiches trifft für eure Lesezeichen aus Safari zu, die Edge ebenfalls synchronisieren kann.

Microsoft Edge für Mac

Edge entdecken

Die Favoriten und den Browser-Verlauf stellt Microsoft Edge übrigens als einfache Liste mit kleinen Icons dar. Ihr findet sie mit der Leseliste im selben Fenster. Wenn ihr beim Surfen eine Seite zur Leseliste hinzufügen wollt, wird die Seite komplett hier abgelegt. Interessant ist die Funktion „Sammlungen“, mit der ihr verschiedene Inhalte, von Bildern über Texte bis hin zu Links, im Browser direkt sammeln könnt. Um diese dann später komplett zu exportieren.

Die App lässt sich einfach bedienen, greift sie doch die aus Windows bekannte Kacheloptik auf, in der sie euch die einzelnen Tabs anzeigt. Und in macOS erhalten diese Tabs sogar abgerundete Ecken. Apropos Tabs, die könnt ihr ganz nach euren eigenen Wünschen gestalten und das Layout anpassen. Einzelne Tabs schaltet ihr manuell stumm. Als Suchmaschine nutzt Edge das Microsoft-eigene Bing. Und suchen könnt ihr auch per Sprachbefehl. Ansonsten steuert ihr den Browser intuitiv mit den bekannten Tastenkombinationen.

Microsoft Edge für Mac

An macOS angepasst

Oder ihr steuert Edge über die TouchBar an eurem Mac. Denn auch das gehört zum Mac-Feeling. Die jüngste Version des Microsoft Browsers bringt euch weitere Anpassungen an macOS, so dass ihr euch gleich heimisch fühlt. So unterstützt Edge neben dem neuen Dunkel-Modus von Apple eben auch die TouchBar, die ihr dann für den Wechsel zwischen Tabs nutzen könnt. Oder ihr legt darauf beispielsweise eure Favoriten ab und steuert darüber außerdem Videos im Browser.

Falls euch der Browser auf dem Mac gefällt, denkt daran: Derzeit ist Microsoft Edge noch eine Vorab-Version, weshalb ihr die Applikation zunächst noch nicht als euren primären Browser nutzen solltet. Wann ihr die offizielle beziehungsweise endgültige Version von Microsoft Edge für macOS herunterladen könnt, ist noch nicht bekannt. Doch wenn ihr mit der Beta-Version arbeitet, erhaltet ihr die derzeit in kurzen Abständen folgenden Updates automatisch.

Microsoft Edge für Mac

Beim Datenschutz dazu gelernt

Noch ein Wort zum Datenschutz: Microsoft Edge hat von Haus aus den Werbeblocker „Adblock Plus“ integriert. Außerdem sollen nach und nach Privatsphäre-Tools integriert werden, über die ihr in drei vorgegebenen Stufen einstellen könnt, welche Daten Drittanbieter und Webseitenbetreiber von euch sammeln dürfen. So soll neben der URL-Leiste ein Drop-Down-Fenster eingeblendet werden, auf dem ihr seht, wie viele Webseiten-Tracker erlaubt und geblockt werden, ob Zertifikate der Webseite noch gültig sind und wie viele Cookies die Seite nutzt. Damit hebt Microsoft Edge sich deutlich von Google Chrome ab.

Schon in den früheren Versionen enthielt Edge die Erweiterung Microsoft Defender Browser Protection. Wenn ihr sie aktiviert, fragt Edge einen speziellen Filter vor dem Besuch einer Website ab, um zu prüfen, ob die Website bösartigen Code verbreitet. Ist das der Fall, stoppt Edge notfalls den Aufruf der Seite.