Die nächste große macOS-Version bringt einige spannende Neuerungen. Einige davon gibt’s mit Umweg auch ohne Update.

Mit dem Dunkelmodusin macOS 10.14 „Mojave“, benannt nach einer Wüste im Westen der USA, schaltet Apple das Licht auf dem Mac auf Sparflamme: Statt in Weiß und Grau erscheinen Fenster und Menüs Schwarz und Dunkelgrau. Passend zur Tageszeit verändern sich die Farben des Schreibtischs mit dynamischen Hintergründen. Damit der Hintergrund nicht von hunderten Dateien verdeckt wird, sortiert Mojave eure Dateien auf Wunsch automatisch nach Dateiart, Datum oder Tags auf Stapel. Der Finder zeigt Vorschauen als Galerie und dank Schnellaktionen könnt ihr zum Beispiel schnell Dateien drehen, PDFs schützen oder Videos trimmen. Auch die Dateivorschau, die ihr durch Drücken der Leertaste aufruft, ermöglicht in Mojave die schnelle Bearbeitung mit Kommentaren oder Zeichnungen. Zu den Formaten, die ihr so schneller bearbeiten könnt, gehören auch Bildschirmfotos. Für diese steht in Mojave ein neues Werkzeug zur Verfügung, das ihr mit [cmd]+[Hochstelltaste]+[5]öffnet. In dem Tool wechselt ihr schnell zwischen einer Aufnahme des gesamtem Bildschirms, des ausgewählten Fensters oder des ausgewählten Bereichs. Auch eine neue Funktion für ein Bildschirmvideo, Speicherort und Timer findet ihr hier.

 

 

Mojave-Features ohne Mojave

Der Dunkelmodus hat das Ziel, Menüs und andere System- und Programmelemente in den Hintergrund zu rücken und den Fokus auf den Inhalt zu lenken. Auf Macs mit älteren Betriebssystemen klappt das auch ganz wunderbar mit Isolatoroder HazeOver. Beide Apps sorgen dafür, dass Fenster im Hintergrund dunkler und (optional) unschärfer werden, damit der Fokus auf dem Fenster im Vordergrund bleibt, beispielsweise dem Word-Dokument. Isolator bietet etwas weniger Funktionen, ist dafür aber kostenlos. HazeOver überzeugt zwar mit Features wie Gestensteuerung, um die Stärke der Abdunklung schnell anzupassen, kostet dafür aber 6,99 Euro.

 

 

Die einfachste Lösung für einen dynamischen Hintergrund findet ihr auf allen macOS- und selbst älteren OS-X-Installationen in den Systemeinstellungen unter Schreibtisch & Bildschirmschoner. Aktiviert im Reiter Schreibtischeinfach unten Bild ändern. Dadurch erhaltet ihr regelmäßig einen neuen Hintergrund. Noch schöner wird‘s, wenn ihr in den Hintergrund-Einstellungen unten links einen Ordner wählt, in dem sich mehrere Fotos eines gleichen Motivs zu unterschiedlichen Tages- oder Jahreszeiten befinden. Damit das Bild aber auch wirklich zur Uhrzeit passt, braucht ihr eine App: 24 Hour Wallpaper. Die App kostet zwar 7,99 Euro, dafür erhaltet ihr Zugriff auf 42 wunderschöne, hochauflösende Stadt- und Naturlandschaften mit mehr als 30 Einzelbildern, die sich an euren Aufenthaltsort und die Tageszeit wie in macOS Mojave anpassen.

 

 

Damit euer Schreibtisch sauber bleibt, lohnt sich ein Blick auf Declutter. Die App geht sogar über die Stapel-Funktion von Mojave hinaus. Im ersten Schritt erstellt ihr auf eurem Schreibtisch Ordner, beispielsweise „Arbeit“ oder „Musik“. Die Ordner passt ihr in Declutter mit eigenen Farben und Symbolen an. Anschließend konfiguriert ihr in Declutter Regeln, beispielsweise anhand des Namens, eines Tags oder des Dateityps. Sobald ihr im Anschluss eine Datei auf dem Schreibtisch ablegt, sortiert Declutter diese in den entsprechenden Ordner. Ziemlich praktisch: Declutter enthält eine Option, um nur zu einer bestimmten Zeit über euren Schreibtisch zu putzen, beispielsweise wenn ihr euren Rechner am Abend ausschaltet. Die App findet ihr für 10,99 Euro im Mac App Store.

 

Die Galerie-Ansicht lässt sich zwar nicht im Finder nachrüsten, aber mit einer Finder-Alternative auf den Mac bringen: Path Finder. Die Anwendung enthält verschiedene Module mit denen ihr die Darstellung des Fensters nach Geschmack anpasst. Arbeitet ihr viel mit Bildern, lohnt sich zum Beispiel der Bild-Browser und das Informations-Fenster. So seht ihr auf einen Augenaufschlag Details wie Bildgröße und Exif-Daten – genau wie in macOS Mojave.

Die in Mojave eingeblendeten Schnellaktionen erreicht ihr wiederum auch in älteren macOS-Systemen. Allerdings nicht über einen Klick im Fenster, sondern durch einen Rechtsklick und den Menüeintrag Diensteganz unten. Die Screenshot-Funktion kopiert ihr einfach, indem ihr euch folgende Tastenkürzel einprägt:

  • [cmd]+[Hochstelltaste]+[3]: Gesamter Bildschirm.
  • [cmd]+[Hochstelltaste]+[4]: Bereich auswählen.
  • [cmd]+[Hochstelltaste]+[4]und dann [Leertaste]: Einzelnes Fenster:

 

macOS enthält unter Programme und Dienstprogramme aber auch ein praktisches Werkzeug namens Bildschirmfoto. Mit der Anwendung wählt ihr entweder die drei oben genannten Bereiche oder ihr verwendet den Selbstauslöser, wenn ihr zum Beispiel etwas zeigen wollt, für das ihr die Maus drückt oder eine Taste tippt. Etwas übersichtlicher und mit integrierten Werkzeugen für Kommentare ist das im Mac App Store kostenlos erhältliche Skitch. Die Bildschirmaufzeichnung erstellt ihr einfach mit der App QuickTimein den Programmen. Klickt einfach aufAblageund Neue Bildschirmaufnahme.