Auch für einen Mac kommt irgendwann der Punkt an dem dieser gegen ein neues Modell getauscht wird.

Im Herbst dieses Jahres veröffentlicht Apple mit macOS 10.14 „Mojave“ die inzwischen 15. Version des Betriebssystems für iMac, MacBook, MacBook Pro, Mac mini und Mac Pro. Zu den größten Neuerungen zählen der Dunkelmodus, dynamische Hintergründe, eine neue Stapel-Ansicht auf dem Schreibtisch und eine neue Galerie-Ansicht im Finder, in der Schnellaktionen wie „Bild drehen“ oder „PDF schützen“ zur Auswahl bereitstehen. Die Vorschau-Darstellung enthält Bearbeitungsfunktionen wie Kommentare und Zeichnungen. Außerdem ist ein neues Werkzeug zum Erstellen von Bildschirmfotos und -videos mit im Paket.

Während die Vorgängerversionen auch noch ältere Macs ab Ende 2009 unterstützten, sind für macOS Mojave folgende Rechner Voraussetzung:

  • MacBook Air von Mitte 2012 oder neuer
  • MacBook Pro von Mitte 2012 oder neuer
  • Mac mini von Ende 2012 oder neuer
  • iMac von Ende 2012 oder neuer
  • alle iMac Pro-Modelle
  • Mac Pro von Ende 2013 sowie Modelle von Mitte 2010 oder Mitte 2012 mit empfohlenem Metal-fähigen Grafikprozessor, darunter MSI Gaming Radeon RX 560 und Sapphire Radeon PULSE RX 580

Wenn euer Rechner nicht dabei ist, keine Panik. Auch für ältere Betriebssysteme gibt es noch eine Weile Sicherheitsupdates. Aktuell stopft Apple auch noch Sicherheitslücken in OS X 10.11 „El Capitan“, das 2015 veröffentlicht wurde. Wenn auf eurem Mac macOS 10.13 „High Sierra“ läuft, habt ihr also noch mindestens bis 2020 ein sicheres System. Danach wird es allerdings kritisch.

Wer aber nicht auf die neuen Features von macOS Mojave verzichten will, muss seine Hardware aktualisieren. Vor allem beim MacBook Pro ist der Zeitpunkt günstig: Apple hat erst kürzlich neue MacBook-Modelle mit schnellerem Prozessor, besserer Grafikkarten, überarbeiteter Tastatur und True-Tone-Display veröffentlicht. Was aber macht ihr mit dem alten Mac?

Schritt 1: Daten übertragen

Ein neuer Mac ist immer eine gute Gelegenheit, mit einem sauberen System neu durchzustarten. Ist auf dem alten und neuen Gerät iCloud aktiviert, synchronisieren sich Fotos, Kontakte, Kalender, Mail-Konten, der Schreibtisch- und Dokumente-Ordner-Inhalt automatisch. Lediglich Daten aus anderen persönlichen Ordnern wie Downloads, Filme oder Musik müsst ihr manuell kopieren. Anschließend installiert ihr alle benötigten Programme auf dem neuen Rechner.

Deutlich einfacher ist hingegen eine komplette Migration aller Daten. Auch Passwörter und System-Einstellungen werden bei einer automatischen Migration übernommen. Dazu startet ihr unter Programme und Dienstprogramme den Migrationsassistenten und folgt den Anweisungen der App. Anschließend schaltet ihr den neuen Mac ein und wählt beim Setup Daten übertragen und Von einem Mac, Time-Machine-Backup oder Startvolume. Wichtig: Beide Macs müssen mit dem gleichen (W)LAN verbunden sein oder sich bei aktiviertem WLAN in der Nähe voneinander befinden. Mehr Informationen zum Migrationsassistenten findet ihr in diesem Support-Artikel.

Schritt 2: Kerndaten notieren

Bevor ihr den alten Mac löscht solltet ihr euch die Konfiguration notieren. Damit könnt ihr einem Käufer genau schildern, um was für ein Gerät es sich handelt.

  1. Klickt auf den Apfel oben links und wählt Über diesen Mac. Notiert euch aus diesem Dialog die Seriennummer, Bildschirmgröße, Baujahr, Prozessor, (Arbeits-)Speicher und Grafikkarte.
  1. Wenn eure macOS-Installation diese Daten nicht darstellt, notiert euch Arbeitsspeicher und Seriennummer. Mithilfe der Seriennummer findet ihr unter everymac.com/ultimate-mac-lookup euer Modell.
  2. Klickt im Reiter auf Festplatten und schreibt euch Größe und Typ der integrierten Festplatte auf, beispielsweise „500 GB Flash-Speicher“.
  3. Überprüft mithilfe von Coconut Battery den Zustand eures Akkus. Die verbleibende Kapazität beeinflusst den Preis, den ihr für euren Rechner verlangen könnt.

Schritt 3:  Daten löschen

Nachdem alle Daten sicher auf dem neuen Rechner angekommen sind, macht ihr euch ans Löschen des alten Rechners. So stellt ihr sicher, dass euer Nachfolger keinen Zugriff auf private Bilder oder persönliche Dokumente erhält. Das klappt so:

  1. Schaltet euren Mac aus.
  2. Startet den Rechner neu und drückt direkt nach dem Einschalten die Tastenkombination [cmd]+[R]. Damit startet ihr in die Wiederherstellungspartition, vorausgesetzt ihr seid mit dem Internet verbunden. Habt ihr keine Wiederherstellungspartition, braucht ihr entweder eine Installations-DVD oder einen bootfähigen Stick. Wie das funktioniert, erfahrt ihr in in diesem Support-Artikel.
  3. Nach dem Start der Wiederherstellung wählt ihr das Festplattendienstprogramm.
  4. Markiert links eure interne Festplatte auf oberster Ebene und klickt oben im Menü auf Löschen.
  5. Vergebt einen neuen Namen, beispielsweise „Macintosh HD“, lasst die anderen Einstellungen so wie sie sind und startet mit einem Klick auf Löschen den Löschvorgang.
  6. Nach dem Löschvorgang schließt ihr das Festplattendienstprogramm um zur Start-Auswahl zurückzukehren. Hier initiiert ihr mit macOS erneut installieren den Installationsvorgang.
  7. Schaltet den Rechner nach Abschluss der Installation aus ohne den Einrichtungsassistenten zu durchlaufen. So kann der neue Käufer direkt mit dem Rechner loslegen.

Schritt 4: Verkaufen

Bevor ihr den Rechner zur Seite legt, säubert diesen noch einmal gut. Verwendet für das Display nur Wasser und ein sauberes Mikrofasertuch. Das Gehäuse bekommt ihr mit dem gleichen Tuch und Glasreiniger wieder blank. Das ist nicht nur höflich gegenüber dem Käufer, sondern erlaubt euch vor allem eine realistische Einschätzung der Schäden, wenn ihr das Gerät zum Beispiel auf einem Online-Marktplatz anbietet. Auch auf Fotos wirkt ein sauberer Rechner hochwertiger.

Ihr habt keine Lust auf migrieren, löschen und sauber machen? Dann gebt den alten Rechner doch einfach für einen neuen Mac direkt bei uns in Zahlung! Dadurch spart ihr nicht nur Geld, sondern auch Nerven da unsere Mitarbeiter euch bei der Übertragung der Daten direkt im Store helfen.