Pause machen: 5 Tipps fürs Homeoffice

Das Homeoffice verleitet dazu, Pausen zu vergessen oder zu lange auszudehnen. Mit diesen Tipps bleibt ihr fit und konzentriert.

Wer regelmäßig eine Pause macht, arbeitet konzentrierter und ist produktiver. Wer hingegen Pausen auslässt, begünstigt Fehler, arbeitet langsam und ist leichter gestresst. Der Gesetzgeber sieht nach sechs Stunden Arbeitszeit eine Pause von 30 Minuten vor. Experten empfehlen jedoch, mehrere kurze, aber intensive Pausen täglich einzulegen. Im Homeoffice fehlen zwar die Kollegen, mit denen ihr sonst die Mittagspause zusammen verbringt, zuhause könnt ihr eure Pausen aber bewusster gestalten. Hier unserer Tipps:

Mini-Pause: Frische Luft und Augenklimpern

Macht das Fenster auf und atmet mehrmals kräftig und tief durch. Die frische Luft fördert eure Konzentration, denn Sauerstoffzufuhr ist wichtig für das Gehirn. Im Sommer solltet ihr jede Stunde für zehn Minuten Stoßlüften. Durch die Corona bedingte Kontakteinschränkung verbringen wir alle deutlich mehr Zeit am Computer. Die erhöhte Bildschirmarbeit kann eure Augen belasten. Gönnt euren Augen deshalb ab und zu eine Mini-Pause: Schließt für zwei Minuten die Augen und tut nichts. Stellt euch hierfür den Timer auf eurem Smartphone oder iPhone auf zwei Minuten. Macht dabei eine Gedankenreise oder denkt an nichts. Nach den zwei Minuten klimpert ihr ein paar Mal mit den Augen. Durch bewusstes Blinzeln vermeidet ihr trockene Augen. 

Meditation
©Mitchell Griest

Bewegungs-Pause: Drinnen und draußen

Im Homeoffice entfällt der Arbeitsweg, deshalb sitzt ihr deutlich mehr als sonst. Legt euch deshalb neue Bewegungsroutinen zu. Beginnt den Tag mit einem 30-minütigen Morning-Workout. Wem es hier an Ideen mangelt, kann auf Fitness-Apps zurückgreifen. Nutzt Arbeitsunterbrechungen, wenn ihr euch zum Beispiel einen Kaffee kocht, um euch zu dehnen und zu strecken oder Kopf, Schultern und Hände zu kreisen. Bewegungsmangel durch langes Sitzen, belastet aber nicht nur die Bandscheiben, durch eine reduzierte Sauerstoffversorgung der Organe wird der Körper schneller müde und kann sich weniger gut konzentrieren. Nutzt deshalb eure Mittagspause, um euch für 30 Minuten zu bewegen. Ihr könnt Pilates und Yoga machen oder Fitnessgeräte nutzen, euch bei Hausarbeiten bewegen, wenn ihr kocht, Wäsche aufhängt oder den Müll runterbringt – vorausgesetzt ihr steigt dabei Treppen. Auch eine kleine Runde um den Häuserblock in der Mittagspause nach dem Essen macht euch munter. Wenn ihr joggen möchtet, solltet ihr das vor dem Essen tun. Eine Apple Watch oder die Lauf-App Adidas Running (früher Runtastic) sind perfekte Laufpartner.

Yoga mit Kissen
©Wee Lee

Ernährungs-Pause: Trinken nicht vergessen

Im Büro stellt ihr euch morgens als erstes eine Wasserflasche und ein Glas auf den Arbeitstisch und leert die Flasche im Laufe des Tages? Dann macht das auch zu Hause. Es ist wichtig, dass ihr pro Tag etwa 1,5 Liter Flüssigkeit trinkt. Auch wenn ihr euer Mittagessen normalerweise im Café oder in der Kantine zu euch nehmt und nicht die Zeit oder die Lust habt, mittags zu kochen, solltet ihr nicht auf eine Mittagsmahlzeit verzichten. Kocht am Abend mehr und erwärmt euch den Rest am Mittag oder bereitet euch morgens beim Frühstück ein kleines Lunchpaket. Achtet auf vollwertige Ernährung und vermeidet Snacks zwischendurch, damit das Homeoffice nicht zur Kalorienfalle wird. 

Schreibtisch
©Nathan Dumlao

Gesprächs-Pause: Themenwechsel erwünscht

Ihr sitzt den ganzen Tag allein an eurem Schreibtisch und habt außer Videokonferenzen und geschäftlichen Telefonaten keinen Kontakt zu den Kollegen? Dann nutzt die Mittagspause für ein privates Gespräch mit Kollegen, Freunden oder der Familie über Videocall oder iPhone. Achtet darauf, dass ihr dabei nicht über die Arbeit sprecht. Mit einem Noise Cancelling Headphone könnt ihr in lauten Umgebungen entspannt telefonieren. Die Kopfhörer mit aktiver Störgeräuschunterdrückung sind auch ideale Wegbegleiter wenn eure Kinder im Home-Schooling sind und im Hintergrund mit Klassenkameraden chatten.

Mann hört Musik
©Austin Distel

Technik-Pause: Apps als Pausenhelfer

Wenn ihr Unterstützung dabei braucht, Arbeit und Pausen optimal aufeinander abzustimmen, dann könnt ihr dafür im Homeoffice auf eine Reihe von Managementprogrammen und Apps zurückgreifen. So bekommt ihr automatisch eine Struktur in euren Tag. Focus ist eine Zeit- und Selbstmanagement-App, die euch hilft, auf regelmäßige Pausen zu achten. Wenn ihr ein genaueres Auge darauf werfen wollt, wie ihr eure Arbeitszeit verbringt, gibt es zahlreiche Zeittracker-Apps für iOS und Android, die über alle grundlegenden Zeiterfassungsfunktionen verfügen. Kostenlose Apps sind Toggl, HoursTracker, Hubstaff und Flat Tomato. Flat Tomato ist ein Zeitmanagement-Tool mit dem du das arbeiten nach dem Pomodoro-Prinzip einstellen kannst: 25 Minuten lang konzentriert arbeiten, danach 5 Minuten Pause machen und jedes vierte Mal eine längere Pause von 15 bis 20 Minuten einlegen. 

Noch ein letzter Tipp:

Nutzt eure Mittagspause nicht, um E-Mails zu bearbeiten, sondern macht richtig Pause!