iPhone und iPad lassen sich hervorragend für Kommunikation und Produktivität einsetzen. Dank passender Apps eignen sich die Alleskönner aber auch für Spiele – vom klassischen Brettspiel bis zum App-gesteuerten VR-Abenteuer.

Mit Spielen wie Carcassonne, Cluedo, Zug um Zug oder dem Spiel des Lebens gibt es viele Klassiker längst als digitale Version auf dem iPhone und iPad. Das Tolle daran ist, dass ihr dank Multiplayer-Anbindung auch über weite Entfernungen hinweg mit eurem besten Freund oder der Familie eine Runde spielen könnt. Außerdem eignen sich die App-Versionen dieser Spiele, um sich auf einen Spieleabend vorzubereiten. Statt das Handbuch zu wälzen, erfahrt ihr einfach beim ersten Start mit Beispielen, wie ein Spiel funktioniert. Tipp: Eine Übersicht aller für iOS verfügbaren Brettspiele findet ihr im App Store in der Kategorie Spiele. Scrollt hier etwas nach unten bis zu den Top-Kategorien und wählt Alle anzeigen. An fünfter Stelle findet ihr die Brettspiele.

 

 

iPhone und iPad zur Spielekonsole machen

Aufgrund der starken Grafikleistung könnt ihr natürlich auch aufwändigere Titel wie Asphalt 8: Airborne, République, Tomb Raider oder GTA problemlos spielen. Allerdings gibt es bei Titeln, die ursprünglich mit einem Spiele-Controller gesteuert wurden, ein Problem: Die virtuellen Controller-Tasten auf dem Bildschirm sind längst nicht so präzise wie ein echter Joystick. Andererseits können klassische USB- oder Bluetooth-Controller nicht mit dem iPhone oder iPad verbunden werden. Das klappt nur mit Modellen, die speziell für iPhone und iPad entwickelt wurden. Ihr erkennt diese am Aufdruck „Made for iPhone/iPad“.

 

Ein besonders vielseitiger Controller ist der Steel Series Nimbus. Dieser funktioniert drahtlos via Bluetooth mit dem iPhone, iPad und Apple TV ab der vierten Generation. Außerdem könnt ihr das Gamepad auch kabelgebunden am Rechner verwenden, beispielsweise für eure Steam-Spiele. Der Akku, der etwa 40 Stunden durchhält, kann einfach mit einem Lightning-Kabel wieder aufgeladen werden.

 

Wer nur mit dem iPhone oder iPod touch spielt, ist mit dem Gamevice Controller besser beraten. Die beiden Teile des Gamepads werden einfach links und rechts an das iPhone angesteckt. Aus eurem Smartphone wird so zumindest optisch ein Nintendo Switch. Da der Controller per Bluetooth verbunden wird, müsst ihr euch keine Gedanken ums Aufladen machen.

 

 

AR- und VR-Gaming

Mit dem aktuellen Betriebssystem iOS 11 hat Apple die Grundlagen für Anwendungen mit Augmented Reality (deutsch: erweiterte Realität), kurz AR, gelegt. Das bedeutet, dass Apps durch die Kamera eures iPhones sehen und der realen Welt virtuelle Objekte hinzufügen können. Im App Store findet ihr im Spiele-Reiter dazu die gesonderte Kategorie AR-Spiele. Ein Spiel, das in Apples Liste fehlt, ist Tsuro – Das Spiel des Pfades. Das Brettspiel baut sich in der erweiterten Realität wie ein klassisches Brettspiel auf dem Tisch auf. Deutlich verspielter geht es in Euclidean Lands zu. Hier kann AR so richtig zeigen, welche Art von Spielen in Zukunft möglich sind.

 

 

Im Gegensatz zu AR spielt sich Virtual Reality (VR) in einer komplett künstlichen Umgebung ab. Die virtuelle Umgebung entsteht entweder über einen Computer auf zwei kleinen Bildschirmen in einer Brille oder auf eurem Smartphone-Display, das sich in einer speziellen VR-Brille befindet. Anders als echte VR-Brillen wie die Oculus Rift oder HTC Vive sind diese Adapter für das Smartphone zwar nicht so leistungsfähig, dafür aber auch deutlich günstiger und ab etwa 10 Euro erhältlich. Tolle Inhalte für VR findet ihr unter anderem auf YouTube, das 360º-Videos im VR-Modus interaktiv darstellt. Wer lieber spielt, wird beispielsweise mit Fractal Combat X fündig. In der Flugsimulation jagt ihr mit einem Kampfflugzeug über die Erde. Wichtig: Zur Steuerung benötigt ihr einen Bluetooth-Controller wie den Nimbus. Ein anders cooles VR-Spiel ist InCell VR. Die App schrumpft euch auf die Größe einer menschlichen Zelle, die ihr vor der Zerstörung durch virale Angreifer schützen müsst.

 

 

Echte Realität mit App-gesteuerten Spielen

Statt mit digitalen Klötzchen in einer echten Umgebung können ist als Spielende auch mit richtigen Objekten interagieren, unterstützt werdet ihr dabei von der passenden App. Solche Appcessoires sind beispielsweise die iPhone- und iPad-gesteuerte Rennbahn Anki OVERDRIVE oder die Spielzeugroboter Sphero BB-9E. Das besondere an diesen Spielzeugen ist, dass sie nicht nur der Unterhaltung dienen, sondern auch Lern-Szenarien bieten. Der Wonder Workshop Dash enthält zum Beispiel Sensoren, mit denen junge Programmierer sich einen Weg durch einen Parcours programmieren. Osmo Coding Jam kehrt das Prinzip um: Der Progammiercode besteht aus kleinen Magneten, die je nach Aufgabe neu kombiniert werden müssen. Das Tablet im Dock scannt die Befehle über die Kamera und lässt die Figur entsprechend bewegen.