QuickLook – ein Mac OS X Tool für den schnellen Blick

Wäre es nicht schön, wenn man Inhalte von Dokumenten und Dateien ansehen könnte, ohne sie zu öffnen? So als ob man in ein Paket rein schmökert, ohne es öffnen zu müssen. Dass das schön wäre, hat sich auch Apple gedacht und in Mac OS X eine passende Funktion integriert: QuickLook. Vor allem bei großen Datenmengen und Dokumentennamen, die wenig über den Inhalt verraten, ist das Tool hilfreich. Wie man mit dem Helferlein umgeht und wie man ihm neue Kunststücke beibringt, verraten wir an dieser Stelle.

Bereits in der Apple-Konfiguration ist QuickLook sehr nützlich: Möchte der Mac-Besitzer beispielsweise wissen, was in einem Word-Dokument steht, muss er nicht erst Microsofts Word- oder Apples Vorschau-Programm starten. Er markiert das gewünschte Dokument mit einem Mouse-Klick und drückt anschließend die Leertaste. Liebhaber von Tastenkombinationen kommen mit der Befehls- und Y-Taste zum gleichen Ziel, drückt man zusätzlich noch die Wahl-Taste öffnet sich QuickLook im Vollbildmodus. Auch das Auge in der Finder-Symbolleiste ruft QuickLook auf.

Um QuickLook zu schließen, drückt man erneut auf die Leer- oder wahlweise auf die ESC-Taste.

Mit QuickLook kann man unter anderem Bilder, Text- und PDF-Dokumente, Mail-Anhänge, Word-, Excel- sowie Powerpoint-Dokumente und sogar Musik- und Video-Dateien ansehen. Bei Mediendateien informiert QuickLook nicht nur über den Titel und bei Songs über den Interpreten sondern spielt Musik und Videos auch ab.

Bei mehrseitigen Dokumenten kann der Anwender durch die Seiten scrollen. Auch mehrere unterschiedliche Dokumente lassen sich in einem QuickLook-Fenster öffnen. Dazu wählt man alle gewünschten aus und drückt die Leertaste. Mit den Pfeilen am unteren Bildschirmrand oder mit den Pfeiltasten auf der Tastatur kann man durch die Auswahl blättern, für einen Überblick klickt man auf das Wabenmuster oder drückt die Befehls- und die Eingabe-Taste gleichzeitig. Für den Sprung von Datei zu Datei innerhalb eines Ordners verwendet man die Pfeiltasten.

Wer bei Bildern näher an die Details heranrücken möchte, der muss die Wahl-Taste gedrückt halten und mit der Maus auf den gewünschten Ausschnitt klicken. Zum Heraus-Zoomen drückt man Wahl- und Umschalt-Taste und klickt mit der Maus in das Bild.

So erlernt QuickLook neue Fähigkeiten

Einen kleinen Haken hat QuickLook allerdings: Für einige Dateitypen bietet das Tool von Haus aus keine Unterstützung. Aber das Manko lässt sich mit passenden Plug-ins beheben. Welche Dateien das Tool nicht unterstützt, merkt der Mac-Anwender, sobald er auf eine Datei klickt. In dem Fall findet er allenfalls ein Icon, den Namen, die Dateigröße und das Datum der letzten Änderung. Damit QuickLook mehr Formate unterstützt, kann man Erweiterungen installieren. So lässt sich mit dem passenden Plug-in beispielsweise auch ein Blick in gepackte Archive und in Ordner werfen.

Um Inhalte in komprimierten Dateien ansehen zu können, kann man das Plug-in BetterZip Quick Look Generator installieren. Die Erweiterung unterstützt: ZIP, TAR, GZip, BZip2, ARJ, LZH, ISO, CHM, CAB, CPIO, RAR, 7-Zip, DEB, RPM, StuffIt’s SIT, DiskDoubler, BinHex und MacBinary.

Mit Suspicious Package kann man in sogenannte Installer-Paketen – mit dem Anhang .pkg – hineinschauen. So weiß man bereits vor der Installation, was das Paket alles installiert.

Wer sich das kostenlose Tool Perian installiert, benötigt neuerdings keine weiteren QuickLook-Plug-ins mehr. Perian erweitert die vom Mediaplayer QuickTime unterstützten Video- und Audio-Formate unter anderem um den Flash-, DivX- und VP6-Codec sowie um das AVI-Container-Format. Da QuickLook bereits von Haus aus ein Quick Time-Plug-in hat, kann man alle gebräuchlichen Video-Formate in der Schnellansicht aufrufen und ansehen. Dabei erfolgt die Steuerung über einen Abspielen/Pause-Button oder über die Statusleiste unter dem Video. Zusätzlich hat man die Möglichkeit, den Ton ein- und auszuschalten.

Die QuickLook-Funktion gibt es bereits seit Mac OS X 10.5. Für dieses Betriebssystem existieren noch weitere zahlreiche QuickLook-Erweiterungen. Leider verweigern einige unter Mac OS X 10.6 den Dienst. So muss man beispielsweise unter Snow Leopard auf den Folder Viewer verzichten. Dieser zeigt den Inhalt eines Ordners in einer Baumstruktur in QuickLook an. Wer aber noch unter Leopard unterwegs ist, kann sich die Ordner-Vorschau nach wie vor installieren.

Allerdings gibt es auch für Snow Leopard-Anwender eine schicke Vorschau-Funktion für Ordner. Dabei handelt es sich um eine Ansicht, die Apple zwar im System integriert, aber nicht aktiviert hat.

Über das Terminal kann man QuickLook die Funktion allerdings beibringen. Dazu muss man im Programm Terminal nur die Kommandozeile:

defaults write com.apple.finder QLEnableXRayFolders 1

eingeben. Und schon kann man sich den Inhalt eines Ordners in einem halbtransparenten Aktenordner ansehen und dieser scrollt zudem automatisch durch die Liste der Dateien. Das macht vor allem bei Bilderordnern viel Spaß, Texte kann man nicht erkennen.

Um den Cover Flow-Effekt anwenden zu können, muss man nach der Eingabe im Terminal den Benutzer ab- und wieder anmelden und schon blättert QuickLook automatisch durch die Ordner-Inhalte. Wer den Effekt wieder abschalten möchte, setzt in der Kommandozeile an Stelle der 1 eine 0.

Wie fügt man die Plug-ins hinzu?

Damit man die Quick Look-Erweiterungen verwenden kann, muss man sie gegebenenfalls in den richtigen Ordner kopieren. Die meisten der der Plug-ins gibt es als .zip-Datei oder als DiskImage (.dmg-Datei). Die gepackte .zip-Datei muss man nach dem Herunterladen zunächst mit einem Doppelklick auf die datei entpacken. Im Ordner findet man dann das Plug-in (NAME.qlgenerator). Im Falle einer.dmg-Datei muss man das DiskImage zunächst mit einem Doppelklick auf die Datei mounten und dann den Installationsanweisungen folgen.

Damit QuickLook das Plug-in verwenden kann, muss man es im Anschluss in das Verzeichnis /System/Library/QuickLook kopieren. Für die Installation benötigt man Administrator-Rechte. Seit Mac OS X 10.6 gibt es nur noch diesen Ordner, im Vorgänger hatte jeder Anwender noch seinen eigenen.

Nach der Ablage im geeigneten Verzeichnis weiß das System noch nichts von seinen neuen Fähigkeiten. Dazu muss man den Computer zunächst herunterfahren und neu starten. Wer auf der Suche nach weiteren Plug-ins ist, sollte sich mal auf QuickLook Plugins und Apfelquak umschauen.

Teaserbild: Jason Powell, “Looking Into the Past: Carlyle House, Alexandria, VA”. Some rights reserved. Flickr.

7 Antworten auf QuickLook – ein Mac OS X Tool für den schnellen Blick

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