Keine klassischen Arbeitszeiten mehr, Transformation durch die Digitalisierung: Wir schauen uns mal die Themen der IOM Summit 2017 an, der vom 18. bis 20. September in Köln stattfindet.

Wir arbeiten nicht mehr klassisch von 9 bis 17 Uhr im Büro, können von zu Hause aus arbeiten, sind flexibel geworden mit unserer Arbeitszeit und unserem Arbeitsort. Immer mehr entsteht das Bedürfnis, dass sich die Arbeit uns, unseren Bedürfnissen und unserem Lebenswandel anpasst. Die Organisation der Arbeit ist im Umbruch. Beim IOM Summit 2017 diskutieren Experten sowie Anwender die Erfolgsfaktoren für den “Digital Workplace & der digitalen Transformation der Organisation und Kommunikation”. Wir haben mal für euch reingeschaut.

Die IOM Summit 2017 findet vom 18. Bis 20. September in Köln statt./ Quelle: iom-summit.de


Die Deutsche Messe und die Digitalisierung

Damit die Digitalisierung schneller voran geht, hat die Deutsche Messe jetzt mit Michael Mollath einen Chief Data Officer (CDO) an Bord geholt, sowie ein Digital Transformation Office gegründet. Einmal im Monat findet zudem ein Digital Breakfast statt, das kostenlos für alle Mitarbeiter ist: Hier werden die Herausforderungen der Digitalisierung besprochen, externe Referenten eingeladen und Tipps gegeben. Jeder Mitarbeiter kann sich einbringen und laut Mollath kommen für 65 Plätze jedes Mal über 100 Anmeldungen für das Breakfast, das Interesse ist da. Um den digitalen Arbeitsplatz der Deutschen Messe zu verändern, muss er erstmal stärker vernetzt werden und die Angst vor Veränderung muss ihnen genommen werden. Vor allem durch Aufklärung und Aufzeigen der Chancen, die sich durch die Digitalisierung bieten. Die Mitarbeiter können sich dazu jederzeit an die Arbeitnehmervertretung der Deutschen Messe wenden, die keine Frage zurückweisen. Laut Mollath sind bereits erste Anzeichen für eine sich verändernde Kultur zu spüren, es findet ein offener Austausch statt: und zwar in Echtzeit via Micro Blogs oder Tools wie Slack. Digital eben.


Workshop “Modern Workplace beyond office desk”

Dr. Peter Geissler ist Head of Digital Workplace bei der Communardo Software GmbH und bietet dieses Jahr einen workshop für alle IOM Summit Teilnehmer an, um die Akzeptanz und Nutzung des Digital Workplace zu verbessern. Es sollen aber nicht nur Arbeitnehmer in Büros angesprochen werden, sondern auch diejenigen, die im direkten Kundenkontakt stehen: Z.B. Mitarbeiter, die im Außendienst tätig sind, in Fabriken oder im Einzelhandel und ohne eigenen Computer arbeiten. Der digitale Arbeitsplatz soll mit modernen und mobilen Arbeitswerkzeugen ausgestattet sein, die u.a. Touch-, Gesten-, Stift- oder Sprachgesteuert zuverlässig funktionieren. Und das nicht nur bei Büro Mitarbeitern.


Büro war gestern: Mit modernen Arbeitswerkzeugen wie dem iPad Pro mit Smart Keyboard soll der Arbeitsplatz flexibel werden./ Quelle: gravis.de

Mit wachsender Vernetzung und Komplexität umgehen

Laut Unternehmerin Stephanie Borgert ist es nicht das Problem Unternehmen fit für die technologischen Möglichkeiten zu machen. Wichtig ist vor allem, dass sie lernen müssen mit wachsender Vernetzung und Komplexität umzugehen: Es braucht mehr komplexes Denken in den Führungsebenen, damit u.a. Irrtümer wie “viele Daten führen zu guten Entscheidungen” oder dass es immer eine formelle Hierarchie geben muss, aufgeklärt werden können. Dabei geht es laut Borgert, die viele Jahre als Führungskraft in der IT gearbeitet hat, um die Haltung, nicht um die Methode. In ihrer Keynote “Denkfehler 4.0 – Warum die Digitalisierung Ihr kleinstes Problem ist” stellt Borgert vor, wie wichtig Denkmodelle sind. Dabei verknüpft sie Erkenntnisse verschiedenster wissenschaftlicher Schulen. Erst wenn die Haltung hinter Methoden wie Design Thinking, Agilität oder Work Out Loud verstanden ist, können sie weiterhelfen. In den meisten Organisationen fehlt laut Borgert noch komplexes Denken. Wie Unternehmen lernen damit umzugehen und mehr zum zeitgemäßen Management gibt es in der Keynote von Stephanie Borgert auf dem Summit 2017 im Mediapark Köln.

Hier findet ihr alle OMI Summit 2017 Themen im Überblick. Die Fachkonferenz zum Thema Intranet, Digital Workplace und Kollaborationsmanagement geht noch bis zum 20. September.