Smarte Banken für iPhone-User

Staubige Filialen und Kundenservice mit Warteschlange? Nein Danke. Bei diesen Banken organisiert ihr alles per App.

Geld überweisen, Daueraufträge anlegen oder einfach nur das aktuelle Guthaben in Echtzeit checken: Längst sind Banken auf dem Smartphone angekommen und bieten alle Funktionen per Finger-Tipp. Einige neue Banken verzichten deshalb komplett auf Filialen und bieten Ihre Dienste ausschließlich per App an. Die Konzentration auf „Smartphone-only“ erlaubt es den Neulingen, deutlich mehr Ressourcen in innovative Funktionen zu stecken als die Konkurrenz.

N26

Das Berliner Startup gibt es bereits seit 2013. Mit 3,5 Millionen Kunden steht Deutschlands wertvollstes Finanz-Startup auf einer soliden Basis. N26 bietet seinen Kunden eine durchdachte App und gehört stets zu den Vorreitern bei iOS-Neuerungen wie der Überweisung per Siri oder Apple Pay. Zudem analysiert N26 eure Ausgaben und Einnahmen und kategorisiert diese in einer übersichtlichen Grafik. In der Basisversion ist N26 kostenlos, inklusive bis zu drei Bargeldabhebungen pro Monat. Mit einem Premium-Konto ab 9,90 Euro im Monat erhalten Kunden weltweit kostenlose Abhebungen sowie ein Reise- und Handydiebstahlversicherung.

Bunq

Zur Gründung betonte bunq noch, angelegtes Geld nicht zu investieren. Inzwischen ist die Bank vom alten Motto abgerückt und überlässt die Entscheidung den Kunden, wo ihr Geld abseits von Staatsanleihen und der Europäischen Zentralbank investiert werden soll. Bunq glänzt mit praktischen Innovationen wie mehreren Karten, die je nach PIN von verschiedenen Unterkonten abbuchen, geteilten Konten auf die ihr gemeinsam Zugreift und der Möglichkeit, einfach per Link Geld zu verschicken oder einzutreiben. Kostenlos gibt’s Bunq als reines Online-Konto, Premium-Funktionen wie Karten gibt’s im Familien- oder Gruppenabo ab rechnerisch 4,99 Euro.

Tomorrow

Der Newcomer Tomorrow aus Hamburg legt den Fokus auf Nachhaltigkeit. Bei Tomorrow fließt kein Cent in Rüstung, fossile Energieträger oder Gentechnik sondern ausschließlich in nachhaltige Projekte. Wie N26 analysiert die Bank eure Einnahmen und Ausgaben transparent. Zudem seht ihr im Impact Board, wie viel Kapital in nachhaltige Projekte investiert wurde, wie hoch euer Anteil am Klima-Beitrag ist und mehr. Der Funktionsumfang ist aktuell noch recht gering, die Hamburger planen jedoch eine Erweiterung der Features unter anderem mit Apple Pay und Premium-Funktionen in naher Zukunft.

Revolut

Der britische Revoluzzer lohnt sich vor allem für Reisende. Der Clou: Für jede benötigte Währung könnt ihr euch ein Konto mit eigener IBAN anlegen, mit eurer Revolut-Kreditkarte koppeln und im Anschluss ohne Gebühren Geld zwischen den Konten zum aktuellen Wechselkurs verschieben. Mit der Kreditkarte zahlt und hebt ihr am Urlaubsort dann ohne Gebühren Geld ab. Neben „harter“ Währung sind auch Kryptowährungen möglich. Im Premium-Abo ab 7,99 Euro monatlich bietet Revolut virtuelle Einwegkarten. Das lohnt sich für Einkäufe bei Händlern, denen ihr lieber nicht eure echte Kartennummer verraten wollt. Auch ohne Abo bucht ihr in Revolut Reiseversicherungen auf Tagesbasis sowie eine Geräteversicherung für euer Smartphone.

Curve

Curve bietet euch kein Konto, sondern eine sogenannte Proxy-Kreditkarte. In der App hinterlegt ihr einfach eure vorhandenen Kreditkarten und wählt nach Bedarf aus, von welcher Kreditkarte die Curve-Karte abbuchen soll. Die Curve-Karte erlaubt kostenlos Ausgaben bis 2.000 britischen Pfund (zirka 2.300 Euro) pro Tag oder 200 britischen Pfund am Automaten, umgerechnet 223 Euro. Praktisch: Wenn ihr mal von der falschen Karte abgebucht habt, könnt ihr in der App die Transaktion mit „Go Back in Time“ nachträglich auf eine andere Karte umbuchen.