Die VR- und AR Branche boomt. Auf der diesjährigen Consumer Electronic Show (kurz CES) wurde noch mehr Virtual Reality- und Augmented Reality-Technologie ausgestellt als sonst. Wir stellen euch heute die wichtigsten Techniktrends 2018 vor.

Auf der diesjährigen CES wurden 10 Prozent AR- und 18 Prozent mehr Videospiele und VR-Technologien ausgestellt, als im Jahr 2017. VR und AR sind im Trend. Zu sehen gab es vor allem neue Wege, auf denen man virtuelle Welten übers Gaming hinaus wahrnehmen und erfahren kann. Wir blicken mal in die virtuelle Zukunft.

Mobiler VR- und AR-Blaster für Smartphones

Die quietschbunte Knarre von Merge hat vier digitale Controller-Buttons und bietet dem Nutzer Six-Degrees-of- Freedom-Tracking, also volle Bewegungsfreiheit in allen Richtungen. Es handelt sich um eine Handheld VR- bzw. AR-gerät, das sogar ganz ohne Brille auskommt: Der Nutzer steckt sein Smartphone oben auf den Blaster und bewegt sich dann an einem beliebigen Ort durch teils virtuelle Welten. Aufgepasst: Für interessierte Entwickler gibt es von Merge ein passendes Software Development Kit zur Entwicklung von Spielen für das futuristische Gerät. Angeblich ist es sehr einfach zu bedienen.


Merge hat auf der CES 2018 den neuen Blaster MERGE 6DoF Blaster vorgestellt, der ganz ohne Brille auskommt./ Quelle: https://mergevr.com/

Mini-Headset für kleine VR-Fans

Auch für Kinder ist was dabei: Die Mini-Headsets von Merge ist ein kleines, leichtes Virtual/ Augmented Reality-Headset, das für Kinder ab 14 Jahren gemacht ist. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt auch: Es soll unter 30 USD kosten.


Der Merge Mini ist mit aktuellen iOS- und Android-Geräten kompatibel und kommt im Sommer 2018 in den Handel./ Quelle: https://mergevr.com/

AR-App Chalk

Mit dieser AR-App können smartphone Nutzer auf dem Bildschirm eines anderen Nutzers malen. Nimmt dieser z.B. über die Kamera seines Smartphones eine Straßenkarte auf, kann der andere Nutzer dort den Weg zu sich nach Hause aufzeichnen. Oder ihr nehmt ein Foto eurer neuen Kaffeemaschine auf und der andere Chalk-Nutzer zeichnet euch ein, welche Knöpfe ihr wann drücken müsst. Weitere AR-Apps findet ihr hier.

Die kabellose Brille von Lenovo: Mirage Solo

Keine Kabel, keine Software. Diese VR-Brille braucht weder PC noch Smartphone. Mit der Mirage Solo versucht Lenovo die Stärken zweier Brillenarten zu vereinen. Das Headset soll auch ein sogenanntes Positional Tracking bieten, eine Bewegungserfassung, die bislang teureren, nicht mobilen VR-Systemen wie der Vive und der Oculus Rift vorbehalten ist. Positional Tracking führt dazu, dass die Brille nicht nur erkennt, wohin der Träger seinen Kopf dreht: Sie bemerkt auch, ob der Nutzer den Kopf nach vorne oder nach hinten neigt. In einer Mirage-Solo-Demo namens “Blade Runner: Revelations” konnte man sich hinknien, um den Boden der Science-Fiction-Welt aus der Nähe zu inspizieren.


Die Mirage Solo braucht keine Kabel und keine Software./ Quelle: https://www3.lenovo.com/de/de/

Fazit

Apple-Chef Tim Cook ist überzeugt, dass Augmented Reality genauso weltverändernd werden könnte, wie das Smartphone. Auch Google will seine Android-Plattform für erweiterte Realität fit machen. Bisher blieb der Boom mit den Headsets von Facebook durch den Zukauf von Oculus aus, um in virtuelle Welten zu tauchen. Vermutlich weil der Preis zu hoch und die Anforderungen an dazugehörige Computer zu hoch waren. Außerdem war das Bild noch zu grobkörnig. Doch das könnte sich 2018 ändern: Oculus und HTC planen jetzt günstigere Brillen, die ohne Kabelverbindung zum PC auskommen sollen. Dieses Jahr wird sich zeigen, ob VR damit attraktiver für die Käufer wird.