So machen Google Nest Hub und Amazon Echo Show das Zuhause smart

Musik auf Zuruf und Antworten auf Fragen liefern smarte Lautsprecher schon jetzt. Google und Amazon gehen noch einen Schritt weiter.

Smarte Lautsprecher wie der Amazon Echo, Google Home und Apples HomePod machen vor allem die Musikwiedergabe komfortabel und steuern das ein oder andere smarte Gerät Zuhause. Viele andere Anwendungsfälle wie die persönliche Terminübersicht, Notizen, Rezepte oder der umfassende Überblick aller Smart-Home-Geräte funktionieren mit einem Display dann aber doch besser als nur über die Sprachausgabe. Damit das Smartphone in der Tasche und der Rechner ausgeschaltet bleiben können, haben Google und Amazon Mini-Computer für den Küchentisch, das Sideboard oder das Nachtschränkchen entwickelt.


Pionier und Nachzügler

Amazon erkannte die Nische schon 2017 und antwortete auf die wachsende Nachfrage nach einem Smart-Home-Alleskönner mit dem Echo Show. Der Lautsprecher mit Display beantwortet ab Werk Fragen und lässt sich mit Skills erweitern – beispielsweise für eure Videoüberwachung oder Rezepte. Skills aktiviert ihr entweder per Sprachbefehl oder über den Amazon Skill Store im Browser oder die Alexa-App auf dem Smartphone. Inzwischen ist der Echo Show in der verbesserten zweiten Version und als Echo Show 5 in einer kompakten Variante zu haben. Auf dem Nachttisch oder am Arbeitsplatz macht der kleine Echo Spot eine gute Figur.

Nachdem Google wie Amazon zuerst den Lautsprechermarkt bedient hat, ist der Suchmaschinenanbieter inzwischen auch mit einem smarten Display vertreten. Wie Amazon vereint auch Google ein hochwertiges Display mit einem starken Lautsprecher. Viele Anwendungen wie Fragen und Antworten, Routeninformationen über Google Maps oder YouTube funktionieren ohne manuelle Installation ab Werk. Der richtige Befehl reicht völlig aus. Andere Dienste, darunter Spotify, die eine manuelle Einrichtung verlangen, verknüpft ihr einfach mit der Google Home App auf dem Smartphone oder Tablet mit dem smarten Display.


Alles wichtige auf dem Dashboard

Wenn ihr nicht gerade einen Skill verwendet – beispielsweise Kitchen Stories, um Schritt für Schritt nach einem Rezept zu kochen – blendet der Echo Show im Standby-Modus Informationen ein. Beispielsweise Fotos, die Spielergebnisse bestimmter Mannschaften, Erinnerungen und Termine oder das Wetter. Das Google Nest Hub brilliert im Standby-Modus vor allem mit euren Bildern, die der Assistent direkt über Google Fotos bezieht – im Vorteil ist, wer schon jetzt den Google-Dienst zum Speichern von Bildern verwendet.


Gut unterhalten

Wie ein Echo Lautsprecher unterhält euch auch der Echo Show mit Musik von Amazon Music, Spotify, Deezer oder Radiosendern über TuneIn. Über zwei kräftige Lautsprecher mit klaren Höhen und tiefen Bässen genießt ihr eure Musik entweder in einem Raum oder in Kombination mit anderen Echo-Geräten gleichzeitig im ganzen Haus. Alternativ verwendet ihr den Echo Show als Bluetooth-Lautsprecher mit eurem Tablet, Rechner oder Smartphone. Beim Google Nest Hub habt ihr etwas mehr Auswahl. Neben Spotify unterstützt das Gerät auch Google Play Music, YouTube Music und direkt ohne zusätzlichen Skill eine Vielzahl an Radiosendern. Filme und Serien schaut ihr auf dem Echo über Amazon Prime oder ruft eure Lieblingssender per Sprachbefehl auf. Bei Google Home ist auch Netflix möglich. Außerdem kann das Hub per Chromecast drahtlos vom Smartphone mit Videos versorgt werden.


… und verbunden

Beide Assistenten sind in der Lage, Sprachanrufe zu tätigen. Echo zu anderen Echo-Geräten, über die Alexa-App und Skype, das Nest Hub über Google Duo. Allerdings enthält nur der Echo Show eine Kamera, mit der ihr ebenfalls über die Alexa-App, andere Echo-Geräte oder Skype Videotelefonate mit Freunden oder der Familie startet. Beim Google Nest Hub sind keine Videotelefonate möglich.


Smart Home? Na klar!

Die Kernkompetenz beider Assistenten ist die Steuerung eurer Smart-Home-Geräte. Beide Geräte steuern mit dem entsprechenden Dienst, beziehungsweise Sprachbefehl auf Wunsch das Licht, die Bewässerung im Garten, zeigen über die Kamera, wer vor der Tür steht oder drehen die Heizung auf. Amazon hat aber noch ein Ass im Ärmel: Zigbee. Damit kann das smarte Display direkt und ohne Hub Smart-Home-Zubehör wie Hue-Lampen kontrollieren.


Google Nest Hub oder Amazon Show?

Beide Geräte sind hervorragende kleine Helfer im Haus, die euch komfortabel Informationen liefern, unterhalten und Geräte steuern. Mit seiner eingebauten Kamera sind Videotelefonate aber nur auf dem Echo Show möglich. Und: Diese funktionieren nicht nur mit anderen Echo-Show-Eigentümern, sondern auch mit Skype-Kontakten. Das Google Nest Hub ist auf Sprachanrufe über Google Duo beschränkt. Dafür lässt sich das Google-Gerät einfacher einrichten und verwenden, wenn ihr bereits Google-Dienste wie Kalender oder Fotos verwendet. Auch bei den unterstützten Musikdiensten gibt es Unterschiede. Bei Amazon steht auf absehbare Zeit die Integration von Apple Music bevor. Schon jetzt können Kunden in den USA und Großbritannien den Apple-Dienst auf Amazon-Geräten einbinden. Einen Starttermin für Deutschland gibt es bisher aber noch nicht.