Mit seiner eigenen Programmiersprache Swift erleichtert Apple die Entwicklung von Apps für iOS, macOS, watchOS und tvOS. Programmierneulingen bringt Apple mit Swift Playgrounds die Grundlagen der Programmierung bei.

Die Standard-Programmiersprache für Apps auf dem Mac, iPhone und iPad, Apple TV und Apple Watch war lange Zeit Objective-C. Auf der Entwickler-Konferenz WWDC 2014 kündigte Apple schließlich eine Alternative an: Swift. Die neue Programmiersprache sollte schneller, moderner, sicherer und interaktiver sein, versprach Apples Software-Chef Craig Federighi. Gleichzeitig ist Swift eng verwandt mit Objective-C und deshalb für erfahren Entwickler leicht zu lernen. Apple hat aber auch an die Programmierneulinge gedacht: Für „seine“ Programmiersprache stellt der Konzern viele Ressourcen bereit, die sich für Menschen ohne Vorkenntnisse bestens eignen.

 

 

Einfacher Einstieg in die Programmierung

Den einfachsten Einstieg in Swift ermöglicht die kostenlose iPad-App Swift Playgrounds. Voraussetzung für die Lernumgebung ist ein iPad Air, iPad mini 2 bzw. neuer oder ein iPad Pro. Die installierte iOS-Version muss mindestens iOS 10.3 sein. Optimal für den Einstieg ist das neue iPad der achten Generation: Dank A10 Fusion Chip enthält das iPad ausreichend Leistung, um anspruchsvolle Apps zu entwickeln. Außerdem unterstützt das Tablet den Apple Pencil. Damit macht ihr euch während eurer Programmierkurse einfach Anmerkungen oder entwickelt irgendwann selbst Apps, bei denen der Stift zum Einsatz kommt.

 

 

Wenn ihr schon ein iPad habt, legt einfach direkt mit Swift Playgrounds los. Der Grundlagen-Kurs erklärt euch Level für Level die Basics. Das Coole daran: Swift Playgrounds führt euch spielerisch an die Programmierung heran. Statt einfach nur Code zu schreiben, ohne dessen Auswirkungen zu sehen, blendet Swift Playgrounds stets ein Beispiel ein. Während ihr auf der einen Seite den App-Code zusammenbastelt, seht ihr auf der rechten Seite nach Drücken der Wiedergabe-Taste die Auswirkungen des von euch Programmierten. Bei Fehlern erklärt die App, warum der Code nicht funktioniert und wie ihr diesen verbessert.

 

Ziemlich praktisch: Statt Code selbst zu schreiben, zieht ihr diesen einfach aus der Liste der Vorschläge oberhalb der Bildschirmtastatur auf das Code-Feld. Dadurch seid ihr schneller und programmiert automatisch mit weniger Fehlern. Nachdem ihr den Grundkurs gemeistert habt, bietet euch Swift Playgrounds noch viele weitere Kurse, in die ihr direkt auf dem iPad einsteigen könnt. Dabei nimmt euch Swift Playgrounds bei neuen Projekten viele Basisaufgaben mit Vorlagen ab, damit ihr direkt in euren Code einsteigt. Wenn ihr ausreichend Erfahrung mit Swift habt, steuert ihr über die App sogar Geräte wie Sphero BB-8!

 

 

Kostenlose Kurse von Apple

Um auch theoretisch in Swift einzusteigen, bietet Apple verschiedene digitale Inhalte zum kostenlosen Download an. Das E-Book „Einführung in die App-Entwicklung mit Swift“ bekommt ihr kostenlos im iBookstore. Der (leider nur auf Englisch erhältliche) Kurs „Swift Playgrounds: Learn to Code 1&2“ vertieft die Materie mit Videos und Beispielen. Neben den Apple-Kursen findet ihr im Internet auch jede Menge Swift-Kurse von anderen Anbietern wie Udemy oder Udacity. Wem die Grundlagen nicht ausreichen, kann Programmieren sogar mit Apples Unterstützung studieren. Im Rahmen des „Jeder kann programmieren“-Lehrplans konzentriert sich der Lehrstuhl für Angewandte Softwaretechnik an der Technischen Universität München darauf, seinen Studenten mit Swift und ARKit praxisnahes Software-Engineering und unternehmerisches Wirtschaftswissen zu vermitteln. Eine Alternative ist die private CODE Universität in Berlin, wo ihr Software Engineering, Interaction Design oder Product Management studieren könnt.