Ein leerer Smartphone-Akku ist wirklich ärgerlich: verpasste Fotomomente, kein ÖPNV-Ticket, das Mietauto geht nicht auf und die Eintrittskarte fehlt. Wenn ein solches Strom-Aus naht, sollte man rechtzeitig die Notbremse ziehen und den Stromverbrauch des iPhones reduzieren.

Der Stromverbrauch bei Smartphones wird maßgeblich durch drei Faktoren beeinflusst: Den Bildschirm, die Verbindungen per WLAN, Mobilfunk und Bluetooth mit der Außenwelt sowie die Rechenleistung. Außerdem können spezielle Lightning-Kopfhörer, die eine aktive Lärmunterdrückung oder ähnliches enthalten, zusätzlich den Akku leer saugen.


Stromsparmodus aktivieren

Eine einfache Möglichkeit zur Reduzierung des Stromverbrauchs ist der Stromsparmodus. iOS empfiehlt diesen von sich aus bei Erreichen der 20-Prozent-Marke. Über das Kontrollzentrum oder per Siri-Befehl könnt ihr ihn aber auch manuell aktivieren. Durch den Stromsparmodus deaktiviert das iPhone „Hey Siri“, automatische App-Downloads, ein paar Effekte und die Hintergrundaktualisierung. Dadurch müssen Apps wie Mail oder Facebook nach dem Öffnen erst noch die aktuellen Inhalte laden. Übrigens: Den Stromsparmodus könnt ihr auch direkt aktivieren, wenn ihr euer iPhone vom Kabel genommen habt. So hält der Akku deutlich länger.

 

 

Noch ein Tipp: Wenn ihr permanent die Hintergrund-Aktualisierung deaktivieren wollt, könnt ihr diese einfach in den Einstellungen bei Allgemein und Hintergrundaktualisierung ausschalten. Ein guter Mittelweg ist die Deaktivierung der Hintergrundaktualisierung aller Apps, die ihr ohnehin nicht verwendet.

 

Stromhungrige Apps nicht verwenden

Neben dem Kontrollzentrum könnt ihr den Stromsparmodus auch in den iPhone-Einstellungen unter Batterie einschalten. Das ist zwar umständlicher, dafür findet ihr in diesem Menü eine spannende Information: Den Stromverbrauch nach App. Diesen lest ihr entweder in den letzten 24 Stunden oder 7 Tagen ab. Merkt ihr plötzlich einen rasanten Verbrauch nach der Installation einer App, könnt ihr hier sehen, ob die App tatsächlich der Schuldige ist. Wenn ihr rechts auf die Uhr tippt, seht ihr zudem, wie lange eine App ungeöffnet im Hintergrund Strom verbraucht hat. Auch das hilft beim Auffinden von Stromfressern.

 

 

Bluetooth, WLAN, mobile Daten

Um den Akku wirklich und effektiv zu schonen, solltet ihr die verschiedenen drahtlosen Verbindungen deaktivieren. Diese verbrauchen vor allem dann viel Strom, wenn die Verbindung nicht sehr stabil ist, beispielsweise weil die Bluetooth-Kopfhörer in einem anderen Raum liegen, der WLAN-Zugangspunkt weit weg oder der Mobilfunkempfang schlecht ist. Über das Kontrollzentrum, das ihr mit einem Wisch vom unteren Bildschirmrand nach oben öffnet, habt ihr zumindest Bluetooth und WLAN in Reichweite. Die mobile Datenverbindung deaktiviert ihr in den Einstellungen unter Mobiles Netz. Ihr erhaltet dann zwar keine iMessage- oder WhatsApp-Nachrichten mehr, dafür seid ihr im Notfall per SMS und Telefon erreichbar und euer iPhone hält länger durch.

 

Display-Helligkeit runterregeln

Das Display eures iPhones passt sich automatisch dem Umgebungslicht an. Alternativ könnt ihr dieses aber auch selbst im Kontrollzentrum steuern. Wenn ihr hier allerdings den Schieberegler ganz nach links bewegt und euch anschließend in die Sonne begebt, sorgt die automatische Anpassung dafür, dass das Display wieder heller wird. Deaktiviert deshalb in den Einstellungen unter Anzeige & Helligkeit die Funktion Auto-Helligkeit. Wichtig für Eigentümer eines iPhone 6s, iPhone 6s Plus, iPhone SE, iPhone 7 und iPhone 7 Plus: Im gleichen Menü schaltet ihr auch Beim Anheben aktivieren aus. Dadurch bleibt das Display auch dann aus, wenn ihr euer iPhone vom Tisch nehmt, um es nur in die Hosentasche zu stecken.

 

Tipp: Notfallakku

Um das Risiko gering zu halten, ohne Strom dazustehen, führen digitale Nomaden gerne große Akkupacks mit sich in der Tasche mit. Die Gewissheit, immer und überall das Smartphone oder Tablet voll aufladen zu können ist zwar schön, praktisch sind die großen Akkus aber nicht. Besser: Ein kompakter, kleiner Akku wie die Xtorm Fuelbank FS100, der neben Taschentüchern, Visitenkarten und Portemonnaie Platz in der Tasche findet. Für ein bis zwei Notfälle reicht dieser vollkommen aus.