Unsere Top-Apps: Die Kindle App

Über eine halbe Million Apps gibt es derzeit für iPhone, iPad und iPod touch im App Store. Die Übersicht zu behalten fällt da schwer, von der Wahl der richtigen App ganz zu schweigen. Um euch die Wahl zu erleichtern, präsentieren wir euch ab sofort regelmäßig die Top-Apps der Redaktion. Da diese Woche auch bei Apple ganz im Zeichen des Buches steht, stellen wir euch zunächst die Kindle App vor.

Apple wird am Donnerstag, den 19. Januar, unter dem Motto „Bildung“ voraussichtlich das Buch neu erfinden, Grund genug für uns, euch das iPhone und iPad bereits jetzt als digitale Alternative zum Buch vorzustellen – mit der Kindle-App.

Von Haus aus bietet Apple mit iBooks bereits einen eigenen E-Book-Shop und Reader an. Der stößt jedoch an seine Grenzen, sofern er Bücher aus dem Kindle-Store öffnen soll. Denn während Apple bei den elektronischen Büchern auf das ePub-Format setzt, verwendet Kindle das proprietäre AZW-Format. Damit man auf die Legionen von Büchern aus dem Kindle-Shop nicht verzichten muss, gibt es die entsprechende App auch für iOS-Geräte.

Auf den ersten Blick findet man in der kostenlosen Kindle-App alles, was man von einem E-Book-Reader erwartet: Eine Übersicht aller geladenen Inhalte, die sich nach Aktualität, Titel und Autor sortieren lässt und den Lesebereich. Am Ende der Liste findet man das Archiv, in dem alle im Kindle-Shop erworbenen Bücher gelistet sind. Das Archiv ist das Online-Bücherregal und befindet sich im privaten Account des Anwenders. Auf diese Weise spart man Speicherplatz auf dem iOS-Gerät, kann aber auf Wunsch jederzeit ein erworbenes Buch aus der Cloud auf das Gerät laden. Einen Kindle-Account hat man automatisch, wenn man bereits einen Amazon-Account hat.

Um ein Buch herunterzuladen, das sich im Archiv befindet, tippt man es an und der Download beginnt. Um ein Buch vom iOs-Gerät in das Online-Archiv zu verschieben, wischt man mit dem Finger beim gewünschten Eintrag nach rechts und tippt auf den Archiv-Knopf.

Öffnet man ein Buch, landet man in der Lese-Ansicht. Die wirkt in der iPad-Version aufgrund des größeren Displays etwas aufgeräumter, aber auch auf dem iPhone und iPod touch kann man Bücher gut lesen. Mit einem Tipp auf das Symbol „AA“ gelangt man zu den Einstellungen für Textgröße, Farbe und Bildschirmhelligkeit. Die Textgrößen sind wie bereits beim Kindle-Gerät fest definiert, dabei aber gut abgestimmt, so dass jeder die passende Größe findet. Darunter stellt man die Hintergrundfarbe der Seite ein und die Bildschirmhelligkeit. Vor allem für Anwender, die im Dunkeln lesen bietet sich der schwarze Hintergrund und eine dunklere Beleuchtung an. In der iPad-Version kann man zusätzlich noch zwischen der Ein- und Zweispalten-Ansicht wählen.

Das Blättern erfolgt per Fingerwisch und funktioniert flüssig, auf Wunsch kann man in den Einstellungen die Umblättern-Animation aktivieren. Wer beim Lesen eine Stelle im Text markieren möchte, tippt mit dem Finger darauf, zieht den Ausschnitt auf Wunsch größer und kann im Anschluss wählen, ob er eine Notiz oder Markierung setzen möchte. Diese Informationen speichert Kindle im privaten Account und der Anwender kann die Markierungen auch auf andere Geräte übertragen.

Und noch ein Schmankerl hält die Kindle-App in Verbindung mit dem Online-Account bereit: Man kann den Lesefortschritt auf andere Geräte übertragen. Liest man daheim beispielsweise auf dem iPad ein Buch und möchte man den Lesefortschritt sichern, legt man ein virtuelles Lesezeichen auf die Seite. Möchte man nun unterwegs auf dem iPhone an der gleichen Stelle im Buch weiterlesen, braucht man nur das Buch öffnen und kann an der unterbrochenen Stelle weiterlesen. Da Kindle auch eine App für den Mac anbietet, bleibt man auf diese Weise über alle Geräte hinweg aktuell.

Neben Büchern bietet der Kindle-Shop auch Zeitungen und Zeitschriften an. Die Auswahl ist im Vergleich zu Apples Kiosk allerdings deutlich eingeschränkt. Dafür lohnt sich aber bei identischen Titeln der Preisvergleich. So kostet beispielsweise „Die Zeit“ im Kindle-Abo rund 6 Euro weniger auf das Jahr berechnet als die Apple-Version.

Um die Auflistung aller Inhalte nur auf Bücher, Zeitungen und Dokumente zu beschränken, hat die iPhone-App im oberen Bereich ein Art Slider. Die gleiche Auswahl in der iPad-Version trifft man, indem man im oberen Bereich auf den jeweiligen Reiter tippt.

Noch ein Wort zu den Dokumenten. Auch diese kann man mit der Kindle-App lesen. Um eigene Word- und PDF-Dateien in die Cloud zu laden, sendet man diese per E-Mail an die von Kindle für den privaten Account angelegte E-Mail-Adresse. Sind die Daten erst einmal hochgeladen, stehen sie ebenso auf jedem aktivierten Gerät zur Verfügung. Aktuell arbeitet Kindle nach eigenen Angaben an einem Programm für den Mac, mit dem man Dokumente noch einfacher hochladen kann.