Warum Maus nicht gleich Maus ist

Am Rechner ohne Maus arbeiten? Undenkbar. Doch der Kauf der perfekten Maus muss gut durchdacht sein.

Inzwischen ist die Bedienung des Rechners mit Tastatur und Maus oder Trackpad selbstverständlich. Die ersten Computer, die noch ganze Räume füllten, funktionierten ausschließlich mit Texteingabe über die Tastatur. Einen Bildschirm gab es genau so wenig wie eine Maus. Und die frühen Modelle waren wahnsinnig teuer. 1976 kam mit dem Apple I der erste erschwingliche Rechner für Zuhause auf den Markt, der sich direkt mit dem bestehenden Fernseher verbinden ließ. Basierend auf einer Erfindung von Xerox PARC legte Apple 1984 mit dem Macintosh das Fundament für die Bedienung des Rechners, wie wir sie heute kennen: mit einer grafischen Benutzeroberfläche, auf der man mit einem Mauszeiger Befehle geben kann.

Optisch oder Laser

Die ersten Mäuse funktionierten noch mechanisch. Die ältere Generation unter euch erinnert sich vielleicht noch: je nach Staub- und Dreckmenge arbeitete die Maus mal mehr, mal weniger präzise. Inzwischen erfassen Mäuse die Bewegung mit Sensoren. Optische Mäuse leuchten mit einer LED die Oberfläche aus, eine Kamera fängt das zurückgeworfene Licht ein und ein Mikroprozessor verarbeitet die Informationen. Bei einer Lasermaus kommt statt einer LED ein präziser Laser zum Einsatz. Der Vorteil: Lasermäuse funktionieren auch auf sehr glatten Oberflächen wie Glas oder Metall, während optische Modelle eine raue Oberfläche bevorzugen. Aufgrund der hohen Auflösung ist eine Lasermaus aber auch anfälliger gegenüber Schmutz und Dreck. Was besser für euch ist, hängt zum einen davon ab, was ihr mit der Maus macht und wo ihr sie verwendet. Für Spiele- und Grafik-Arbeiten im Atelier ist eine hochpräzise Lasermaus wie Apples Magic Mouse die bessere Wahl. Für Anwendungen, die keine so hohe Präzision verlangen oder für Einsätze in einer Umgebung wie etwa einer Werkstatt, ist eine optische Maus wie die Logitech Wireless Mouse M280 besser geeignet.

Optisch Laser Maus

Auf die Ergonomie achten

Fast noch wichtiger als die Auflösung ist die Ergonomie der Maus. Viele nicht-ergonomische Mäuse sehen zwar schick aus, sorgen aber dafür, dass eure Hand parallel zum Tisch aufliegt. Das entspricht nicht der natürlichen Haltung und kann bei viel Schreibtischarbeit schnell zum Repetitive Strain Syndrom, kurz RSI führen – besser bekannt als Mausarm. Auf ergonomischen Mäusen liegt die Hand in einem Winkel von etwa 45 Grad oder mehr auf und entspannt so Finger, Arm, Schulter und Nacken. Unsere Empfehlung: die auf Basis wissenschaftlicher Kriterien entwickelte Logitech MX Vertical.

Ergonomische Maus

Drahtlos ist nicht gleich drahtlos

Kabellose Mäuse stören den Arbeitsfluss nicht mit lästigem Kabelziehen. Dafür muss die Maus regelmäßig aufgeladen oder mit neuen Batterien versorgt werden. Kabellose Mäuse verbindet ihr entweder mit einem kleinen USB-Dongle des Herstellers mit eurem Rechner oder direkt per Bluetooth. Ein Dongle ist bei der Arbeit mit mehreren Rechnern praktisch. Statt eine Bluetooth-Maus immer wieder neu zu koppeln steckt ihr einfach das Dongle um. Wenn ihr nur mit einem Rechner arbeitet, sorgt eine Bluetooth-Maus für Ordnung am Rechner und auf dem Schreibtisch und steht stets, auch ohne Dongle, zur Verfügung.

Maus Dongle

Trackball oder Trackpad als Alternative

Ein Nachteil aller Mäuse ist, dass ihr Platz auf dem Schreibtisch braucht. Für kleine Schreibtische oder die Arbeit unterwegs am Laptop lohnt sich deshalb ein externes Trackpad oder ein Trackball. Ein Trackball funktioniert im Prinzip so wie eine Maus mit Rollkugel, nur dass ihr direkt die Kugel dreht und die Hardware fest auf dem Schreibtisch steht. Ebenfalls stationär ist Apples Magic Trackpad. Das Trackpad passt nicht nur perfekt zum Magic Keyboard, sondern bietet auch praktische Features wie Gesten für schnelles scrollen, zum Zoomen oder um Funktionen wie Exposé aufzurufen oder den Schreibtisch anzuzeigen.

Magic Trackpad

Tipp: Maus und Trackpad am Mac konfigurieren

Welche Gesten welche Funktionen eures im MacBook integrierten Trackpads, dem Magic Trackpad oder der Magic Mouse aufrufen, konfiguriert ihr in den Systemeinstellungen unter Trackpad oder Maus. Hier stellt ihr auch die Empfindlichkeit eures Eingabegeräts ein, also wie stark der Mauszeiger auf eine Bewegung reagiert. Noch ein Tipp: Mit BetterTouchTool stehen euch eine ganze Reihe weiterer Einstellungen für eure Magic Mouse, euer Magic Trackpad und sogar für andere Mäuse und Trackpads zur Verfügung.

Trackpad