WLAN im Homeoffice stabil und leistungsfähig machen

Ein leistungsfähiges WLAN ist eine wichtige Voraussetzung, um im Homeoffice gut arbeiten zu können. Mit diesen Tipps kannst du die Qualität deines heimischen Netzwerkes verbessern.

Viele von euch arbeiten aktuell im Homeoffice. Wer es irgendwie einrichten kann, ist dabei. Wenn ihr im Homeoffice arbeitet, wisst ihr, wie wichtig eine stabile und leistungsfähige Internetverbindung ist. Schließlich soll das WLAN nicht zusammenbrechen, wenn ihr grade in einer Skype-Konferenz mit Kollegen seid. Wir haben ein paar Tipps für euch, mit denen ihr euer WLAN im Homeoffice stabil haltet.


Irgendetwas ist immer. So wird wohl jeder schon einmal gedacht haben, wenn die WLAN-Verbindung im Haus wieder ruckelt oder nicht überall perfekt steht. Das kann an einer unvorteilhaften Platzierung des Routers, an Störsignalen benachbarter Funknetzwerke oder an einer veralteten Hardware liegen.

Querschnitt Haus

Router-Platzierung überprüfen

Einige Probleme könnt ihr oft mit ein paar einfachen Maßnahmen beheben. Das fängt mit dem Platz an, an dem ihr euren Router aufstellt. Am besten platziert ihr ihn an zentraler Stelle in eurer Wohnung – und dort auch am besten etwas erhöht und nicht in einer Ecke am Boden. Je höher der Router steht, desto besser breiten sich in der Regel die Funkwellen aus. Beim Aufstellen bedenkt auch, dass Metallgegenstände, Beton oder Glas das WLAN-Signal stören können. Das gilt auch für Schnurlostelefone oder Lautsprecher in der Nähe des Routers. Falls euer Router eine externe Antenne besitzt, dann lässt sich darüber ebenfalls die Verfügbarkeit eures WLAN verbessern. Am besten ist es, ihr probiert verschiedene Stellen aus, um herauszufinden, wo euer Router die besten Ergebnisse liefert.

FRITZ Repeater

WLAN in mehreren Räumen

Nun ist das Homeoffice meist nicht der Raum in einer Wohnung, in dem Fernseher, Internet-Radio und andere Geräte stehen, die ebenfalls auf das WLAN zugreifen. Oder vielleicht wollt ihr euch kurzfristig ein Homeoffice unterm Dach einrichten? Damit das WLAN-Signal dort auch ankommt, könnt ihr WLAN-Repeater einsetzen, mit denen ihr das Signal verstärken könnt. Den Repeater steckt ihr einfach in eine freie Steckdose. Es gibt ihn aber auch als alleinstehende Modell. Achtet beim Positionieren des Repeaters darauf, dass ihr ihn weder in einer Ecke noch zu nah am Router platziert. Am besten wählt ihr eine Position auf halber Distanz zwischen Router und eurem Endgerät. Ein Repeater leistet vor allem in kleineren Wohnungen gute Dienste.

FRITZ Powerline

WLAN aus der Steckdose

Wohnt ihr in einem Haus und wollt das WLAN-Signal über mehrere Stockwerke führen, dann greift ihr zu einem Steckdosen- oder Powerline-Adapter. Der verstärkt euer WLAN-Signal einfach per Stromleitung bis in den hintersten Winkel eures Hauses. Den Steckdosen-Adapter verbindet ihr mit einem LAN-Kabel mit eurem Router. Über den Stromkreislauf eures Hauses wird dann das Signal übertragen und ihr nehmt es in eurem Homeoffice über einen zweiten Adapter in der dortigen Steckdose wieder auf. So erweitert ihr bequem euer WLAN-Netzwerk. Damit das problemlos funktioniert, sollte euer Haus allerdings über ein zusammenhängendes Leitungsnetz, also einen Stromkreis, verfügen. Wenn ihr aber häufig mit dem iPhone oder iPad überall im Haus das WLAN nutzt, so kann es vorkommen, dass euer Gerät in den einzelnen Stockwerken den Zugangspunkt wechselt, was die Leistung beeinträchtigen kann. Doch grundsätzlich ist eine Lösung mit Steckdosen-Adapter oder Repeater praktisch, um auch mal kurzfristig ein WLAN-Netzwerk zu erweitern.

Mesh WLAN

Mesh-Netzwerk aufbauen

Wenn ihr dauerhaft im Homeoffice arbeitet, bei schönem Wetter schon mal mit eurem Laptop auf dem Balkon sitzt oder Mails noch von der Couch aus mit dem iPad beantwortet, dann kann es sinnvoll sein, dass ihr euch ein Mesh-Netzwerk aufbaut. Dahinter verbirgt sich ein drahtloses Netz aus mehreren, im ganzen Haus verteilten Repeatern, den sogenannten Knotenpunkten. Diese bauen untereinander ein intelligentes Netzwerk auf und können sich überlappen, was in dem jeweiligen Bereich die WLAN-Qualität nochmals verbessert. Und die Knotenpunkte übernehmen auch die Funktion eures Routers, ihr könnt mit euren Endgeräten also darüber ins Netz gehen. Euer Endgerät verbindet sich in einem Mesh-Netzwerk immer automatisch mit dem Punkt, der das beste Signal beziehungsweise die schnellste Verbindung liefert. Solch ein Mesh-Netzwerk könnt ihr beliebig erweitern, indem ihr einen weiteren Repeater oder Adapter hinzufügt. Inzwischen gibt es auch einige Powerline-Adapter mit Mesh-Funktion. Problemlos ist der Aufbau eures  Mesh-Netzwerks mit Geräten des gleichen Herstellers. Starten könnt ihr zum Beispiel mit einem Mesh Set von AVM.

Mesh WLAN Set

Der passende Dualband-Router

Für ein Mesh-Netzwerk braucht ihr einen geeigneten Router. Beim Kauf eines neuen Routers achtet darauf, dass ihr ein Modell mit WLAN-ac-Standard nehmt. Damit könnt ihr neben dem älteren 2,4-Gigahertz-Band zusätzlich das neue 5-Gigahertz-Band nutzen, denn die Signale werden von den Mesh-Stationen sowohl im 2,4- als auch im 5-GHz-Netz gesendet. Diese Dualband-Router kommunizieren mittlerweile mit vielen Endgeräten wie Smartphones oder Laptops, die ebenfalls das 5-Gigahertz-Band nutzen. So umgeht ihr die Überlastungen im 2,4-GHz-Netz, die vor allem in Ballungsräumen häufig auftreten können. Aber Achtung, das 5-Gigahertz-Band besitzt eine geringere Reichweite. Dafür ist der Datendurchsatz wesentlich höher und das WLAN wird selten von anderen in der Nachbarschaft gestört.

Und dann solltet ihr beim Router-Kauf daran denken, dass er euch Anschlüsse bereitstellt, über die ihr Drucker oder Festplatten in euer Netzwerk einbinden könnt. Denn ein gut ausgestattetes Homeoffice braucht mehr als nur eine stabile Internetverbindung.